Gifhorn in alten Ansichten Band 2, 800 Jahre: 1196/97-1996/97

Gifhorn in alten Ansichten Band 2, 800 Jahre: 1196/97-1996/97

Auteur
:   Ulrich Tietje
Gemeente
:   Gifhorn in alten Ansichten
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6397-2
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gifhorn in alten Ansichten Band 2, 800 Jahre: 1196/97-1996/97'

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40 Auf die Bedeutung dieses historischen Hauses zwischen Aller- und Isezusammenf1uß weist eine Sandsteintafel mit folgender Inschrift hin: 'Gasthof und Ausspann von 1666-1877, seit 1877 Hotel "Deutsches Haus".

Außerdem befand sich hier van 1774-1814 die KÖNIGLICH GROSSBRIT. CHURFÜRSTL. BRAUNSCHWEIGLÜNEBURGISCHE UND von 1814-1818 die KÖNIGLICH GROSSBRITANNISCH HANNOVERSCHE POSTSPEDITION.'

Heute führt das Hotel 78 Betten und verfügt über drei Festsäle und vier Clubräume. Nach den Plänen des Gifhorner Architekten H. Si evers ließen die Besitzer die zum Hotel gehörende Scheune mit Pferdestallungen und Schlafkojen für Postillione und Fahrensleute 1993 zu einem Gesellschaftssaal im historischen

Stil umbauen. Das Hotel wird van Ulrike Schega-Emmerich und ihrem Ehemann Armin Schega-Emmerich geführt.

41 Auf allen Zufahrtswegen, die in die Stadt Gifhorn führten, traf man bereits Gasthöfe und Restaurants an. Einige davon sind uns auf alten Postkarten und Privatfotos erhalten geblieben. Vom Südosten führt der auch heute noch bekannte Calberlaher Damm vom Eisenbahnübergang ab

in Richtung Calberlah / Fallersleben. Westlich neben dem Katzenberg befand sich das auf der Postkarte dargestellte Restaurant Wilhelm Mohrmann aus den zwanziger [ahren. Rechts im Bild erkennt man hinter dem Buschwerk für sonnige Tage den Kaffeegarten mit Überdachung. Die Fassade des heutigen Wohnhauses ist erhalten geblieben.

Restaurant W. ]Yfohrmann

42 Etwa 400 m westlich des Zusammenflusses von Aller und Ise - nahe dem Schützenplatz an der Celler Straße entstand 1871 die Gaststätte 'Itschenkrug' für die damalige Vorstadt. Der Gastwirt und AckerbürgerWilhelm Heumann erwarb dieses Grundstück mit den dazugehörigen Lehmkuhlen, aus denen vormals Material zum Ziegelbrennen und auch zum Herstellen von getrockneten Lehmbausteinen gewonnen wurde. Für Fußbodenbeläge in einfachen Wohnhäusern und Scheunentennen sowie zum Straßen- und Wegebau nutzte man dieses Naturvorkommen. Das romantische Foto des damaligen 'Irschen-

krugs' unter dem Besitzer Georg Fricke vor etwa neunzig [ahren gibt den Eindruck einer noch ruhigen und gemütlichen Zeit wieder. Die klappbaren Gartentische des Kaffee- und Biergartens sind

genden mit Wasser gefüllten Lehmkuhlen herrührt.

mit weißen Tischtüchern belegt. Später übernahmenAIbert Schulze und Frau Ella diesen 'Itschenkrug', dessen Name wohl von den vielen Fröschen und Kröten 'Irschen' - aus den nahelie-

43 Diese Aufnahme der Gastwirtschaft 'Zurn Stern' entstand um 1910. Die Gastwirtsfamilie Schulze mit

ihren drei Söhnen Georg,

Otto und Rudolf sowie dem vierten Sohn auf dem Arm

der Frau, Großmutter Niebel, Opa Niebel mit langem Bart und Georg Schulze lassen sich vor dem Gasthaus fotografieren. Auch hier ist die Giebelseite des Hauses mit einer senkrechten Bretterverschalung und schmalenAbdeckleisten versehen. Typisch für die damalige Zeit waren die in drei Felder geteilten Fensterklappen oder Fensterläden. 1934 wurde diese Gaststätte auf Geheiß des Rates auf den Namen 'Ratsschànke' umbenannt. Bis 1984 befand

sich das Rathaus gegenüber der Ratsschänke.

