Giebichenstein, Trotha und Kröllwitz in alten Ansichten

Giebichenstein, Trotha und Kröllwitz in alten Ansichten

Auteur
:   Detlef Scherer
Gemeente
:   Giebichenstein, Trotha und Kröllwitz
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6612-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Giebichenstein, Trotha und Kröllwitz in alten Ansichten'

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29 Ein Stück Giebichenstein um 1910, die Seydlitzstraße. Der General Friedrichs Il. musste seinen N amen wieder lassen, die Straße heißt nach dem Zweiten Weltkrieg Fischervon-Erlach-Straße. So auch heute noch. Noch heute bietet sie nahezu den gleichen Anblick, schöne Gründerzeitbauten links und rechts der Straße, zum Teil in Gelbklinkern mit stilvoll abgesetzten Mustern, angelehnt an die italienische Renaissance. Der Verkehrsfluss ist freilich ungleich höher, spielende Kinder an dieser Stelle wären undenkbar. Der Autoverkehr vom Landrain zur Reilstraße läuft hier

entlang. In nördliche Richtung blickt der Betrachter von der Gneisenaustraße (heute Wolfensteinstraße) aus, vorbei an der Einmündung der Ziethenstraße (heute Carl-Robert-Stra-

ße), der Leopoldstraße und der Fehrbellinstraße (heute Fleischmannstraße) . Die im Hintergrund zu erkennende Häuserbegrenzung ist die rechtwinklige Einmündung in die Reilstraße.

Die Villen auf der Ostseite (rechts) entstanden nach 1890.

HALLE a. S.

S.yd1Itz.tr ????

30 Die kleinere Porphyrschlucht der Galgenberge, ein Zugang zur Erholung undAbgeschiedenheit unmittelbar an der Hauptstraße. Gut aus allen möglichen Richtungen der Stadt erreichbar. Dieser kleinere Galgenberg hieß vor Iahrhunderten, in mittelalterlicher Zeit, 'Wartberg' , einfach abgeleitet von einem Aussichtspunkt der Burg Giebichenstein. Die Ursprungsbezeichnung Galgenberg liegt im Zusammenhang mit den Richtstätten, die sich hier befanden, begründet. Dem Hochgericht des Amtes Giebichenstein. Seit dem fünfzehnten Jahrhundert wurde das Gelände als

Jagdgehege des Erzbischofs genutzt, der Grenzweg in Richtung Südosten hieß seit dieser Zeit schon Landrain. Aus der Richtung blickt auch der Betrachter auf dieser Ansichtskarte

von 1 91 0, am Landrain stehend, der die alte Bezeichnung noch immer trägt.

Halle a. S.

Galgenberg

Aulagen im kleinen Steinbruch

31 Verließ man den Übergang von der Ziethenstraße (heute Carl-Robert-Straße) zum Landrain in nördliche Richtung, stieß man auf die Kolonie der Schrebergarten-Genossenschaft Halle-Nord (e.G.m.b.H.) am Galgenberg. Eine Idylle in der Großstadt, inmitten eines Miniaturgebirges, noch heute so zu sehen. Einst brachliegende Flächen der weitläufigen Galgenberge, wurden sie ab 1893, mit der Anlage eines Wasserreservoirs, bepflanzt. Und nach der Eingemeindung der Giebichensteiner Flur wurden durch den Verschönerungsverein weitere Anlagen geschaffen, auch die

Gärtnereien am Südhang des Galgenberges (rechts oben in der Ansicht von

1 9 10) . Die Schrebergärten der Genossenschaft zogen sich bis hin zum Bergschenkenweg, typisch war

das schöne Holzstakettor (Bild links unten) .

Kolonie Teil der êchrebergarten-Genossenscheft Halle-Hord (e, G. m. b. ti.)

