Giebelstadt in alten Ansichten Band 2

Giebelstadt in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Heinz Gaßner
Gemeente
:   Giebelstadt
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6536-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Giebelstadt in alten Ansichten Band 2'

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26 Einweihung des Kriegerdenkmales im Iahre 1953

Bereits im [ahre 195 1 wurde ein Gedenkstein der Heimatvertriebenen im Giebelstädter Friedhof eingeweiht, der 'Den Toten unserer Heimat' und den 'Opfern des Krieges' gewidmet ist. Zwischen vier- und fünftausend Heimatvertriebene und Gäste aus Nah und Fern waren hierzu nach Giebelstadt gekommen. Im Iahre 1953 wurde dann das Kriegerdenkmal der Gemeinde Giebelstadt eingeweiht. Hier sehen wir Pfarrer Karl Zeilinger bei der Einweihung des Kriegerdenkmales.

Folgende Aufschrift: 'Die Gemeinde ihren Kriegsopfern' soll an die Gefallenen und Vermissten des Ersten und Zweiten Weltkrieges erinnern. Gleichzeitig soll es aber auch ein Mahnmal des Friedens sein.

Unsere Kerngemeinde hat im Ersten Weltkrieg 15 Gefallene und im Zweiten Weltkrieg 47 Gefallene, 15 Vermisste und 9 Bombenopfer zu beklagen.

Alljährlich wird am Volkstrauertag vor diesen beiden Denkmälern der Opfer von Krieg und Gewalt und politischer Verfolgung gedacht.

27 Der erste Segelflieger des Flugsportclubs Giebelstadt

Um den Wunsch des Fliegens wieder wahr zu machen, wurde am 18. Juli 1951 in Giebelstadt eine Interessengemeinschaft des Segelflugsports ins Leben gerufen. Diese Gemeinschaft hatte zunächst nur elf Mitglieder, die am 8. August 1951 den Flugsportclub Giebelstadt gründeten. Etwas später schloss sich auch noch eine Modellbaugruppe aus Ochsenfurt an.

Da der Ankauf eines fertigen Segelflugzeuges vorerst aus finanziellen Gründen nicht in Frage kam - denn 11 000 DM aufzubringen war eine Utopie - wurde zum Selbstbau eines doppelsitzigen Segelflugzeuges vom Typ Bergfalke 2 gegriffen. Durch Mitgliedsbeiträge und Spenden konnten der Bauplan und das Material für die Flugzeugrippen beschafft werden. Die Gemeinde stellte dem Flugsportclub Giebelstadt einen Kellerraum in der Volksschule zur Verfügung. Allmählich wurde der Raum in der Schule zu klein und der Gastwirt Hans Lutz stellte die Räumlichkeiten in der Messehalle zur Verfügung.

Bereits 1951 wurde der Flugbetrieb auf dem Giebelstädter Flugplatz wieder aufgenommen. Geschult wurde mit geliehenen Flugzeugen. Am 2. September 1956 war es dann soweit,

der fertiggestellte Bergfalke D 1 3 1 7 wurde feierlich auf den Namen 'Florlan Geyer' getauft und vom Fluglehrer Konrad Würzburg das erste Mal geflogen.

Nun konnte auch mit dem Bau einer neuen Startwinde bei der Firma Waldemar Neumann begonnen werden. In vielen Baustunden wurde die Winde zusammengestellt. Jetzt war der Flugsportclub, fliegerisch gesehen, selbständig.

Folgende Mitglieder des Flugsportclubs stellten sich 1956 mit dem Bergfalken dem Fotografen (von links nach rechts): Josef Braun, Fluglehrer Scheiner, Erwin Rombach, Dr. Walter Scholz (damals Vorstand), Georg Hartbauer, Egon Kleinschrod, Ewald Domin, Freiherr v. Braun, ?, Frau Küster, Rolf Gauckler, Rudi Helfricht, Richard Müller, Walter Veeh, Walter Molinaro, Ludwig Krämer und Fritz Eidtner.

Folgende Namen sind ebenfalls mit den Geschicken des Flugsportclubs eng verbunden: Alfred Küster, Richard Renniger, Hans-Joachim Golinski, Rudi Liewald, Eberhard BetschIer, Heino Manert, Josef Schmitt, Rudolf Schmitt und Dr. G. Stefaner.

28 Männergesangvereinimjahre 1952

Für Giebelstadts ältesten Verein, dem Liederkranz, gilt das [ahr 1863 als Gründungsjahr. Er dürfte jedoch noch älter sein. Leider sind aus der Zeit vor 1946 keine Unterlagen mehr vorhanden. Zwangsweise war die Chortätigkeit in den [ahren des Zweiten Weltkrieges unterbrochen.

Vereinsgründungen waren gleich nach Kriegsende verboten, so dass unter dem Deckmantel der beiden Kirchengemeinden ein katholischer und ein evangelischer Kirchenchor bestanden. Parallel hierzu entstand schon 1947 ein Männerchor, der 18 Mann stark war.

Die ersten öffentlichen Auftritte waren 1947/48 für heimkehrende Kriegsgefangene, bei Hochzeiten und Gesang in der Kirche sowie Theateraufführungen. Das erste große Sängerfest in Aub und Goßmannsdorf im [ahre 1949 wurde mit sehr starken Abordnungen des katholischen Kirchenchors und des Männerchors besucht.

Zum ersten Anlauf der offiziellen Wiedergründung kam es dann im Iahre 1950. Der 1. Vorsitzende wurde Pius Hofmann, als monatlicher Beitrag wurde für Sänger 50 Pfennige und für Sängerinnen 30 Pfennige festgelegt. Der damalige Liederkranz zählte 52 Aktive und ein passives Mitglied.

