Glashütten in alten Ansichten

Glashütten in alten Ansichten

Auteur
:   Helmut Müller
Gemeente
:   Glashütten
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4592-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Glashütten in alten Ansichten'

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29. Kurhaus und Waldrestaurant von WilheJm Veidt, gegründet 1928 bis 1930. Davor stehen zwei Autos, ein Opel 'Laubfrosch' und der Hanomag 'Kommißbrot' des Besitzers. Unmittelbar hinter dem Waldhotel, zur Zeit Asylantenheim, verläuft die Ortsgrenze. Sie ist auch Kreisgrenze und war vor 1803 die Grenze zwischen dem Kurfürstentum Mainz und dem Herzogtum Nassau. Die Grenzsteine sind noch heute zu sehen. Ursprünglich verlief hier der streckenweise heute noch erkennbare Pfahlgraben, der obergermanische Limes, der die diesseitige römische Provinz Obergermanien vom jenseitigen unbesetzten Gebiet trennte.

30. Das Glashütter Schwimmbad. Daß es im Ortsteil Glashütten auch einmal ein Schwimmbad gab, dürfte nicht jedem bekannt sein. Es befand sich dort, wo heute am Waldrand zum Maisel hin der Fischteich liegt. Alle Wasser unterhalb und oberhalb der Ortsmitte - Pfingstborn, Stockborn, Brünnchen und noch viele andere - fließen hier zusammen, um über Kröftel als Dattenbach und später als Schwarzbach in den Main zu gelangen.

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31. Schloßborn. Innmitten der Hochtaunuswälder, rings um seine Kirche herum, liegt das Dorf. Reizvoll ist es, über die Entfernungsangaben auf der alten Ansichtskarte nachzudenken. Daß es sich hier um Fußmarsch-Zeiten handelt braucht wohl nicht besonders betont zu werden. Es zeigt aber die zentrale Lage Schloßborns zwischen den genaanten Städten und mancher Wanderer aus diesen Städten hat deshalb den Ort zum Ziel genommen. Dem Standort gegenüber sieht man die untere und obere Ödung als Kahlschlag. Sie wurden 1924 durch die französische Besatzung abgeholzt.

32. Schloßborn im 15. Jahrhundert. Das Modell entstand 1927, als die Gemeinde eine Tausendjahrfeier veranstaltete. Eberhard I. von Eppstein ließ imJahre 1369 in 'Bom' ein festes Haus, eine Ringmauer und ein Verlies erbauen. Das Haus nahm nach und nach burgähnlichen Charakter an, wurde wahrscheinlich bis zum Dreißigj ährigen Krieg als Jagdschloß genutzt und führte schließlich zum Ortsnamen 'Schloßborn'. Die Ringmauer war an jedem Winkel mit einem groBen Turm und am Haupttor, einem Falltor, mit zwei kleinen Türmen versehen. Bergseits und nach dem Hain hin legte man außerhalb der Mauer je einen Graben an. Das Modell stimmt nicht unbedingt mit den historischen Gegebenheiten überein,

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(Totalan icht)

33. Schloßborn im Jahre 1910. Zu jener Zeit flog zum ersten Mal ein Luftschiff über den Ort. Im Vordergrund die Straße nach Ehlhalten, der Buhleser Weg genannt. Die Straßenbäurne, im Bild noch relativ jung, stehen dort nicht mehr. Im Hintergrund sieht man den Glaskopf. Allseitig, besonders aber im Norden und Osten von Bergen umgeben, liegt die Ortschaft in einem freundlichen Hochtal. Einst war sie Mittelpunkt eines weitreichenden Kirchsprengels, der zeitweilig eine geographische Ausdehnung erreichte, wie sie die Städte Mainz und Wiesbaden in ihrer Gesamtheit erlangen. Die einzelnen Orte des Sprengels besuchte der Pfarrer zu Pferde.

34. Eine Postkarte vom 8. August 1897 mit Schloßborn vom Buhleser Weg aus, mit der Kirche, dem noch erhaltenen südlichen Eckturm, als Burgruine bezeichnet, und mit der Wirtschaft Franz Frankenbach. Hier muß es damals schon einen guten Apfelwein gegeben haben, denn Franz Frankenbach schreibt an einen Herrn in Mainz: 'Verzeihen Sie bitte, daß der Apfelwein noch nicht an Sie gelangte. In der letzten Zeit drängte die Arbeit außerordentlich.Jm Laufe der Woche erhalten Sie ihn bestimmt!'

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35. Gasthof von Franz Frankenbach. Postkarte nach einer fotografischen Aufnahme urn 1908. Sie zeigt die Ecke Weiherstraße/Ehlhaltener Straße. Auf dem Bild trägt das Haus noch seinen Außenputz. Die Gaststätte entstand 1817 und besaß vermutlich von Anfang an Brauereirechte. Diese wurden 1874 von der Frankfurter Bürgerbräu übernommen. Den Saal erbaute man Anfang der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Dabei könnten in der Gemarkung gebrannte Backsteine verwendet worden sein. Das Hoftor ist heute nach links versetzt. Seine Stelle hat ein kleiner Anbau eingenommen, und der Zugang erfolgt von der Straße her.

36. Schloßborn bei Nacht. Wie anheimelnd wirkt das einfache Bild, wie einladend steht der Wirt in der Tür, Doch paßt der Qualm aus dem Schornstein nicht so recht zur lauen Sommernacht. Der Gemeindeglöckner wird bald das Abendläuten besorgen, und der Nachtwächter wird mit stündlichem Pfeifen seine Rundgänge beginnen. Außer diesen beiden Halbbediensteten gab es von alters her noch den Feldschütz und den Polizeidiener. Wer erinnert sich noch an den Mann mit der Schelle? Und alle Räder standen still während seines Wirkens.

37. Um die Jahrhundertwende mag Schloßborn vom unteren Teil der heutigen Heftricher Straße her so ausgesehen haben. Man blickte auf Kirche, Pfarrhaus, Pfarrscheune und Turm, auf die Häuser der Burgstraße und auf das Ende der Weiherstraße. Dort, wo heute der Caromber Platz ist, befand sich damals der Brandweiher. Vorne links und rechts des Weges stand je ein Kreuz. Sie entstammen, wie viele andere, die zwischenzeitlich in Vergessenheit geraten sind, Gelöbnissen oder Vermächtnissen. Einige dieser Kreuze galten auch als Feldstation bei Bittgängen, auf denen der Wettersegen erbeten wurde.

38. Bliek vom Weiherfeld, rund zwanzig Jahre später. Links hinter den Büschen steht das alte Trafohaus. Ab 1912 wurde SchloBborn mit elektrischem Licht versorgt. Das letzte Häuschen links in der Weiherstraße, das einst eine kleine Turnhalle war, ist heute hinter dem Schlauchturm des Feuerwehrgerätehauses versteekt, Der Dachstuhl des Hauses Nr. 38 in der Weiherstraße wird gerade aufgeschlagen, und links neben dem auffallenden Haus 'Auf der Quäk' 2 steht noch einsam das Wasserreservoir von 1903 auf dem Köppchen. In Schloßborn wurde bereits 1829 die erste Wasserleitung gebaut.

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