32 Zur SchrebergartenGenossenschaft Halle- Nord (e.G.m.b.H.) am Galgenberg gehörte auch diese schöne Einkehr, im Einzugsgebiet des Großen Galgenberges. Die Ansichtskarte von 1 930 zeigt das Schreberschlößchen van

A. Leuschner auf einem Gemälde des halleschen Kunstmalers Krannich. Dieses widerspiegelt auch treffend die Idylle und Abgeschiedenheit vom Großstadtlärm. Kaum spürbar auch, weil recht versteckt in einer Schneise verlaufend, die Bahnlinie nach Halberstadt. Die Restauration wurde im Iahre 1913 eröffnet, im Villenstil, mit Kolonnaden versehen, und

war Anziehungspunkt nicht nur für Gartenfreunde, auch für Wanderer und Spaziergänger.

Schr eb er s chl ö g che n am Galgenberg

33 Die Trothaer Straße ist Grenzlage, ihr südlicher Endpunkt geht an der Kreuzung zum Angerweg (heute Geschwister-SchollStraße) nahtlos in die Reilstraße über. Hier lag das auf der Ansichtskarte von

1 9 0 2 abgebildete Anwesen mit der Hausnummer 2. Es trug den wohl mit einem historischen Bezug verknüpften Namen 'Sachsenburg'. Die zwar unmittelbar an der Hauptstraße gelegene Restauration hatte jedoch rückwärtig einen hübschen Gartenausschank. In dem großen Saal fanden häufig vor allem Vereinsfeste des Ortes statt und nach der Eingemeindung auch Veranstaltungen städtischer Institutionen.

Das gesamte Areal Trothas und Giebichensteins war frühgeschichtliches Siedlungsgebiet, das ist belegt durch zahlreiche Flachgrabfunde mit Bronzebeigaben der Hallstattkultur.

Auf dem Terrain der 'Sachsenburg' wurde eine solche Grabstelle gefunden, ein museal bekanntes Beispiel eines Frauengrabes aus der Zeit etwa vor 2500 Iahren.

34 Die Grenzlage Trothaer Straße / Angerweg viel später, in den dreißiger Iahren. Die Ansichtskarte zeigt die Szene bereits in regem Verkehrsfluss unter einem Gespinst von Oberleitungen für den Straßenbahnverkehr. Der Zudruck Magdeburger Straße ist insofern unzutreffend, als diese Straßenbezeichnung lediglich bis zum Iahre 1900 galt, dem Zeitpunkt der Eingemeindung.

Für bereits existierende Straßennamen wurden dann natürlich Neubenennungen vorgenommen, so auch in diesem Fall. Sie ist eine Hauptstraße geblieben, ein Stück Schlagader bis zum Stadtausgang. Na-

türlich auch zu Lasten des Vorortes Trotha. Den alten, zum Teil vorgründerzeitlichen Gebäuden der Westseite steht eine Neubebauung mit damals modernen Mietshäusern gegenüber.

Nach 1990 wurden einige der alten Gebäude links im Bild abgebrochen, so auch die 'Sachsenburg' .

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/

35 SparenbergsGlocke', die recht bekannte Trothaer Restauration, in einer Darstellung aus dem Iahre 1900, wohl noch vor der Eingemeindung. Das Bild zeigt sehr deutlich die noch unbebauten Areale sowohl in derTrothaer Straße, links zu sehen, als auch die freien Flächen vor den Trothaer Felsen. Deutlich wird die 'Clocke' aber vielmehr als nach Norden gerichteter Scheitelpunkt des spitzwinkligen Dreiecks zwischen Trothaer und Seebener Straße einerseits und dem Angerweg. Um das Iahr 1900 etwa wurde dann auch die Westseite der Straße vor dem Gebäude der Restauration

(Nr. 9) mit dem prägenden, glockenturmartigen Vorbau mit Mietshäusern besetzt. Auch der freie Blick in die Seebener Straße war danach bald passé. Die Straßenbahnen verkehrten,

wie zu sehen, bereits; im übrigen hieß die Seebener Straße bis zum Iahre 1900 Trothaer Straße.

