Gifhorn in alten Ansichten Band 2, 800 Jahre: 1196/97-1996/97

Gifhorn in alten Ansichten Band 2, 800 Jahre: 1196/97-1996/97

Auteur
:   Ulrich Tietje
Gemeente
:   Gifhorn in alten Ansichten
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6397-2
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gifhorn in alten Ansichten Band 2, 800 Jahre: 1196/97-1996/97'

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60 Der Braunschweiger Zeichenoberlehrer Otto Krone vom Gymnasium 'Hintcrn Brüdern' hinterließ uns Gifhornern dieses naturgetreu dargestellte Ölgemälde vom Dampfsägewerk und der Zimmerei der Eheleute Gustav und Gertrud Brennecke, geborene Reinebeck. Diese Darstellung mit Blick auf Brenneckes Pferdekoppel und auf das weite Allertal entstand vor über siebzig [ahren. Ganz links im Bild erkennt man das Wohnhaus mit einem Krüppelwalmdach. In späteren Iahren füllte sich der Rundholzplatz mit bis zu 1 m dicken Eichenstämmen, die aus benachbarten Forsten mit Pferde gespannen angefahren wurden. Ein großer Gedenkstein in Kästorf erinnert heute noch an den Holzfuhrmann WoIter. Dieses Sägewerk besaß als einziges der vier GifhornGamsener Sägewerke ein Ho-

rizontalgatter, um die überstarken Eichenstämme einmal mittig horizontal zu trennen. Leider kehrten beide Söhne, Otto und Gustav, aus dem letzten Krieg nicht zurück.

61 Rechts im Bild erkennt man im Stern nunmehr die Inschrift 'Ratsschànke' , nachdem dieser Gasthof und Ausspann bis vor sechzig [ahren über mehrere Generationen den Namen Gasthaus 'Zurn Stern' trug. Vor dem Eisenwarengeschäft Schütte biegt auf der rechten Seite von der ehemaligen Hauptstraße (heute Steinweg) die Rathausstraße ein. Hinter dem Haus Schütte und der Allerbrücke befand sich die Tabakgroßhandlung Koch - vormals Schlachterei Flohr. Weiter zu erkennen hinter dem Allerbrückengeländer sind Bäckerei und Café Meinecke, Textilhaus Hempel, Malermeister Oelkers (später Baars) und das Superintendentenhaus. Links

hinter den Linden sind noch das Lichttransparent vorn Hotel Gifhorner Hof sowie Blumenkästen vor dem Haus erkennbar. Daneben befinden sich der Kaufmann Martin und der Buchbinder Zuch.

Die Straße ist noch mit kleinen Blaubasaltsteinen gepflastert, und der Bürgersteig hat im Seitenraum runde 'Katzenkopfsteine' .

62 Vor 133 [ahren - am l. Oktober 1864 - gründete der Kunstdrechslermeister August Wilhelm Schütte seine Firma. Das Foto zeigt den Umbau nach 1907. Rechts neben dem 'SchûttcBau' erkennt man das stufenweise vorkragende Fachwerkgebälk des Schwitzing-Hauses. Zunächst lag die Firma Schütte auf der gegenüberliegenden Seite im jetzigen Schuhhaus Grosse. 1867 kaufte Schütte auf der Stelle des heutigen Anwesens eines der dort stehenden drei Häuser. Bei einem Brand im [ahre 1871 gingen alle drei Häuser in Flammen auf. Hiernach teilten sich der Fleischerm eist er Flohr und A. W Schütte die Grundstücke und bauten umgehend ihre Geschäfte in vergrößerter Form auf, wobei Schütte das Eckhaus zur Rathausstraße wähl-

te. 1896 übernahm Sohn Hugo das Geschäft. Er ließ dieses 1907 mit Fachwerk reich verzieren, um ein Stockwerk erhöhen und mit einem Erker-Eckturm versehen.

1946 übernahm Sohn Wil-

helm die Eisenwarenhandlung, der bereits mehrere Abteilungen, wie Porzellan, Glas, Haushaltsgeräte aller Art, Angelsportgeräte und Maschinen verschiedener Fachbereiche angegliedert

waren. Heute liegt die Geschäftsleitung in den Händen derTochter, Käthe van Ey, geborene Schütte, und Dietmar van Ey.

