Gifhorn in alten Ansichten Band 2, 800 Jahre: 1196/97-1996/97

Gifhorn in alten Ansichten Band 2, 800 Jahre: 1196/97-1996/97

Auteur
:   Ulrich Tietje
Gemeente
:   Gifhorn in alten Ansichten
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6397-2
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gifhorn in alten Ansichten Band 2, 800 Jahre: 1196/97-1996/97'

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sene.

SO Elisabeth Rohr und Margarete Huppelsberg als vierund fünfjährige Mädel in ihrer damaligen langen Badekleidung. Vor etwa 70 [ahren entstand dieses Foto. Im Hintergrund befindet sich der Umkleideraum für Mädchen, rechts daneben sind die Wechselkabinen für Erwach-

51 Die Flurbereinigung und mithin auch die Begradigung des Allerflußbettes mit allen Nebenbächen vor über dreißig [ahren - verhinderte danach das Überfluten der Aller - so auch im Stadtbereich Gifhorn. Der strenge Winter 1942 ließ dieses Winterparadies mit treibenden Eisschollen und teils überfluteter Fallersleber Straße nebst Kaninchengarten und städtischer Viehmarkthalle zurück. Mitte rechts im Bild schaut noch die schrägverlaufende Viehverladerampe aus den rücklaufenden Fluten. Die spielenden Kinder auf den Eisschollen sind Rosemarie und IngeborgTietje. Der Rundteil wurde über viele [ahre im Sommer als Getreidedreschplatz genutzt. Auch große Zirkusse schlugen hier ihre Zelte auf. Die uralten Eichenbestände haben sich leider stark gelichtet.

52 Die Zeit der Holzf1ößerei auf Aller und Ise liegt über drei Generationen zurück. Die Zeit für den Transport des gefällten Holzes fiel in der Regel in das Frühjahr. Das Hochwasser der Flüsse ließ nach, und das für Mühlenzwecke aufgestaute Wasser der drei Gifhorner Ise- undAllerschleusen nach der Aufstauzeit ging im April in das Flußbett zurück. Dieses Foto entstand vor etwa sechzig [ahren nach der Schneeschmelze im März an der alten Flößer- und Klappenwehrholzschleuse der Rothaller am Schleusendamm. Im Hintergrund erkennen wir die alte Gifhorner Freibadeanstalt, an zwei Allerarmen liegend, für Schwimmer und Nichtschwimmer. Sie mußte 1955 nach etwa fünfzig [ahren einem neuen Freibad nahe dem Bürgerpark weichen.

53 Bereits vor etwa 150 Jahren plante die Stadtverwaltung auf Bestrebungen der Gifhorner Bürgerschaft hin, eine Verschönerung der Katzenbergdüne durch Kiefernund Birkenanpflanzung vorzunehmen. Im [ahre 1857 bildete sich für diesen Zweck ein 'Verschönerungskommitee' unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Oskar Gûlich. Das Kommitee bat bei der Gifhorner Bevölkerung um Spenden und Mithilfe. Zunächst plante man dort auf der höchsten Kuppe einen Springbrunnen, der aus technischen Gründen nicht entstehen konnte. Daher wurde der angesammelte Geldbetrag für einen achteckigen Pavillion - von Zimmermeister Hel-

Ier entworfen und 1859 gebaut - ausgegeben. Er hatte einen Durchmesser von 6 m und war 3 m hoch. Er blieb bis 1872 erhalten. Der Gifhorner Architekt H. Sievers stellte 1985 den abgebildeten

Entwurf nach der damaligen Baubeschreibung von Meister Heller auf

...

54 Nach der Errichtung des Pavillians im [ahre 1859 sollten 41 [ahre vergehen, bis der Wunsch der Gifhorner Bürger nach einem Aussichtsturm in Erfüllung ging. Der Gifhorner Männergesangverein, die Stadtkapelle Andrae, der GifhornerTheaterverein van 1891 spendeten, und auch Basarerlöse unter anderem erbrachten die für die damalige Zeit stattliche Summe von

1 600 Goldmark. Durch zusätzliche Spenden und Sammlungen für den Turm kamen schließlich insgesamt 2 400 Goldmark zusammen. Dieser

Betrag reichte nun aus, daß die Baufirma H. Heuer gleich nach Ostern 1900 mit dem Bau des 12m hohen Turmes beginnen konnte. Am 16. September 1900 wurde der Aussichtsturm unter Anteilnahme vieler Bürger einge-

weiht. Hierbei erfolgte die Schlüsselübergabe vom Architekten Heine aus Hannover an den Gifhorner Bürgermeister Müller (s. Bild). AufWunsch der Bürger undAnregung des Baukommitees wurde das nun höchste Bauwerk Gif-

horns 'Mûller-Turrn' genannt. Zwei Sandsteintafelinschriften weisen noch heute darauf hin: 'Erbau! A.D. 1900' und 'Mûller-Turrn'. zur Erinnerung an Bürgermeister Müller 1885-1913. Die Fotos auf der Postkarte entstanden 1903.