36 Auch ein Zeitsprung in die Iahre nach 1950 tut der Heraushebung derTrothaer Landschaft keinen Abbruch. Eine Perle hinter den Klausbergen mit ihren Porphyrfelsen und derTalsenke bis in die Pfarrstraße mit der Trothaer Kirche und dem Friedhof ist das Nordbad. Das in den Iahren 1951-1954erbaute Freibad füllt einen Raum mitten in wildromantischer Umgebung aus, die Trothaer Felsen trennen es wie ein kleiner Gebirgszug von der Saale. Am nördlichen Ende des Areals befand sich um 1900 ein Sägewerk. Zu jener Zeit hieß die gesamte Fläche noch Klausbergbreite. Die reizvolle Lage des Bades schaffte Entspannung und Badespaß mit einem Schwimmbecken für Erwachsene und einem 10-m-Turm

mit dazugehörigem Sprungbecken (Bilder oben links und unten). Architektonisch passend ist auch der Eingangsbereich mit weitläufigem Umklei-

detrakt, in monolithischer Bauweise errichtet (Bild oben rechts). Heute verfügt die Anlage auch über eine Sauna. Das ideale Terrain wurde nach dem

Zweiten Weltkrieg, als wieder Bedarf an Erholung laut wurde, bebaut und als Freibad Nord am 1. August 1954 eröffnet.

37 Die Freiwillige Feuerwehr Halle- Trotha auf einer wohl seltenen Ansichtskarte aus dem Iahre 192 7 . Im Adressbuch von 1905 alsVerein eingetragen, war sie später als städtische Institution dort zu finden. Fest steht, dass diese in einem urbanen Gefüge hochwichtige Einrichtung im Iahre 1892 gegründet wurde. Auch erst im gleichen Iahr wurde in der Stadt Halle die Hauptfeuerwache in der Margarethenstraße installiert, drei Iahre nach Gründung der halleschen Berufsfeuerwehr. Obwohl Trotha seinerzeit noch nicht zu Halle gehörte, war durch das Bevölkerungs-

wachstum in Folge der bereits fortgeschrittenen Industrialisierung ein Schutz vor Brandkatastrophen erforderlich. Auch der Einsatz in vergleichbaren Notfällen. Der Ort zählte zu die-

solche Wehren auf die Fahnen geschrieben. Andererseits verkörpern sie ein gutes Stück Heimattradition.

sem Zeitpunkt bereits mehr als 3 000 Einwohner, dementsprechend war die Vorstadt merklich expandiert. Brandschutz und Brandbekämpfung einerseits hatten und haben sich

38 DerTrothaer Denkmalplatz auf einer Postkartenansicht von 1 905, mit Passanten, die vielleicht auf die Stadtbahn Halle, eine neben der Halleschen Straßenbahn verkehrende Linie, die ab 1892 bis hierher reichte, warteten. Das Bild zeigt den Platz im Überblick, mit dem historischen GasthofZum roten Adler' (am linken Rand). Das bereits um 1750 erwähnte Studentenlokal mit einem romantischen Umfeld und mit einem typischen Stallhof wurde ohne Rücksicht auf die Geschlossenheit des Platzensembles Ende der achtziger Iahre abgerissen. Daneben ist das Nachfolgeetablissement zu sehen, das "Irothaer Schlösschen', mit einem

ruhig gelegenen Gartenbetrieb. Zentral gelegen und platzbestimmend war lange Zeit das Kriegerdenkmal, bis es später, um 1924, durch eineTankstelle verdeckt wurde. Weiter

j(alle- ëratha

rechts liegt der Eingang zur Pfarrstraße mit der Kirche St. Briccius und hinter der Bruchsteinmauer befand sich die alte Amtsschäferei der Domäne Giebichenstein.

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