Glashütten in alten Ansichten

Glashütten in alten Ansichten

Auteur
:   Helmut Müller
Gemeente
:   Glashütten
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4592-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Glashütten in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

'Wie war das denn früher nur gewesen?' wird heute oft gefragt, und es folgen Erklärungen, die doch lediglich einen unvollständigen Eindruck vermitteln können. Darum wurden für dieses kleine Buch Bilder zusammengetragen, die uns einige alte Ansichten von unseren drei Ortsteilen vermitteln wollen, so, wie sie die Väter sahen. Aus einer Zeit aber, von der fast keine Darstellungen überliefert sind, soll in der Einleitung kurz berichtet werden.

An wenigstens drei nachweisbaren Stellen wurde Glas erzeugt:

1. Auf der' Alten Glashütt'. Sie liegt etwa 500m unterhalb der Römertürme im Oberemser Wald am Emsbach-Oberlauf.

2. Am Stockborn. Die kleine Schlackenhalde liegt in Glashütten unterhalb des Hauses 'In den Wiesen' 1. 3. Auf der 'Neuen Glashütt'. Die Trümmer liegen zwischen Kalbsheck und Dickehaag im Silberbachtal auf Schloßborner Gemarkung.

Die Quarzitvorkommen im Taunus, das frische Wasser im Quellgebiet am Glaskopf und das Holz der großen Wälder als Energiespender waren die geeigneten Voraussetzungen für frühzeitige Glasproduktionen. Vermutungen reichen bis zur Römerzeit zurück. Erste Berichte erwähnen die 'Alte Glashütt'. Genaue Unterlagen gibt es über die anderen Hütten ab 1675.

Durch den Hüttenbetrieb und die damit verbundenen Abholzungen entstanden um den Stockborn herum große kahle Flächen. Nachdem sich schon einige Hüttenarbeiter und auch andere Leute hier häuslich niedergelassen hatten, erhielten zwölf Siedler im Jahr 1685 von der Kurfürstlichen Kammer in Mainz die Erlaubnis, ein Dorf zu gründen. Der Hüttenbetrieb endete im wesentlichen mit dem 17. Jahrhundert. Dem Dorf aber blieb der Name erhalten.

Die Geschichte Schloßborns reicht bis in die Zeit des Erzbischofs Willigis von Mainz zurück, welcher hier

um das Jahr 980 eine Holzkirche errichten ließ, Diese wurde später durch eine Steinkirche ersetzt und 1043 vom Mainzer Bischef Bardo eingeweiht. In einer Urkunde legte man zugleich einen weitrelehenden Pfarrbezirk fest.

Später ging der Ort, der damals Brunnon, Burne und schließlich Born hieß, an die Grafen von Eppstein über. Diese erbauten 1369 eine als Jagdschloß benutzte Burg und befestigten den Ort mit einer Ringmauer und sieben Türmen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Name Schloßborn geprägt,

Am FuB des Glaskopfes. am oberen Lauf der Ems, liegt Obererns, Als älteste Nachricht über das Dorf gilt eine Eintragung im Lehnsbuch der Herren von Eppstein aus dem Jahr 1294. Dennoch wird man aus der relativ späten Ersterwähnung folgen dürfen, daß es viel früher bestanden haben muß.

Es läßt sich heute unschwer erkennen, daß das Dorf aus einer uralten Hofsiedlung hervorgegangen ist.

Flurnamen mit der Vorsilbe 'Hof-' weisen darauf hin. Kirchlich gesehen, gehörte Oberems, ehe es zu Heftrich kam, vermutlich auch zur alten Pfarrei von SchloBborn.

Während Oberems schon frühzeitig nassauisch war, gehörten Schloßborn und Glashütten von 1581 bis zum Reichsdeputationshauptschluß zum Kurfürstentum Mainz.

In der Folgezeit teilten die drei Dörfer überwiegend ihre Geschichte mit der engeren und auch weiteren Umgebung. Die Bewohner aller drei Ortsteile waren bis zur Industrialisierung hauptsächlich in der Landund Forstwirtschaft beschäftigt.

Aufgrund der Gebietsneugliederung wurden die drei Dörfer 1972 zusammengeführt, Es wäre daher weniger gut, den Inhalt dieses Büchleins nur auf den Ortsteil 1 zu beschränken,

1. Glashütten um die Jahrhundertwende. Vor den ersten Häusern stehen das kleine barocke Kirchlein und ein Telefonmast. Elektrisches Licht gab es noch nicht. Aufgrund eines Streites um Kirchweg und Sitzplätze verweigerten die Glashütter 1713 beim Neubau der Schloßborner Kirche, die sie dreißig Jahre lang gratis mitbenutzt hatten, den Frondienst und bauten sich 1714/15 eine eigene Kirche. Der Turm ist als sogenannter Dachreiter ausgeführt und steht, wie es sein soll, über der Westfassade.

2. Der alte Eingang. Die Bäume sind heute wesentlich kräftiger. Das hölzerne Friedhofskreuz steht noch und auch der vom Bildhauer Nikolaus Binterim gestaltete barocke Bildstock. Das nachträglich angebrachte Schutzdach kann allerdings die Schäden einer mißglückten Renovierung nicht mehr beheben. Die Inschrift: Anton Ochs Cronenwirth Alhier setzte diese Bildsäul im Jahre 1762 zu Ehren der unbefleckt empfangenen jungfräulichen Mutter und zum Andenken so wohlgeborenen Stabin vom Wickert, seiner Ehefrau welche alt 32 jahr zu gott verschieden ist ist kaum noch erkennbar.

3. Noch vor dem Bau der Kirche, unmittelbar nach der Ortsgründung, errichtete der Mitbegründer Johannes Jung 1886 das erste Wirtshaus in Glashütten, die 'Krone'. Diese Karte, auf der 'Kerb' 1900 geschrieben, zeigt ein 1897 gezeichnetes Motiv der Gaststätte. Der damalige Besitzer war P. Wittlich. Außerdem ist der Eiskeller dargestellt. Er befand sich ungefähr dort, wo heute das Haus Engel, Limburger Straße 5, steht. Das Eis wurde an den Weihern bei der Billtalhöhe gebrochen, hier gelagert und an Wirte und Geschäftsleute verteilt. Späterhin wurde durch Anspritzen eines Gerüstes mit Wasser ein Eisblock erzeugt.

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4. Nur kurze Zeit später erbaute der Mitgründer Engelbert Jehin aus Lüttich das Gasthaus 'Zum Weißen Roß'. Auf den meisten Ansichtskarten von früher wird in Verbindung mit dem 'Weißen Roß' die antike Uhr erwähnt. Sie war eine Attraktion, eine Kunstuhr mit Figurenspiel. Bemerkenswert ist die Darstellung der drei Häuser auf dem Feldberg. Die für die heutige Zeit so markanten Türme sind noch nicht vorhanden.

5. Um die lahrhundertwende nahm der Fremdenverkehr einen bemerkenswerten Aufschwung. Die sogenannte Ferienkolonie begründete den Ruf des Dorfes als Luftkurort. Die Gastwirte Halm (Weißes Roß) und Ochs (Krone) hatten je einen neuen Saal gebaut. Die Gemeinde erhielt eine Wasserleitung. Hier sieht man den Kronewirt mit Personal und Gästen. Deutlich erkennt man neben der Straße die offene Abflußrinne, hierzulande 'Floß' genannt.

6. Ansichtskarten gab es mit vielerlei Darstellungen. 1901 wurde die alte Schule mit staatlichen Mitteln um eine Lehrerwohnung aufgestockt. Sie war 1846 unter bemerkenswerten Umständen erbaut worden. Glashütten hatte damals sehr viele Kinder aber wenig Geld, und deshalb versuchte man zunächst, ein geeignetes Haus im Dorfzu kaufen. Mit einem Fonds für unbemittelte Gemeinden wurde der Neubau möglich. Der steinige Boden erschwerte die Ausschachtungsarbeiten ungeheuer, und dem säumigen Schreiner wurde ständige 'militärische Exekution' angedroht.

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7. Es scheint, als ob sie andächtig dem Klang der Mittagsglocke lauschten. Vermutlich aber mußten sie für den Fotografen stille stehen. Es waren Regina Schneider, Anton Keller I. und Sohn Peter. Der Ackerbau wurde zwar durch künstliche Düngemittel immer rationeller, er bot aber nicht mehr allen Leuten ausreichende Beschäftigung. So gingen viele einer Nebentätigkeit nach. Auch suchte mancher seinen Broterwerb in Königstein, Kronberg oder Höchst.

8. Glashütten und seine Postagentur. Bereits im Vorläufer dieses um 1900 errichteten Gebäudes, im Haus des Bürgermeisters Franz Dom, wurde die Poststelle betrieben. In diesem Haus mit Fremdenzimmern führte sie sein Sohn Peter, auch 'Postpeter' genannt, weiter. Ab 1924 betreute sie seine Tochter Josefa Wiek in der dritten Generation bis zum Neubau des kleinen Postgebäudes vor der alten Schule, heute 'Ouelle-Agentur'.

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