Gimborn in alten Ansichten

Gimborn in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. A. Rothkopf
Gemeente
:   Gimborn
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6368-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gimborn in alten Ansichten'

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Vorwort

Als ich gebeten wurde, dasVorwort zu diesem Bilderbuch zu schreiben und dabei auf die kommunalen Neugliederungen von 1969 und 1974 kurz einzugehen, habe ich gerne zugesagt. Ich konnte dies, weil ich für die erste Neugliederung in über zweieinhalbjährigerTätigkeit als Sonderauftrag des damaligen Oberkreisdirektors Dr. Friedrich Wilhelm Goldenbogen die nötige Vorarbeit geleistet hatte. Der Verfasser geht auf diese Neugliederung im Oberbergischen, von der die Gemeinde Gimborn betroffen wurde, gleich am Anfang ein. Seinem lockeren Erzählstil möchte ich auch mein Vorwort anpassen mit der Wiedergabe einer Begebenheit, die ein Schmunzeln auslösen wird, aber die damaligen 'Kämpfe' noch einmal beleuchtet: Eine sogenannte Neugliederungskommission der Bezirksregierung Köln, verstärkt durch einige Beamte des Landesinnenministeriums aus Düsseldorf, bereiste unter der Leitung des damaligen Regierungspräsidenten Dr. Günter Heidecke den Oberbergischen Kreis in der Zeit vom 14. bis 20. November 1967. Den Abschluß jedes Bereisungstages bildete eine öffentliche Anhörung. Eine solche fand auch an einem Abend in der Mittelpunktschule Hülsenbusch-Wegescheid statt. Nach heftiger Diskussion in der Pausenhalle der Schule ging plötzlich das Licht aus. Doch die Dunkelheit dauerte nur wenige Minuten. Als es wieder da war, sah man ein großes Plakat, das Jugendliche von der Empore aus entrollt hatten:

'Wenn es Gummersbach auch juckt - Gimbarn wird nicht geschluckt! '

Kein Zweifel: Die Auflösung der Gemeinde Gimbarn hat damals Wunden geschlagen. Doch nach dem von der Landesregierung und später auch vom Landtag in Düsseldorfherausgegebenen 'zentralörtlichen Gliederungsprinzip' war die Gemeinde Gimbarn leider nicht zu halten.

Inzwischen sind mehr als zwanzig Jahre ins Land gegangen. Nach meinem Eindruck haben sich die auf die vier anliegenden Gemeinden übergegangenen Gebietsteile der Gemeinde Gimbarn dort gut entwikkelt. Das ist auch die Ansicht des Gummersbacher Bürgermeisters Karl Holthaus, der als Bürger von Gimbarn einst unmittelbar betroffen war. Die Wellen haben sich gelegt.

Wir Oberberger mögen mitunter dickköpfig sein - aber Realisten sind wir eben auch.

Gummersbach, im April 1996 Werner Knabe, Gemeindedirektor a. D.

Einleitung

Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit der alten Gemeinde Gimbarn, die heute nicht mehr besteht. Sie ist zwei kommunalen Gebietsreformen zum Opfer gefallen: der kreisinternen Reform von 1969 und der kreisübergreifenden Reform von 1974. MitWirkung vom l.Iuli 1969 wurde der Ostteil der Gemeinde Gimbarn mit den Ortschaften Gummeroth, Karlskamp, Lobscheid, Lope, Strombach und Wasserfuhr der Kreisstadt Gummersbach zugeschlagen. Die Restgemeinde blieb bis zur Kreisneuordnung am 1. Ianuar 1975 bestehen. Dabei hat sie fast 170 Jahre - von 1806 bis 1974 - als eine große Landgemeinde existiert,

die bis vor die Tore der oberbergischen Kreisstadt Gummersbach reichte. Diese hat dann später die meisten ihrer Einwohner in ihr Stadtgebiet aufgenommen. Andere Teile kamen an die Nachbargemeinden Marienheide, Engelskirchen und Lindlar.

Unser Blick richtet sich damit auf einen Landstrich etwa fünfzig Kilometer östlich des Rheins, auf der Höhe von Köln, eingefaßt von den Gewässern der Agger und Wupper, die in ihrem Oberlauf noch Wipper heißt. Es ist das Oberbergische, der südlicheTeil des Bergischen Landes. Es hat seinen Namen nicht etwa von der hügeligen Landschaft, sondern vom Geschlecht der Grafen von Berg. Ihre Verwandten, die Grafen von der Mark, brachten durch Heirat und Verpfändung einen Großteil des Oberbergischen an sich, wo nun eine Grenze entstand. Immer wieder ging es seither in dieser Gegend um Grenzziehungen - und vermutlich ist die jüngste Kommunalreform von 1974 auch nicht die letzte Grenzziehung gewesen. Dort liegen zwischen bewaldeten Höhenzügen und runden Kuppen vier Täler, durchzogen von den Bächen Leppe, Gelpe, Rospe und Strombach, denen wieder kleinere Zuflüsse aus zahlreichen Quellmulden entgegenstreben.

Natürlich stammt der Name dieser Gemeinde von der Ortschaft Gimborn. Dieser leitet sich wiederum von dem Gimbach ab, der bei Boing-

hausen entspringt, und dem eine starke Quelle unmittelbar unterhalb des Gimborner Schlosses zufließt. Hier war ein alter Siedlungsplatz, der im Jahre 1180 erstmals urkundlich für das Kölner Stift St. Gereon genannt wurde: GINBORNE. Durch den dortigen Adelssitz und die sich daraus entwickelnde Landesherrschaft erhielt ein größeresTerritorium den Namen Gimbarn. Dieses dehnte sich seit 1609 unter dem Grafen Adam von Schwarzenberg zu der Reichsherrschaft Gimborn-Neustadt aus. Aber auch der Name diesesTerritoriums, das von 1782 bis 1806 von dem Reichsgrafen Johann Ludwig von Wallmoden-Gimborn als Landesherrn regiert wurde, verschwand in der napoleonischen Zeit von der Landkarte. Zurück blieb dann nach dem französischen Zwischenspiel des Großherzogturns Berg von 1816 bis 1825 ein Kreis Gimbarn in der Rheinprovinz des Königreichs Preußen. 1819 war der Verwaltungssitz dieses kleinen Landkreises (nach der provisorischen Vereinigung mit dem Kreis Hamburg) unter dem gemeinsamen Landrat Franz Garenfeld vom Schloß Gimbarn nach Gummersbach verlegt worden. 1825 wurde er dann endgültig mit dem Kreis Hamburg zum Kreis Gummersbach zusammengelegt.19 3 2 bildete sich aus diesem Kreis Gummersbach und dem größten Teil des Kreises Waldbröl der Oberbergische Kreis. Die Gemeinde Gimbarn nahm darin eine Fläche von 40,9 qkm ein, was ein 1!J6 des damaligen oberbergischen Kreisgebietes darstellte.

Beginnen wir mit Schloß Gimborn. Ihm ist auch unsere erste Zeichnung gewidmet. Sie stammt von einer Landkarte, die 16 1 0 von Jordan von der Waye gezeichnet wurde zur Festlegung der Landesgrenzen der neugebildeten Herrschaft Gimborn. Ganz ungewöhnlich zu der übrigen schematischen Darstellung von Wegen, Bächen und Häusern ist 'Haus Gimborn' naturalistisch wiedergegeben: Ein umwalltes Rechteck mit Innenhof, mehreren Gebäuden und einem kräftigen, viereckigen Turm, dem Burghaus, das eine Spitze mit Treppengiebeln aufweist. Der Gimbach fließt durch das Gelände und speist hinter demselben verstärkt durch die Quelle am Schloß - fünf Teiche. Daran liegen die Kornmühle und der Hammer. Ein Wassergraben um das ganze Areal ist nicht zu erkennen, jedoch um das Burghaus, das nur über ein Brückchen zu betreten ist. Dicht dabei steht die alte Kirche mit spitzem Turm und einem ummauerten Kirchhof Später muß ein Wassergraben das ganze Schloß umzogen haben, denn man sieht noch

heute das vermauerte Eingangstor am Haupthaus mit seitlichen Schlitzen und Rollen für die Ketten einer Zugbrücke. Darüber sind drei Schwarzenbergische Wappensteine eingelassen, die von anderer Stelle hierher versetzt wurden und sich auf Adolf, den Feldherrn, und Adam, den Meister des Johanniterordens in Brandenburg, beziehen. Diese Wappen gehen auf die ersten

Grafen der Rheinischen Linie Schwarzenberg zurück. Adolf verlieh der Kaiser 1599 das erweiterte viergeteilte Wappen mit den blauweißen Streifen und dem Raben auf dem Türkenkopf als Dank für seine Kriegstaten in Ungarn gegen die Türken vor der Stadt Raab (heute Györ). Sein Sohn Adam begründete durch seinen Aufstieg am Hofin Berlin und seine Verdienste um den

brandenburgischen Kurfürsten die freie Reichsherrschaft Gimborn - Neustadt.

Diese frühe Abbildung zeigt noch Gebäude aus dem Jahre 1602, die man heute aufdem Gelände nicht mehr antrifft.

2 Unser erstes Foto gilt ebenfalls Schloß Gimbarn und seiner unmittelbaren Umgebung mit Kirche und Schule im Tal des Gimbaches in einer Aufnahme von 1894. Der damalige Besitzer Baron Franz Egon van Fürstenberg (1842-1909), der das Schloß 1874 gekauft hatte, bewohnte noch das ganze Schloß mit seinen vier Kindern. Die Jahreszahl 1749 schmückt den holzverkleideten Giebel über dem alten Haupteingang. Damals hatten offenbar noch unter den Schwarzenbergern Renovierungsarbeiten stattgefunden. Das Nebenhaus mit dem Mansarddach - in gleicher Weise wie der ältere Teil des Schlosses aus heimischem Bruchstein errichtet - dient heute wieder dem Eigentümer Gimborns alsWohnsitz. Schule und Kirche sind Neubauten aus der Zeit seinesVorgängers, des Grafen Cajus Stolberg zu Stolberg (1797-1874), der die Kirchen-

gemeinde großzügig mit Grundstücken unterstützt hatte für die Neubauten. Die Mauern des Schlosses sind von Efeu überwachsen, der armdicke Ranken bildete und das Untergeschoß in Grün hüllte. Romantisch sind die mächtigen alten Bäume in der unmittelbaren Nähe des Schlosses, besonders eine doppelstäm-

mige Fichte, die sich vor der Südseite in die Höhe reckt. Unter Graf]. L. van Wallmoden-Gimborn, der hier von 1782 bis

1806 noch als Landesherr regierte, war beim Schloß ein englischer Garten angelegt worden, von dem sich der alte Flurname erhalten hat. Der große Gartenfreund, der auch in Hannover

um sein dortiges Palais einen englischen Park schuf, könnte die Fichten hierher gesetzt haben.

3 In einerAufnahmevon 1909 sehen wir das Schloß von seiner Hofseite. Der Eingang in das Schloßgelände, das zur Straße von einer Mauer abgeschirmt wird, liegt in der Westecke der Anlage. Dort stehen heute zahlreiche Grenzsteine an den Rändern des Rasens, offensichtlich später hier her versetzt von den herrschaftlichen Grenzen. Mal nennen sie die alte Wasserburg Eibach mit Jahreszahl, mal zeigen sie das herrschaftliche Wappen. Im Innenhof ist auf den frühen Fotos am Schloßbau eine Veranda zu sehen, die vom ersten Stock aus zu betreten ist und auf gotisierenden Arkaden ruht. Sie ist überdacht und von einem Holzgeländer umzäunt. An Wasser zur Füllung des Schloßgrabens hat es obendrein nicht gemangelt. Hier sehen wir noch einen Teich als Zierde des Parks im Vordergrund. Heute sind die Wassergräben nur noch als seichte Einsenkungen im Wiesengelände zu sehen und

die Teiche weitgehend zu Wiesen geworden. Vor den Arkaden liegt der Eingang zur Quellstube. Umbauten und Neubauten formen heute drei Komplexe: Das Schloß mit vierTürmen, daran angrenzend ein Haus mit Mansarddach und rechtwinklig dazu stehend das flache Wirtschaftsgebäude. Die schiefergedeckten Turmhel-

me auf achteckigen Laternen tragen kunstvolle Wetterfahnen. Der Westturm steht dabei etwas abgesetzt vom Haupthaus und zeigt mit der größten Mächtigkeit und den Schießscharten noch am meisten von dem alten Burgcharakter. Die eisernen Wetterfahnen zeigen die Jahreszahl 1749, das Schwarzenbergische Wappen, ei-

nen Krieger und an der Spitze einen Säbel schwingenden Reiter. Große S-förmige Maueranker müssen auch heute noch das rissige Gemäuer zusammenhalten; vermauerte oder neu eingesetzte Fenster mit gotischem Giebel zeugen von den vielen Umbauten.

Schloss Gimborn.

4 Der Erhalt eines Adelssitzes ist in der nachfeudalen Zeit eher eine unwirtschaftliche Last, wenn nicht eine wirtschaftliche Nutzung der großen Baurnasse mit ihren dicken Wänden und hohen Decken gefunden wird. Auch als Sitz einer Forstverwaltung, wie sie die Eigentümer von Schloß GIMBORN betrieben, eignet er sich in unseren Zeiten nicht mehr. Andererseits hatten solche Sitze auch eine repräsentative Ausstrahlung: So belegten französische Truppen das Schloß nach dem Ersten Weltkrieg. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die amerikanische Besatzung einer nahen Raketenstation das Schloßgelände, ebenso wie später ein Hotelier, der die auf dem Schloßhof angelegten Tennisplätze bespielen ließ. Alle diese Nutzer mit ihren Umbauten und Plänen sind längst wieder verschwunden. Im Leppetal irritierte aber auch zusätzlich in den sechziger Jahren der Plan einer neuen Talsperre die Entwicklung. So war eine solche mit dem Fassungsvermögen von 10 Mio.

cbm im oberen Leppetal zwischen Hütte und WilhelmsthaI

vorgesehen. Häuser auf dem Talgrund wurden schon den Eigentümern abgekauft (Untererlinghagen). Der Wasserspiegel hätte sich dann bedenklich auf das alte Schloß zubewegt, und ein Großteil seines Waldes wäre in den Fluten versunken.

Seit 1969 ist Schloß Gimborn, das in seinem Hauptgebäude ziemlich heruntergekommen war, angemieteter Sitz der Internationalen Polizeiassoziation (IPA), die dort heute nach erheblicher Innenrenovierung Schulungen und Tagungen abhält (IBZ). Bis es so weit war, mußten noch drei Jahre vergehen. Es kam

nämlich während der Umbauten und Reparaturen am 4. Dezember 1971 zu einem Großbrand, der alle Feuerwehren der umliegenden Ortschaften zum Einsatz forderte. Nun mußte die Renovierung noch grundlegender durchgeführt werden, so daß von alter Ausstattung und Dekoration in den Innenräumen nicht mehr viel übrigblieb. Durch ihre freiwilligen Arbeitseinsätze zur Erneuerung hat die Polizeiassoziation wesentlich zum Erhalt des Schlosses beigetragen. 1971 konnte man durch dessen verbrannte Holzfußböden durch die Stockwerke in den Himmel se-

hen. Vortragssäle mit Dolmetschanlagen und Schaukästen, Schlafräumen und gemütlichen Stuben für die Freizeitgestaltung bilden nun die Inneneinrichtung dieses Hauses. Die alten steinernen Stallungen sind als Wirtschaftsgebäude für die Tagungsstätte hergerichtet. Das Motto des Hauses lautet: 'Dienen durch Freundschaft'. So trägt der namengebende Adelssitz als Begegnungsstätte von Menschen vieler Nationen den alten Namen weit hinaus, wo er viele Freunde gefunden hat.

