Gifhorn in alten Ansichten Band 2, 800 Jahre: 1196/97-1996/97

Gifhorn in alten Ansichten Band 2, 800 Jahre: 1196/97-1996/97

Auteur
:   Ulrich Tietje
Gemeente
:   Gifhorn in alten Ansichten
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6397-2
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gifhorn in alten Ansichten Band 2, 800 Jahre: 1196/97-1996/97'

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Einleitung

Bereits im [ahre 1982 erschien der Band 1 'Gifhorn in alten Ansichten' in zwei Auflagen. Zusammengetragen und zu einem 76 Seiten umfassenden Bildband erstellt wurde dieses Buch vom damaligen Stadtarchivar Dr. Ulrich Roshop und Ulrich Tietje. Pünktlich zum 800jährigen Jubiläumsjahr der Kreisstadt Gifhorn erschien 1996 nunmehr die dritte Auflage des ersten Bandes in einem neuen Outfit.

Sehr ausführlich beschrieb Ulrich Roshop in der Einleitung damals das Werden und Wachsen des Städtleins Gifhorn von Anbeginn bis zum [ahre 1974. Er erwähnte hierin unter anderem, daß der Welfenherzog [ohann von Lüneburg dem damaligen 'Gefhornc' im [ahre 1275 das Marktrecht verliehen hat. So soll in diesem Band 2 auf eine nochmalige detaillierte Beschreibung verzichtet werden. Ebenfalls erschienen in den Gifhorner Heimatzeitungen Sonderdrucke, und in weiteren Festschriften sowie diversen Vorträgen zur 800-Jahr-Feier konnte der Bürger alles Wissenswerte über die Kreisstadt Gifhorn erfahren bzw. nachlesen.

Nach letzten Zählungen ist Gifhorn - einschließlich der seit 1974 eingemeindeten Ortschaften Neubokel, Wilsche, Gamsen, Kästorf und Winkel- auf über 41 000 Einwohner angewachsen. Zum Teil gehen die ehemals alten Stadtgrenzen fließend in diese angrenzenden Gemeinden über. Außer über Winkel

schrieben Heimatforscher empfehlenswerte Chroniken über ihre eingemeindeten Gemeinden.

Dieser Band 2 beginnt mit einer Urkunde - dem bis dato ersten schriftlichen Nachweis - des Ortes 'Gefhorne' in den [ahren 1196/97. Ein weiteres Schriftstück vom 27. [anuar 1213 mit der Erwähnung 'Gefhorne' wurde von Kaiser Otto IV. besiegelt. Auszüge aus dem ältesten noch vorliegenden Ratsbuch mit der frühesten Datierung von 1416 folgen. Urkunden verschiedener Arten, Diplome, Orden, Ehren- und Meisterbriefe aus rückliegenden Generationen bereichern den wesentlichen Anteil an Postkartenfotos, Privatfotos und Übersichtskarten.

Mein ganz besonderer Dank gilt vielen Gifhorner Bürgern, Vereinen, dem Vorstand der City-Gemeinschaft, der Stadtverwaltung und dem Landkreis Gifhorn sowie beiden GifhornerTageszeitungen für die Bereitstellung von Aufnahmen, Urkunden und Lokalberichten für diesen Buchdruck. Eine große Hilfe erfuhr ich durch Herrn Professor Dr. Werner Knopp, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin.

1 '800 [ahre Gifhorn. Die Urkundevon 1196/97 sichert das Iubilàum'. so steht es im Einleitungsartikel des Gifhorner Kreiskalenders von 1995. Der Heimatforscher und HistorikerTheo Bosse befaßt sich in diesem Artikel sehr ausführlich mit der Gifhorner Geschichte seit der urkundlichen Nennung im 'Güterverzeichnis des Kollegiatstiftes St. Cyriakus zu Braunschweig van 1196/97'. In dieser Bestätigungsurkunde bescheinigt Pfalzgraf Heinrich - der älteste Sohn Heinrichs des Löwen Besitzstände des Kollegiatstiftes St. Cyriakus zu Braunschweig, wozu auch Gifhorn und weitere 16 Dörfer sowie vier Wüstungen des Kreises

Gifhorn gehörten. Der Abdruck dieser Urkunde hängt im Foyer des neuen Gifhorner Rathauses von 1984.

2 Im oberen rechten Teilausschnitt dieser Urkunde ist der Name 'Gef - home' am Ende der zehnten Zeile und am Anfang der elften Zeile unterstrichen zu finden. Es befinden sich noch weitere Ortsnamen in diesem Teilausschnitt.

