Gifhorn in alten Ansichten Band 2, 800 Jahre: 1196/97-1996/97

Gifhorn in alten Ansichten Band 2, 800 Jahre: 1196/97-1996/97

Auteur
:   Ulrich Tietje
Gemeente
:   Gifhorn in alten Ansichten
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6397-2
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gifhorn in alten Ansichten Band 2, 800 Jahre: 1196/97-1996/97'

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70 Nur wenigen Neu-Gifhorner Bürgern ist das große, zum Teillandwirtschaftliche Anwesen des Clausmoorhofes am östlichen Ende des 2. Koppelweges bekannt. Die Alt-Gifhorner erinnern sich

noch an die Arbeiterkolonie Clausmoorhof. Der Verwalter August Grothaus leitete mit seiner Frau und später mit dem Sohn Günter diesen Betrieb für arbeitslose Männer über zwei Generationen lang.

Beide Postkartenfotos entstanden vor etwa 45 [ahren. Der Betrieb wurde 1931 gepachtet und eingerichtet.

71 Die Eisenbahnlinie Triangel-Gifhorn konnte am 1. Juli 1890 eingeweiht werden. Auf halber Wegstrecke entstand damals die stählerne Eisenbahnbrücke über die Aller im Dragenforst. Auf dieser Ansichtskarte vom Bahnhof Gifhorn-Stadt schickten Gustav undAdolfPlagge Grüße aus Gifhorn an Fräulein]. Feldmann in Hannover. Der Gifhorner Poststempel datiert vom 8. Oktober 1915, 5-6 vormittags. Für diese Aufnahme ließ der Fotograf sicher alle Bahnbediensteten des Bahnhofs erscheinen. Den überdachten Pergolenvorbau ziert ein flächiges Rankengewächs. Es ist davon auszugehen, daß die Bahnhofsuhr noch von Hand aufgezogen werden mußte, da Gifhorn erst acht [ahre später mit Strom versorgt wurde. Die beiden Bahnsteigleuchten an den hohen Stahlmasten waren

in der Regel an einem Stahlseil montiert zum Herablassen für die Reinigung und für das Nachfüllen der Leuchtmittel. Rechts im Bild erkennt man die üblichen Gifhorner Gaslaternen. Die horizontal

verlaufenden Drähte im Vordergrund dienten der Signalbedienung.

Bahnhof, Gifhorn Stadt

72 Dieses Foto vom Bahnhof ist kurz nach der Jahrhundertwende entstanden, als der

Zug die bereits fertiggestellte Strecke zwischen Uelzen und Braunschweig befuhr. Das 'Lokomotivchen' mit hohem Schornstein läßt darauf schließen, daß nur kleinere Mengen an Wasser und Kohle als Energiespender zu fassen waren. Beides füllte man am Lokomotivbahnhof Isenbüttel-Gifhorn auf Die beiden Gaslaternen sind an Konsolen montiert zur Beleuchtung des Güterschuppens und des Bahnsteigs 1. Der vierrädrige Bahngepäckhandwagen leistete über fünfzig [ahre seine Dienste. Die kurze Anstellleiter am Rampenbeginn benötigte man sicher zur Pflege der Bahnhofsuhr sowie zum Auswechseln der Leuchtstrümpfe und Zylinder an den Leuchtkörpern.

73 Der Magistrat - Bürgermeister Müller - erteilte am 16. Mai 1890 dem Kunstund Handelsgärtner Carl Bühring (s. beide Bilder) einen Auftrag über die Pflanzung einer 67 Meter langen Weißdomhecke als Einfriedung für den neuen Schillerplatz. Die Gesamtsumme für die Hecke laut Vertrag belief sich auf 29,48 Mark. Danach wurde ihm ein weiterer Heckenauftrag für den neuen Friedhof erteilt über 330 m Weißdomhecke.

74 Den heutigen 'Rest -Schillerplatz' bezeichnete man nach der Trackenlegung, Befestigung und Bebauung in den [ahren 1 845 bis 1847 als 'Platz vor dem Braunschweiger Tor'. Diese Postkarte mit dem Kriegerdenkmal, hohem Baumbestand und einer umfassenden Weißdornhecke ist 1910 nach Hannover gesandt worden. Die abgebildete Hecke wurde vor über 100 [ahren von dem Gifhorner Kunstgärtner ]. Bühring für 29,48 Mark gepflanzt. Das Foto mit der westlichen und östlichen Straßenseite nahm Carl Dänzer vom Hause des Tischlermeisters Bleyer auf Auf der Westseite erkennt man das zweigeschossige rate Backsteinhaus von Georg

Cohrs, das Haus Markmann mit dem Frisörmeister Artur Kunze, dieA.o.K., den Südgiebel des Buchhändlers Carl Dänzer. Rechts neben dem Kriegerdenkmal sieht man im Hintergrund einen ersten Te-

legrafen-A-Masten, östlich das Kaufhaus Meinecke, die Schlachterei Müller - später E. Lehmann - und das Haus des Dachdeckermeisters Walter Bohndieck. 1995 wurde dieser Platz endgültig zum Kreu-

zungsknotenpunkt für den gesamten Innenstadtverkehr ausgebaut.