63 In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg kamen auch in Gifhorn 'Notgutscheine' an Geldes statt in Umlauf. Die Fa. W Limberg und Co., Glashüttenwerke Gifhorn, gab bereits am 1. März 1920 drei Gutscheine im Werte von 10, 25 und SO Pfennigen heraus. Diese Gutscheine verloren ihre Gültigkeit - wie auch die Gutscheine in anderen Städten - wenn sie nicht innerhalb von drei Monaten nach erfolgter öffentlicher Aufforderung eingelöst waren. Der Firmenchefbzw. der Bürgermeister unterschrieb diese Geldwertscheine.

64 Über ein [ahr später legte die Stadt Gifhorn am 1. Juni 1921 ihre vier Geldgutscheine in den Werten 5 Pfg,

10 Pfg, 25 Pfg und 50 Pfg auf. Auf dem 5-Pfg-Schein hat der Zeichenoberlehrer Otto Krone aus Braunschweig den sparsamen 'Opa' Fricke auf seinem Geld sitzend dargestellt. Den 1 O-Pfg-Schein ziert ein Schäfer der Gifhorner Heide, auf einem Findling sitzend und Strümpfe strickend. In der Ferne steht das riedgedeckte Krüppelwalmdachhaus des Heidebauern.

65 Auf dem 25-Pfg-Notgeldschein erkennt man von der Lüneburger Straße aus bliekend - den Cardenap mit dem Ise- Tosbecken der Liedtke-Mühle. Auf dem Wasser schwimmt der typische Gifhorner Fischerkahn. Auf dem 50-Pfg-Schein hat der Zeichner den Steinweg mit Blick auf St. Nicolai und den Marktplatz dargestellt. Es sind rechts die Häuser Schwerdtfeger, Schloßapotheke, Salge, Kavalierhaus undAmtshaus erkennbar.

66 Eine fast naturgetreue Wiedergabe des gesamten Glashüttengeländes zeichnete ein Freund des Hauses Bösenberg in den zwanziger [ahren als Jubiläumsgeschenk. Im Hintergrund sind einzelne Häuser zusätzlich mit erfaßt. Die Park- und Gartenanlagen fielen dabei recht großzügig aus, und das Anwesen in der Bodemannstraße - die Villa Bösenberg - übernahm der Zeichner maßstabsgetreu links unten mit in den Glashüttenkomplex. In der Mitte am Horizont schaut die katholische Kirche St. Bernward herüber. Links oben erkennt man die Hüttenkokerei mit den Rohrleitungen. Der Gifhorner Heinz Niemes stellte dieses Bild zur Verfügung.

W LIMBERG &C2 G1A5HOUEMWERK. GI~HO

( MOY. tlMK)

GEGRÜNDET 1878.

67 Für ein Bürgergewinngeld in Höhe von 12 Mark beurkundete der Magistrat der Stadt Gifhorn am 21. März 1903 diesen BürgerBrief für den Glasmacher Heinrich Buthe. Die Höhe des Bürgergewinngeldes war nicht als einheitliche Summe festgelegt.

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68 Anläßlich des 60jährigen Jubiläums der Gifhorner Glashütte stellte unsere Allerzeitung - Reporter Hans-Joachim Volland - eine Fotoserie von der Glasherstellung und Bearbeitung an den Maschinen für die Leser im Kreise Gifhorn zusammen. Diese Gesamtfotoserie ist heute im Kreisheimatmuseum des Schlosses in einer Sonderschau zusammen mit kostbaren Gläsern zu sehen. Auf den Fotos sieht man die Glasbläser und die Glasschleifer bei der Arbeit. In der Glashütte wurden sowohl mundgeblasene als auch maschinell hergestellte Gläser produziert.

69 Die Gaserzeugungsanlage der Glashütte stellte für den EigenbedarfLeuchtgas zur Erzeugung von Hitzeenergie

zur Herstellung von Hohlglas her. 100 m westlich dieser Anlage erzeugte das Gaswerk der Stadt Gifhorn Leucht- und Heizgas für die Gifhorner Bürger. Dem Werksingenieur Herbert Schulze - hier rechts im Foto - oblagen alle Wartungen und technische Neuerungen des gesamten Maschinen- und Fahrzeugparks der Hütte.

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