Gimborn in alten Ansichten

Gimborn in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. A. Rothkopf
Gemeente
:   Gimborn
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6368-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gimborn in alten Ansichten'

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70 Man nannte den Ort auch Niederstrombach. Ackerflächen und Wiesen dehnen sich über sanfte Kuppen aus, deren Höhen von Wald bestanden sind. Hier hatte der Bauer auch seinen 'Busch'. Das Foto zeigt die Dorfbewohner bei der Kartoffelernte 193 1. Von hier führte der Weg durch ein sich zunehmend verengendes, waldigesTal nach Liefenroth, dem südlichen Zipfel der Gemeinde Gimbarn.

71 Ganz an der Grenze zu Gummersbach lag der HofSteinenbrück, ein altes Gut, das einst der Familie von Omphal, später dem Reichsgrafen WallmodenGimbarn, gehört hatte und zuletzt im Besitz der westfälischen Fürsten Salm-Horstmar war. Die Waldungen ringsum gehören ihm noch heute, wie die Bäume an der Straße nach Karlskamp, die noch etwas von der Trennung der alten Weiler durch Wald und Flur erahnen lassen. Nur der Name dieses Hofes hat sich für den neu entstandenen Ortsteil der Kreisstadt erhalten, die das Gelände schon 1956 der Nachbargemeinde Gimbarn zur Stadterweiterung abgekauft hatte. Die Aufnahme zeigt Hofund Umgebung im Iahre 1955.

72 Hier wird zwischen Steinenbrück und Wasserfuhr mit dem pferd und der Hilfe der Jugend, die auf dem Bild bei der Pause überrascht wurde, die Kartoffelernte eingebracht. Das ist noch Handarbeit, und es können auch Kinderhände dabei gut gebraucht werden. Der Blick geht über den Acker auf die nahe Kreisstadt Gummersbach, von der zwei Schornsteine und ein Kirchturm zu ahnen sind.

73 Zu dem Hof gehörte auch eine Kornmühle, ein Bruchsteingebäude mit Fachwerkaufsatz aus dem frühen 19. Jahrhundert, die aus einem umgebauten Hammerwerk hervorgegangen war. Beide Anlagen wurden von der Wasserkraft des Rospebaches angetrieben, der in Wasserfuhr aus zwei Bächen zusammenfließt und in Vollmerhausen in die Agger mündet. Der Weg von links kommt von Strombach. Die Karte zeigt die Mühle um 1920.

74 Den Namen hatte der Hof von einer steinernen Brücke über den Rospebach. Die heutige Brückenstraße bewahrt noch diese Erinnerung. Seine Gebäude, Stallungen und die zugehörige Kornmühle - die erst ein Reckhammer war -wurden 1962/63 niedergelegt, um der Neubausiedlung Platz zu machen. Die alte Linde, die einst vor dem Hof stand, ragt heute noch etwas unmotiviert als letztes Relikt jener Anlage in die Straße. Sie ist als Naturdenkmal geschützt. Die Aufnahme stammt von 1943.

75 In der Gemeinde Gimbarn befanden sich weitere Naturdenkmäler. Dazu gehörten und gehören noch die Linde von Rodt, die riesigen Fichten rund um Schloß Gimbarn und die sogenannte Zigeunerfichte an der ehemaligen Haltestelle Gimbarn der Kleinbahn. Sie stehen bis heute, nicht zuletzt wegen des besonderen Schutzes, den die Militärregierung in der Notzeit nach dem Krieg für sie verfügte. Sie ließ 1949 im Kreisblatt alle derartige Naturdenkmäler öffentlich bekanntgeben, damit auch die 'Evakuierten und Ostvertriebenen' sie kennenlernen sollten und sie unangetastet blieben. Das Foto zeigt die Gimborner Zigeunerfichte.

76 So sind wir bei der Rundreise wieder in Gimborn gelandet mit seiner alten Tradition rund um das Schloß. Dazu gehört nicht zuletzt das jährliche Schützenfest mit dem Schießen des Königsvogels, dem Umzug und der Begrüßung durch den Schloßherrn. Zwei dieser stolzen Schützenkönige zeigen die nächsten Aufnahmen: Hubert Börsch, den König von 1870, undHubert Spiess, den von 1914.

Schlußhetrachtung

Die Generalkarte des Parcellarkatasters von 1832 verzeichnet für die Gemeinde Gimbarn 31 Fluren, die noch fast ganz mitWald bedeckt sind. Verstreut darin sind die Ansiedlungen mit umgebenden Wiesen und Feldern, teils auf den Höhen, teils in den Tälern, wo diese sich weiten. Es kamen gegenüber dem damaligen Stand mit der Zeit noch einige Neuansiedlungen hinzu, die auch neue Namen der Karte hinzugefügt haben. Zuletzt gehörten zu der Gemeinde Gimbarn neben den alten bzw. neuen Verwaltungssitzen Gimborn und Hülsenbusch die Dörfer und Weiler, Höfe und Häuser von Apfelbaum, Berghausen, Birnbaum, Boinghausen, Dürhölzen, Elbach, Erlinghagen, Flaberg, FelsenthaI, Gummeroth, Hagen, Herreshagen, Hütte, Jedinghagen, Kaiserau, Kalkkuhl, KarIsthal, Karlskamp, Leiberg, Lobscheid, Lützinghausen, Neuremscheid, Niedergelpe, Nachen, Obergelpe, Peisel, Recklinghausen, Remshagen, Rennbruch, Rodt, Steinenbrück, Strombach, Vor der Lope, Wasserfuhr, Wegescheid, WilhelmsthaI, Würden und ThaI.

Natürlich kann ein so kleines Buch nicht der Dorfgeschichte aller Orte der alten Gemeinde Gimborn gerecht werden. Es mußten thematische Schwerpunkte gesetzt werden. Das Postkartenmaterial ist reichhaltig, da die Gegend sich früh dem Tourismus öffnete. Viele Karten gingen vor dem Ersten Weltkrieg auch ins Ausland z.B. nach Belgien, später überwogen als Zielorte die Großstädte an Rhein und Ruhr. Ergänzt sind sie durch private Aufnahmen, die das dörfliche Leben festgehalten haben, und Dokumente der ansässigen Industrie. Dies spiegelt auch den Spannungszustand der Gegend zwischen Naherholungsgebiet und Industriestandort wider.

Es ist zu hoffen, daß Einheimische einige Erinnerungen auffrischen

können, Neubürger über die Vergangenheit Interesse an ihrer neuen Heimat gewinnen, und Fremde etwas von der Geschichte dieser Gegend erfahren, in der sie auch heute noch schöne Wanderungen und gemütliche Rast machen können. Ob der Begriff der Sommerfrische ausgestorben ist, wird die Zukunft zeigen. Vieles von der alten touristischen Infrastruktur ist verlorengegangen und genügt nicht mehr heutigen Ansprüchen. Wenn die Sonne warm scheint, der Himmel sich blau wölbt, die Wälder duften und die Bäche rauschen, kann man auch in Gimborn eine Nostalgie verspüren nach den Sommern vergangener Jahrzehnte.

Ein Teil der Postkarten ist durch den Briefmarkenstempel zeitlich zugeordnet worden, die Aufnahmen können natürlich älter sein. Meist tragen sie keine handschriftlichen Daten und auch kein Herstellungsdatum des Verlages. Private Aufnahmen können meist zeitlich nur geschätzt werden.

Besonders herzlich habe ich Herrn Jürgen Woelke zu danken, dem HeimatkundIer im Oberbergischen, der den Text kritisch geprüft und mir wertvolle Anregungen gegeben hat, und Herrn Werner Knabe für sein Vorwort und die Korrektur. Ich bedanke mich für Auskünfte und Bilder bei den Vereinsmitgliedern der Oberbergischen Abteilung des Bergischen Geschichtsvereins e.V: F. Klein, G. Bickenbach, Chr. Krapoth,

K.-H. Scherkenbach, M. Schrader, G. Schrader-Larnprecht, K. Niebel, R. Rode, G. Brunöhler, R. Czelk, H.-]. Baudach, W Kellermann sowie bei Herrn P. Schmidt vom Werksarchiv der Fa. Schmidt & Clemens, Kaiserau, Herrn Pfr. E. Erlinghagen, Gimbarn, und Herrn Reitmeister vom Heimatbildarchiv aufSchloß Hamburg, Nümbrecht.

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