75 Hier präsentiert sich der Schillerplatz mit seinen alten Baumriesen, die in den [ahren der Erstellung des Platzes vor etwa 120 [ahren und danach gepflanzt wurden. Zwei alte Gaslaternen beleuchten in diesem Teil den Schillerplatz. Rechts im Bild - mit einem eisernen Fahrradständer vor dem Haus - befindet sich der Gasthof mit Ausspann von Heinrich Dehler (früher Brehmer), links daneben die Polsterei und das Lederwarengeschäft Faber. Vor dem Hause des Dachdeckermeisters Walter Bohndieck steht die zweite Gaslaterne. Im Hintergrund erkennt man das Haus des Buchhändlers Carl Dänzer; links daneben war einst die AüK. Sehr beachtlich ist der

damalige 'Vcrkchr' vor über zwei Generationen auf dieser heutigen Hauptverkehrsstraße.

76 Im Iahre 1925 entstand dieses Sommerfoto von der Buch- und Papierhandlung sowie Buchdruckerei Carl Dänzer - Sohn des Fotografen Carl Dänzer - am heutigen Steinweg 92. Senkrechte Bretterverschalung mit farbig abgesetzten Deckleisten über den Fugen zierten zu damaliger Zeit viele Gifhorner Hausfassaden. Zudem schützten diese Holzverkleidungen gegen Kälte, Hitze und vor allem gegen Nässe. Zu beiden Seiten der Straße erkennt man die typische Gifhorner Straßen-Gaslaterne. Zwischen der ehemaligen Ortskrankenkasse und der Buchhandlung verläuft die Rothaller.

77 Das letzte, noch in alter Fassade erhaltene Gebäude auf dem Cardenap ist das Wohnhaus Nr. 1 1. Reich verziert erkennt man die senkrechte obere Bretterverkleidung. Dazu sind die Fugen mit verkürzten, angespitzten Deckleisten versehen. Die unterschiedliche Farbgebung läßt diese Fassade auch in solch einfacher Form sehr heimisch erscheinen. Dazu zählen auch die Sprossenholzfenster mit Kämpfer und Oberlicht zum Öffnen. Deutlich sind die Fenstersturmhaken zu erkennen. Sie dienen zum Feststellen der Fenster beim Öffnen nach außen. Typisch für die 'Gifhorner Haustüren mit Holzkassettenfüllungen' ist ein Sprossen-

fensteroberlicht zur Ausleuchtung der langen Mittelflure. Bretteraußenverschalung en dieser Art sind an alten Gifhorner Wohnhäusern noch in größerer Zahl zu finden.

78 Dieses Bild mit dem Gifhomer Marktplatz vor der St.Nicolai-Kirche nach 1920 zeigt zugleich einen Blick in den gesamten Cardenap bis zur Isebrücke. Der Kaufmann OUo Niemann Nachf., Steinweg 4, wirbt mit seinem weißen Emailleaushängeschild für den Verkauf von Maggi. Im heutigen Schuhhaus Höfer, Steinweg 2, 1570 erbaut, unterhielt der junge Drogist Georg Kimme eine Drogerie und verkaufte Benzin und Getriebeöl an seiner Zapfsäule gegenüber der Drogerie auf dem Marktplatz. Deutlich ist über dem zweiten Dachgeschoß noch die Laderolle mit kleinem Schutzdach zu erkennen. Den Beginn der Torstraße ziert der historische

Ratsweinkeller - vormals Rathaus-von 1562.Die Schutzwände und die Rankzäune für Efeukästen sind bereits für den Bier- und Kaffeegarten aufgestellt. Links vor der Schlachterei Prilop steht

die zweirädrige Postkarre. Die offenstehenden Halbf1ügelfenster lassen auf einen warmen Frühlingstag schließen!

79 Im Scheunenanbau des heute Leifertschen Grundstücks, Steinweg 6, befindet sich in einem Stützbalken des Eichenfachwerkgebälks die in den Fotos dargestellte Namensinschrift 'August Heinrich Renneberg - Dorothea Sophia Rennebergen Geborene Kratzmannen - Anno 1783'. A.H. Renneberg war möglicherweise als Braumeister in der Brauerei am Brauhausweg - heutc ' Am Schloßgarten' - tätig. BeimAbriß des ehemaligen Postgebäudes am Steinweg 6 im Iahre 1906 wurde dieses Fachwerkgebälk für den Scheunenausbau wiederverwendet.

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