SS Diese Panoramaaufnahme vom Städtlein Gifhorn wurde vom Aussichtsturm des Katzenberges vor etwa achtzig [ahren gemacht. Der um die Jahrhundertwende mit Kiefern aufgeforstete Katzenberg ließ damals noch diesen Blick über den gesamten Stadtkern zu. Ganz links im Foto ist die Dachfläche des Hauses von August (Milch-) Walters zu erkennen. Ganz rechts zeichnet sich in der Ferne der Rundbogengiebel des Schlosses ab. Der Wallgarten, seit 1922 durch Ratsbeschluß in Bodemannstraße umbenannt, ist bereits bis zur Lindenstraße durchgehend sichtbar, jedoch noch unbebaut, sofern das große, abgewinkelte Walmdach der Präparanden-

anstalt in Bildmitte keinen Neubau verdeckt. Ebenfalls sind der lange Schornstein der Kornbrennerei Casselmann und die St.-Nicolai-Kirche gut zu erkennen. Rechts im Bild verläuft der Fußweg des Schleusendammes.

56 Hinter den Wiesengärten der Lindenstraße floß bis vor etwa dreißig [ahren noch der Mühlallerbach. Er hatte eine Länge von etwa O,S km. Dieser Mühlbach begann vor der alten Flößerschleuse - etwa 100 m westlich der hölzernen Freibadeanstalt - und mündete nahe dem Einfluß der Mägderiede in die Aller, gegenüber dem Grundstück von Bäckermeister Meinecke. Links im Hintergrund schaut der Uhrenturm der alten Volksschule über das Dach

des Schulhauses. In der Bildmitte steht majästetisch der Glockenturm der evangelischen St. - Nicolai - Kirche. Dieses Foto mag vor über siebzig [ahren entstanden sein. Heute befindet sich auf diesem Areal

des Mühlenallerbettes die Konrad-Adenauer-Straße als Umgehungsstraße für den Stadtkern.

Oifhorn Partie an der AIJ~r

57 Mehrere Male im Iahr befuhr der Bürgermeister die Liegenschaften der Gifhorner Stadtverwaltung, um sich über den Zustand der Wege, der Gräben und Bäche und natürlich auch über den Holzbestand zu informieren. Um diese Kontrollfahrten durchzuführen, ließ man einen Gifhorner Ackerbürger mit Kutschwagen und '2 PS' vorfahren. Links hinten auf dem Kutschwagen erkennen wir den langgedienten Bürgermeister Kraatz, rechts daneben den städtischen Revierförster. In der Zeit von 1925 bis 1946 war Herr Kraatz ohne Unterbrechung Bürger-

meister der Stadt Gifhorn, von 1946 bis 1949 hatte er das Amt des Stadtdirektors inne. Auf dem Foto links ist Herr Kraatz bereits im Ruhestand.

58 Auf diesem stattlichen Grundstück an der Ecke Braunschweiger Straße / Kurze Straße (heute Poststraße) errichtete die Staatliche Forstverwaltung im Iahre 1875 die links im Foto erkennbare Oberförsterei, da der vorherige Sitz dieser staatlichen Behörde von Druffelbeck / Ribbesbüttel nach Gifhorn verlegt wurde. Am 1. Oktober 1963 erhielt die Forstbehörde ihren endgültigen Sitz in Fallersleben in der Erich-Netzeband-Straße. Dieses Foto wurde vom Postgebäude aus aufgenommen, das am 1. Oktober 1934 in der Kurzen Straße seinen Postbetrieb aufnahm. Vorn ganz rechts befand sich das Frisörgeschäft van Rudolf Gehrke.

S9 Am 3. September 1890 gründeten Bauern und Geschäftsleute die Konservenfabrik Gifhorn e.G.m.b.H. Es war möglich und üblich, Anteilscheine der Genossenschaft in differenziert festgelegten Summen käuflich zu erwerben. Dieser im Abdruck dargestellte Anteilschein

Nr. 148 wurde auf Herrn Wilhelm Leifert, Gifhorn, am 1. April 1907 ausgestellt. Die Herren Ramme, R. Sattelberg, Bertram und eine weitere Person unterzeichneten diesen Anteilschein. Als letzter Direktor leitete Paul Sippel diesen Betriebvon 1938 bis 1973. Die Anteilscheine bezog die Konservenfabrik von der Aller-Zeitung, AdolfEnke, Gifhorn.

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eingetragene Genossenschaft mit beschränkter itaftpflicht,

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Der Aufsichtsrat: Der Vorstand:

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