44 Schützenmajor Richard Pappe und Schützenhauptmann Rudolf Guthardt mit breiter heller Schärpe während des Vorbeimarsches am Gifhorner Rat. Im Hintergrund erkennt man das alte ehrwürdige Gifhorner Rathaus von 1562, den heutigen Ratsweinkeller.

45 Am 16. Juni 1904 ernannte das Uniformierte Schützencorps Gifhorn den Sattlermeister Heinrich Schöner 'laut einstimmigem Beschluß' zum Ehrenmitglied mit Überreichung dieses 'EhrenDiploms'. Die Unterschriften des Hauptkommandos lauteten: Major Aug. Henze, Hauptmann Heinrich Hühne, Hauptmann WWilliges, Adjutant Fr. Becker, Auditeur Carl Bertram.

Der Vorstand: C. Meinecke, Fr. Ramme, F. Duve, A. Becker, W Schnose, C. Cohrs. Reich verziert gaben sich zu damaliger Zeit alle besonderen Urkunden, Ehren- und Meisterbriefe aus. Der Druck dieses Ehrendiploms wurde in Würzburg angefertigt. Dieses unter Glas

eingefaßte Ehren-Diplom in einer Größe von 40 x SO cm hat heute noch bei dem fast 90jährigen Sohn Louis, ebenfalls Sattlermeister, einen besonderen Ehrenplatz in der Wohnung.

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46 In ihrer Galauniform geschniegelt im alten Schützenrock mit Säbel- zeigen sich der Vorstand und das Hauptkommando des Uniformierten Schützenkorps Gifhorn im [ahre 192 9. Christian Lampe aus Wilsche bereicher-

te dieses Buch mit dieser wertvollen Aufnahme. Die Sparkasse Gifhorn versah das Bild mit dem entsprechenden Bildtext.

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47 Am 28.August 1916 erhielt der Bäckermeister Willi Höltge diesen Soldatengruß von seinem Geschäftsfreund und Drogisten Georg Kimme. Später erwarb Georg Kimme das Kreissparkassenhaus, Steinweg 8, und richtete hier seine Drogerie ein.

48 Nach über 350 [ahren stellten die pferdepostkut-

sc hen ihren Dienst ein, als vor über sechzig [ahren in Gifhorn die roten Postautos den Zustellerdienst im Landkreis Gifhorn übernahmen. Derweil blieb der eilige Zustelldienst für Depeschen in der Stadt Gifhorn dem radfahrenden Postboten vorbehalten. Hier präsentiert sich der Postschaffner Helmke vom 1. Koppelweg 2 in seiner Dienstpostkleidung hinter seinem Fahrrad. Vor dem Schaufenster der Drogerie Kimme fahren derweil zwei Kinder auf einem sogenannten HolländerRoller, ein Holzfahrzeug mit vier Speichenrädern, das mittels Schwungwelle und einer Handgriffstange angetrieben wird.

49 Ein naß-fröhliches Treiben beherrscht auf diesem Foto die alte Aller-Flußbadeanstalt am Gifhorner Bürgerpark. Herr Plagge, Bediensteter im Rathaus Gifhorn, stellte mir diese in Kupfer geätzte, zunächst noch seitenverkehrte Fotoplatte zur Verfügung. Sie dürfte vor über siebzig [ahren erstellt worden sein. Rechts im Foto befanden sich die Einzelumkleidekabinen für Herren. Über einfache Holztrittleitern stieg man in das Wasser. Neben der Planschbadebucht führte eine hölzerne Brücke vom Umkleidehaus und Eingang zur großen Liege- und Spielwiese. Von 1906 an bestand diese Badeanstalt nahezu fünfzig [ahre.

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