Glashütten in alten Ansichten

Glashütten in alten Ansichten

Auteur
:   Helmut Müller
Gemeente
:   Glashütten
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4592-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Glashütten in alten Ansichten'

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19. 'Kerwegesellschaft' von 1929. Seit Menschengedenken wird die 'Kerb', die Kirchweih, gefeiert. Wann mit diesem Brauchtum begonnen wurde, ist nicht zu ergründen. Nach Auskunft der katholischen Kirchenchronik Schloßbom wird 1932 auf Anfrage unter OE 5325 mitgeteilt, daß die Kirche in Glashütten nicht 'consecriert' ist. Trotzdem feiert man an Pfingsten, dem Fest der Ausschüttung des Heiligen Geistes, die 'Kerb'. Denn die Kirche heißt 'Heilig Geist'.

20. Der alte Altar mit dem bareeken Retabel. Oben, über dern Altarbild, ein ovales Holzrelief. Es zeigt eine Silbertaube auf goldenem Grund, das Sinnbild des Heiligen Geistes. Das Altarbild ist die Kopie eines Bildes des italienischen Meisters Tintoretto. 1959 meinte man, den 'alten Schnörkelkram' entfernen zu müssen. Zweckform und Modernisierung waren gefragt, und man fand einen Grund, den alten Altar zu entfernen und die Kirche zu renovieren. Heute trauern viele den alten Einrichtungen nach. Das Altarbild ist inzwischen in die Kirche zurückgekehrt.

21. 'Alte Häuser, alte Gassen.' Diese Seite der 'GaB' hat sich wesentlich geändert. Eindeutig erkermbar ist die damalige Kolonialwarenhandlung Adolf Biehl, heute Limburger Straße 29. Die beiden kleinen Häuser davor, vermutlich noch aus der Gründerzeit, sind abgerissen. Sie standen anstelle der Apotheke und auf dem Vorhof des heutigen Hauses Nr. 27. Die Häuser auf den Grundstücken Nr. 25 und 23 wurden renoviert und stehen deutlich erkermbar noch heute. Das Haus Nr. 21 wurde 1930 autgestockt, und das heutige Haus Nr. 19 war damals die Wagnerei.

22. Die rechte Seite der Straße Anno 1907 hat sich nur unwesentlich geändert. Am Haus heute Nr. 26, Elisabeth Keller, ist das Schild zur Kennzeichnung der Bürgermeisterei zu sehen. Vor dem Haus steht noch ein stattlicher Baum. Ein Stückchen weiter erkennt man die Metzgerei mit der großen Hinweistafel über dem Eingang.

23. 'Klomanns Hans' Anno 1907, heute Limburger Straße 24 vor dem Arzthaus, wurde stark moderuisiert. Ursprünglich waren alle Häuser von dieser Art. Es waren und sind zum Teil noch heute Fachwerkhäuser, die rnit einem deckenden Außenputz versehen sind. Der Begüterte konnte sich ein Steinhaus leisten. Um ein Steinhaus vorzutäuschen, bewarf man die mit Flechtwerk und Lehrn ausgefüllten Gefache und die Balken mit einer Mörtelschicht. Bewußt tat man es allerdings deshalb, weil es hierzularide so üblich war.

24. Die Wirtschaftsgebäude beließ man mit Sichtfachwerk, wie diese schöne Scheune im Schwarzwälder Stil (Limburger Straße 60, Schreinerei Dom). Das kleine Häuslein links am Wohnhaus nannte man bis zu seinem Abriß 'das Brauhaus'. Nach rückwärts führt die Hauptstraße in den Hintertaunus. Offiziell heißt sie Limburger Straße oder einfach B 8. Mit der Dorfgründung um 1685 wurde zunächst eine Landstraße nach Glashütten gebaut. Weiterführende Wege waren nicht ausgeschlossen, wie aus alten Landkarten zu erkennen ist, Doch erst zur Zeit Napoleons wurde 'die Hohe oder Kölnische Landstraße' von 1790 bis 1807 ausgebaut.

25. Die Gaststätte 'Zum kleinen Brauhaus' befand sich in diesem Haus (heute Limburger Straße 41), bevor es der Wagner Anton Horn 1918 kaufte.192S richtete er hier die Wagnerei ein, während seine Frau Emma einen kleinen Kolonialwarenladen betrieb. Neben der Wagnerei stand ein kleines Häuslein, das zunächst einem Holzplatz weichen mußte. 1953 erfolgte der erste Umbau und 1963 der zweite. Beim zweiten Umbau mußte die Wagnerei in den Hinterhof verlegt werden, wo sie kaum mehr benutzt wurde, aber heute noch zu finden ist.

26. Haus Dorn. Wo heute das Mehrfamilienhaus Limburger Straße 47, Ecke Am Brünnchen, steht, befand sich einst dieses schöne Bauernhaus. Die nördliche Dachhälfte war bis zum Erdgeschoß heruntergezogen. Beim Anblick solcher idyllischer Bilder sollte nicht vergessen werden, wie schwer diese Menschen, ja die ganzen Familien, körperlich arbeiten mußten - und es größtenteils heute noch tun - um ihre Anwesen zu gründen und zu erhalten. Ihnen oblag es j a nicht nur, die eigene Existenz zu sichern, sondern auch weite Schichten der Bevölkerung mit zu ernähren, 'Denn wäre nicht der Bauer. . .'

27. Glashütten um 1928. Die Dorfstruktur hat sich nach 25 Jahren kaum geändert. Die Währung war zwar wieder stabil. die wirtschaftliche Lage nicht ganz zufriedenstellend. Die Verschuldung der Landwirtschaft und die Arbeitslosigkeit nahmen zu. Trotzdem gab es viele zufriedene Menschen. Vielleicht ist in diesem Zusammenhang ein Auszug aus der Nachricht dieser Karte interessant: Habe hier ein schönes Zimmer und sehr gutes und reichliches Essen (4 Mahlzeiten). Pro Tag 4.50 M. Es ist hier mitten im Taunus, alles Wald, herrliche Gegend.

28. Glashütter Apfelwein wurde selbstverständlich nicht nur in allen Gaststätten ausgeschenkt, sondern auch nach außerhalb verkauft. Hier ist Franz Ochs 1. mit seinem Pferdeschlitten unterwegs. Sein Vater Joharm betrieb eine Küferei. Er fertigte Fässer und Holzeimer und trug sie auch in Frankfurt zu Markte. Als das Holzgeschäft nicht mehr florierte, begann er ab 1850 Apfelwein zu keltern und verkaufte ihn an jeden, der Bedarf hatte und nicht selbst keltern konnte. Bis ca. 1980 bestand die Anlage in der Limburger Straße.

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