Glashütten in alten Ansichten

Glashütten in alten Ansichten

Auteur
:   Helmut Müller
Gemeente
:   Glashütten
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4592-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Glashütten in alten Ansichten'

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39. Partie aus der Langstraße. Das heutige Aussehen der Langstraße hat sich im Vergleich zu dieser Ansicht von 1908 nicht maßgeblich geändert. Auf der rechten Seite ist lediglich der Ladenanbau dazugekommen. Die links hinten noch zu erkennende Scheune des Schützenhofes wurde abgerissen. Das Haus vorne links, heute Nr. 5, baute man um. Es steht nicht mehr mit der Giebelseite zur Straße hin. Die Schule liegt hinter der Sichtlinie und ist nicht zu erkennen. Es wird vermutet, daß die Häuser am Anfang der Langstraße als erste außerhalb der Ringmauer erbaut wurden und als Gasthäuser am ehemaligen Durchgangsweg, der heutigen WeiherstraBe, standen.

40. Von einer schönen Tour durch die Taunusberge am 6. Mai 1901 stammt diese Karte. Diesmal bezeichnete man den Turm als 'Schloßruine'. Im alten wie im neuen Wappen ist er das Symbol für Schloßborn. