Gimborn in alten Ansichten

Gimborn in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. A. Rothkopf
Gemeente
:   Gimborn
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6368-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gimborn in alten Ansichten'

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60 Ein weiterer Ort, der ebenfalls wie Hülsenbusch oder Berghausen ein Knotenpunkt an mehreren Wegen war, muß hier genannt werden: Strombach. Auch hier gibt ein Gewässer den Namen wie in Gimborn. Es ist der Strombach, der oberhalb von Gummeroth entspringt, dann unterhalb die Orte Lope, Hardt, Hanfgarten und Liefenroth tangiert und bei Vollmerhausen in die Agger mündet. An ihm zog sich ein Weg nach Süden entlang, der im Ort Strombach den Weg von Gummersbach nach Hülsenbusch kreuzte. 198 1 feierten die Strombacher ihr 600jähriges Ortsjubiläum, wobei sie sich auf eine Urkunde stützten, die eine Stiftung an die Kirche in Ründeroth mit Einkünften aus 'Strembecke' macht. Die Aufnahme zeigt das Dorf 19 14.

61 Auch hier, nur noch drei Kilometer vor der Kreisstadt, entwickelte sich ein eigenes dörfli ches Leben mit Vereinen ( Gesang-, Musik-, Krieger- und Turnverein) ,Festen und den dazugehörigen Gaststätten. PoststeIle, Geschäfte, Milchverkauf, Schnapsbrennerei und Mühlenbetrieb am Strombach ließen hier den Verkehr zusammenlaufen. Wir sehen Bauernhofund Gasthaus F. Schöneborn, heute 'Zum Lambachtal' .

62 Die Bedeutung der Gaststät ten, die sich auch sonst in fast jedem noch so kleinen Ort fanden, kann man für das Leben in den Dörfern nicht hoch genug veranschlagen. Sie waren die Versammlungslokale der Vereine, die Treffpunkte zu Geschäften und Geselligkeiten und enthielten oft sogar einen Festsaal für Aufführungen, Tanz oder Gesang. In einem Schreiben an den preußischen Landrat meldet der Gummersbaeher Bürgermeister Chr. Bickenbach, der selbst in Strombach wohnte, die Gastwirtschaften der Gemeinde Gimbarn: 1846 - also noch vor der Zeit des Fremdenverkehrs - zählt er insgesamt 28, davon fünfin Hülsenbusch, je drei in Berghausen und Wegescheid und je zwei in Strombaeh, Erlinghagen, Gummeroth, Remshagen und Lobscheid und eine in Gimbarn, ]edinghagen, Nieder- und Obergelpe, Flaberg, Leiberg und Lützinghausen. Die

Bedeutung eines Ortes konnte man auch aus der Anzahl seiner Gaststätten ablesen. Diese machten später durch Postkarten auf sich aufmerksam, die die Ausflügler oder Pensionsgäste in alle Welt verschickten. Dadurch sind manche Ansichten erhalten geblieben, die es heute ebenso we-

nig gibt wie die alten Gaststätten selbst. Totalansicht mit Gasthaus F. Schöneborn 1936.

S!rombach

63 Die Industrialisierung in der Umgebung führte zu veränderten Einwohnerzahlen, frühere Zentren fielen zurück, neue wuchsen an. Bei derVolkszählung von 1905 war Strombach der größte Ort der Gemeinde Gimbarn mit 465 Einwohnern geworden. Längst konnten sich von diesen nicht mehr alle in der Landwirtschaft ernähren. Das Foto zeigt den BauernhofK. Lobscheid mit Mühle am Strombach, davorTransportwagen für den Vollmilchverkauf in Flaschen, etwa 1908.

64 Von Strombach konnten die Ausflügler zu den Aussichtstürmen wandern, die den gepriesenen Blick auf die waldigen Höhen ermöglichten. Anfänglich waren sie Holzkonstruktionen, die die Zeiten nicht überdauern konnten. Nur dort, wo derTurm durch einen Steinbau ersetzt wurde, wie 1936 auf der Gummershardt (437 m), haben sie sich erhalten - wobei aber heute die moderne Fernmeldetechnik für den Erhalt sorgt, nicht mehr derTouristenstrom. Hier gabelt sich der Weg am Strombach vor der kahlen Anhöhe, auf der heute auch ein Umsetzer installiert ist nach Lope bzw. Lobscheid und nach Hanfgarten. Diese Postkarte, gestempelt 1907, ist von einem 'Gimborner Gebirgsverein' herausgegeben.

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aus Str~mbac;'.

65 Der Aussichtsturm in Lobscheid auf dem Burgberg ist längst verrottet, aber einst war auch dieser Ort zwischen den Wäldern ein begehrtes Ausflugsziel. Die Karte zeigt Lobscheid mit Aussichtsturm 1940. Die Lage zwischen den Orten Dieringhausen und Strombach, wohin sich die Einwohner auch zu Arbeit und Einkauf orientierten, spiegelt sich ebenfalls in dem Herkommen der ersten dortigen Chorleiter wider. Der 1883 gegründete Männergesangverein wurde mal von einem Strombacher, mal von einem Dieringhauser Lehrer dirigiert. Später übernahmen Lehrer der Lobscheider Volksschule, die 1905 ihr eigenes Gebäude im Ort bekam, den Dirigentenstab. Stolz ist der Ort auch auf die frühe Gründung eines eigenen Frauen- und Mädchenchores im Jahre 19 19.

66 Die Höhen geben hier einen weiten Blick frei auf die oberbergische Landschaft. Neben den zwei Gaststätten konnte sich dort für die Ausflugsgäste eine Bäckerei mit Café etablieren. Die Karte aus den fünfziger Jahren zeigt den Blick vom Aussichtsturm auflobscheid im Tal des Burbaches und den gegenüberliegenden Eckkopf (3 75 m).

67 Vielleicht hat die Verbundenheit mit den anderen Gesangvereinen der Gemeinde Gimborn dann auch 1898 zur Gründung des Schwarzenberger Sängerbundes geführt. Hier sehen wir das erste Sängerfest des Schwarzenberger Sängerbundes am V.August 1899 in dem Ort Wasserfuhr, der auch zur Gemeinde Gimborn gehörte.

68 Der OrtWasserfuhr lag so nah an der Kreisstadt, daß die Karte von etwa 1920 ihn schon zu Gummersbach zählt, obwohl er zur Gemeinde Gimborn gehörte. Land- und Forstwirtschaft bildeten den Broterwerb der Einwohner, aber auch der Bergbau nach Bleierz war ein Zubrot bis zur Stillegung 1910. Bezeichnenderweise heißt der Berg über dem Ort der Stahlberg (355 m). Zwei Gaststätten sorgten auch hier für die Geselligkeit, und als eine von diesen 1907 noch ein Naturbad angliederte, war das eine Ausflugsattraktion selbst für die nahen Städter.

69 Der andere Weg van Strombach nach Süden, der am Bach entlangführt, brachte den Wanderer nach Hardt-Hanfgarten, eine bäuerliche Siedlung mit nur wenigen Häusern. Aber selbst hier findet sich bis heute eine Gaststätte mitTradition. Sie ist, wie so oft, als Nebenerwerb aus einem landwirtschaftlichen Betrieb hervorgegangen. Hier sieht man Haus Middelhoff in Hanfgarten vor dem An ba u der Gaststätte mit seinem Besitzer, der als Jäger posiert, fotografiert vor 1900.

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