Im [ahre 195 1 wurde dann der schon seit 1947 bestehende Verein dem Deutschen Sängerbund angegliedert. Nach Anfangsschwierigkeiten wurde am 3. Mai 1953 die Fortführung als reiner Männergesangsverein beschlossen. In diesem [ahr wurde dann das 90jährige Vereinsjubiläum gefeiert. Aus diesem Anlass wurde auch die neue Vereinsfahne angeschafft. Sie trägt die Aufschrift: 'Rein im Sange, treu im Wort - fest in Eintracht immerfort.'

Durch zahlreiche Liederabende, Theateraufführungen, Bunte Abende und Kappenabende bereicherte der Männerchor das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Marktgemeinde Giebelstadt in den fünfziger [ahren. Nebenstehendes Bild zeigt den Männergesangverein im [ahre 1952 bei einem öffentlichen Auftritt mit dem damaligen Dirigenten Gerhard Spiller. Folgende Sänger sind zu erkennen, von links nach rechts: Stefan Burger, Hugo Honecker, Alois Lang, Philipp Kaufmann (hintere Reihe), Leonhard Hartmann, Herr Schubod, Alfred Raps, Pius Hofmann, Robert Müller, Gerhard Chmiela, Victor Gürsching, Heinrich Hellrich, Emil Nagler, Simon Scheller, Karl Jung, Georg Hahn, ? und Lorenz Lutz.

29 Bliek von der St.- Iosefs- Kirche

Dieses Bild wurde im Iahre 1956 vorn Turrn der neuen St.-JosefsKirche nach Süden fotografiert. Es zeigt im Vordergrund den damaligen Lebensmittelladen Alois Scheckenbach (im Volksmund 'Zacherle") , der von dessen Witwe Eva und ihrem Sohn Valentin betrieben wurde. Es war einer von drei größeren Gemischtwarenläden, die damals in Giebelstadt bestanden. Rechts neben dem Fußweg zur evangelischen Kirche ist noch der Giebel der Scheune zu erkennen, an deren Stelle sich heute das Schreibwarengeschäft Krenkel befindet.

Unmittelbar hinter dem Gemischtwarengeschäft ist die erste Giebelstädter Schule, die im [ahre 1825 gebaut wurde, zu erkennen. In diesem Gebäude waren in den fünfziger [ahren, bis zum Bau des Kindergartens St. Josef, der Kindergarten und die Schwesternstation untergebracht. Heute dient die alte Schule nach gelungenem Umbau als evangelisches Gemeindehaus.

Hinter dem Schulhaus sehen wir die evangelische Kirche, die im [ahre 1986 vollständig renoviert wurde. Die evangelische Kirche war von altersher Begräbnisort der Familien Zobel und Geyer gewesen.

Links neben dem Gotteshaus sind die Nebengebäude und der Giebel der Zehntscheune (heutiges Feuerwehrgerätehaus) zu erkennen. Scheune und Nebengebäude des Zobelschlosses wurden in dieser Zeit vom GutshofMüller genutzt. In den Nebengebäuden war neben Wohnungen für die Bediensteten auch eine Reihe von Stallungen untergebracht. Diese Gebäude wurden beim Bau des Feuerwehrhauses im Iahre 1992 abgerissen.

30 Drei verdiente Giebelstädter Bürger

Diese winterliche Aufnahme zeigt drei Giebelstädter Bürger, die sich in besonderer Weise um das Wohl der Marktgemeinde verdient machten. Von links nach rechts: Leonhard Hartmann, Pfarrer Oskar Klappenberger und Bürgermeister Alfons Maurer. Leonhard Hartmann war jahrzehntelang Mitglied des Marktgemeinderates und Gründer des Elektrofachgeschäftes Hartmann in der Lindenstraße.

Oskar Klappenberger war von 1960 bis 1974 Seelsorger in der katholischen Pfarrei Giebelstadt. In seiner Amtszeit wurde das pfarrhaus und der Kindergarten St. Josef gebaut.

Alfons Maurer wurde im September 1952 zum Bürgermeister gewählt. Vorher war er schon zwanzig [ahre als Gemeindesekretär in der Giebelstädter Gemeindeverwaltung tätig.

Links auf dem Gehsteig im Hintergrund folgt Felix Scheckenbach, langjähriger Briefträger und gefragterTreppenbauer. Dahinter, in der hinteren linken Bildecke, ist ein Teil des Kioskes zu erkennen, der zunächst von Hans Hebauer und später von Albert Kawka betrieben wurde. Man konnte dort Zeitungen, Romanhefte, Illustrierte, Zigaretten, Alkoholika, Süßigkeiten und das erste 'Eis am Stiel' kaufen. In diesem Kiosk entstand auch die erste Lotto- und Toto-Annahmestelle.

Nur etwa ein Drittel der westdeutschen Bevölkerung gehörte in den fünfziger Jahren zu denjenigen, die gelegentlich oder öfter ein Buch lasen. Mehr als ein Drittel der Haushalte besaß Mitte des Jahrzehnts überhaupt keine Bücher. Die Nachfrage nach Lesestoff wurde zum guten Teil von privaten Leihbüchereien befriedigt.

Auch in diesem Kiosk war eine solche Leihbücherei untergebracht. Eine Unmenge von Heftchenromanen mit Landser-, Heimat -, Arzt -, Liebes-, Kriminal- oder Sciencefictionthemen ergänzten das Angebot.

Links hinter dem Kiosk war in einer Baracke die Wäscherei Sachs untergebracht. Dort ließen hauptsächlich die amerikanischen Besatzungssoldaten ihre Wäsche waschen.

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