3 Zum 777jährigenJubiläum der Cardenapmühle überreichte der Gifhorner Bürgermeister Manfred Birth den beiden Söhnen OUo und Wolfgang Liedtke die im Foto abgebildete Schenkungsurkunde. Sie wurde am 27. Januar 1 2 1 3 von Kaiser OUo IV. ausgestellt. Einige Auszüge dieser Urkunde geben einen Einblick in den Inhalt des Textes: 'Das Stift in scheferlingeburg (heute Walle) wurde zu Ehren der heiligen Maria mit Zustimmung seines Bruders, des Pfalzgrafen Heinrich mit folgenden Ländereien, Wäldern, Gewässer und Mühlen, und zwar u.a. "bei gefhorne" mit einer Mühle und allem übrigen, was unserer Herrschaft zugehörte an Äckern,

Wäldern, Wiesen und Gewässern ... .' 'Siegel des Herrn OUo IV., des niemals Besiegten.' Das Original wird im Staatsarchiv Wolfenbüuel aufbewahrt. (Urk. 7 - No 9-1012.)

4 Bei Ausgrabungsarbeiten für das neue Rathaus am Marktplatz stieß man aufhölzerne Überreste von Antriebsrädern einer alten Wassermühle an einem ehemaligen Isearm aus der Zeit um 1200. Im Treppenhaus zum Rittersaal des Gifhorner Schlosses sind Teile dieser Mühlräder an den Wänden zur Schau gestellt. In der nebenstehenden Urkunde aus dem [ahr 1213 wurde diese Mühle bereits benannt.

5 Auf diesem Foto ist ein Ausschnitt einer alten Urkunde aus dem [ahre 1495 dargestellt. Herr von Glümer befaßte sich im IsenhagenGifhorner Kreiskalender von 1939 mit dem ältesten Gifhorner Ratsbuch, leider mit nur noch wenigen verbliebenen Aufzeichnungen aus dem 15. und 16. [ahrhundert. Der verbliebene Rest der Aufzeichnungen ist dennoch sehr wertvoll, da er Einblicke in die politische Freiheit des 'Stàdtchens Gifhorn' erlaubt. Neun Pergamentblätter beinhaltet das Restbuch. Die früheste Aufzeichnung ist datiert von 1416, die jüngste von 1553. Zumeist sind es Beurkundungen des Rates. Unter anderem ist hierin eine

'chronikalische' Notiz über die Einäscherung Gifhorns infolge der Schlacht bei Soltau 1 5 1 9. Wie auch auf diesem Foto beginnen die Beurkundungen meistens mit den Worten 'Wy radmane tho Ghiffhorne', danach folgen namentlich die Ratsmänner. Es

sind jedesmal vier Namen. Der städtische Rat schien damals also aus vier Männern zu bestehen.

6 Dieses Archivfoto zeigt Gifhorn zwischen dem Torhaus an der Ise und der Nicolaikirche. Dazwischen liegt die Burg, mit Schutzwerk und Wasser umgeben. Aus dem Mühlengraben entstand später der Cardenap. Der heutige Verlauf der Torstraße ist südlich des Knüppeldammes eingestrichelt.

7 Noch heute präsentieren Orte ihre Sehenswürdigkeiten und Attraktivitäten in vielen kleinen Ansichten auf einer Postkarte, wie sie auch in Gifhorn zu finden war. Um 1910 wurde sie mit der 'Preußisch königlichen' Post verschickt. Alle Details werden im Buch noch besonders bedacht.

8 Für den Gifhorn-Isenhagener Kreiskalender fertigte ein Künstler diesen Holzschnitt von Gifhorn aus dem [ahre 1929 an. Die Darstellung aus der Vogelperspektive läßt eine Nachbildung von einer Luftaufnahme annehmen. Der Blick vom Weinberg in Richtung Norden aus etwa 200 m Höhe läßt dieses Stadtbild erahnen:

Links oben - weithin sichtbar - die Zwickersche Windmühle, davor ein Fabrikschornstein; in der Mitte überragt die St.-Nicolai-Kirche die historischen Häuser im Stadtkern. Ein weiterer Schornstein in Bildmitte rechts dürfte zur Casselmannschen Kornbrennerei gehören.

9 Diese Luftaufnahme aus einem Treibballon aus etwa

1 000 m Höhe entstand im [ahre 1913. Nachweislich dürfte es die erste Luftaufnahme dieser Art von Gifhorn gewesen sein. Links erkennt man die große Iseschleife um das Gifhorner Schloßgelände; von rechts kommend durchfließt die Aller in zwei Armen die Stadt. An den Bleichewiesen ist der Zusammenfluß von Ise undAller. Der AllerOhre- Verband veröffentlichte diese Aufnahme vor etwa zwanzig [ahren im '[ahresrückblick' .

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