5 Diese Aufnahme zeigt einen Blick ins Innere des Schlosses, auf den Kamin und seine Dekoration. Daß auch in unserem Jahrhundert noch Ölbilder der Schwarzenberger hier hingen, zeigt die Tatsache an, daß die nachfolgenden Besitzer sowohl Immobilien als auch Inneneinrichtung mit ihrem Kauf erwarben. Über der Feuerstelle prangt Fürst Josef 1. Adam von Schwarzenberg (172 2-17 82), der die Verkaufsverhandlungen aufnahm, durch die Gimbarn seinem Hause verloren ging. Einige Bilder aus Schloß Gimbarn sind mittlerweile aufSchloß Hamburg zu sehen, im Museum des Oberbergischen Landes bei Nümbrecht.

6 Mit diesem Foto aus den dreißiger Jahren wenden wir uns dem Kirchengebäude beim Schloß zu. Es liegt an der Pastoratsstraße, die an der alten steinernen Schule beginnt und zum Doppelgebäude von Pastorat und Kaplanei - heute durch einen flachen Zwischenbau verbundenführt. Der alte Friedhof rund um die Kirche ist verschwunden, heute dehnt er sich westlich am Berghang aus - überragt von einer Kriegergedenkstätte. Er hat einen abgetrennten Teil für die Familie der Reichsfreiherren von Fürstenberg, deren Mitglieder aus drei Generationen dort begraben liegen. Der älteste Grabstein auf dem allgemeinen Teil gehört dem Gimborner pfarrer AdolfHöller (1903). Ältere Grabsteine sind etwas abseits an der Pastoratsstraße deponiert. Sie reichen in die Schwarzenbergische Zeit zurück (1649), ein größerer, ziemlich abgewetzter

gehört vermutlich E. von Escherich, Gimborner Oberamtmann (1765-1772), und seiner Frau. Entlang den Straßen rund um das Schloß zeugen steinerne Kreuzwegstatianen von der seit Jahrhunderten verwurzelten katholischen Konfession. An der aus Lindlarer Sandstein erbauten Kirchenwand verrät ein gußeiserner

Maueranker 'erbaut 1867'. Es ist also ein Neubau, der die frühere, noch romanische Kirche ersetzt hat. Im Südwesten steht der vorgesetzte Turm aus drei Stockwerken mit einer spitzen Schieferhaube. Durch ihn betritt der Besucher eine lichte, neugotische Halle, dreischiffig auf sechs schlanken Säulen aus schwarzem

schwedischem Basalt ruhend. Ein Dachreiter krönt den tiefergelegenen Chor.

7 Die Aufnahme aus dem Kircheninnern stammt aus der Zeit um die Jahrhundertwende. Die katholische pfarr kirche ist Johannes dem Täufer geweiht, sie gehört zum Dekanat Gummersbach. Die frühere Innenausmalung und der Schmuck mit keramischen Wandkacheln der Firma Villeroy und Bach vom Anfang dieses Jahrhunderts sind heute weitgehend verschwunden. Neben den alten Messingleuchtern sind aber auch damals schon elektrische Lampen montiert worden. Der Figurenschmuck stammt teilweise noch aus der Vorgängerkirche. Man sieht den Hauptaltar und zwei Nebenaltäre, rechts mit einer Marienstatue als Stiftung der Grafen von Stolberg. Hier hat sich der Zeitgeschmack bei der Innendekoration gewandelt, die nun in weiß strahlt. Ein wertvolles Relikt aus der alten Kirche ist auch der weiße Epitaph Graf Adams von

Schwarzenberg. Seine Darstellung zeigt im Hochrelief das Bild des knienden Landesherrn und Ordensmeisters vor einer Strahlenmadonna.

8 Das ganze Ensemble wird deutlich auf einer Luftaufnahme der fünfziger Jahre. Am Schloß ist die Bedachung der Veranda mittlerweile abgebrochen. Die alten Wirtschaftsgebäude vom Schloßhoflugen über den Fichten hervor. Parallel dahinter liegt die alte Rentei, ein siebenachsiger Fachwerkbau, und dahinter dessen Wirtschaftshof Die neue Rentei ist noch nicht erbaut. Überall wird noch eifrig Gartenbau betrieben. Rechts davon liegt das Schloßhotel und Restaurant, damals unter der Leitung von W Schamoni.

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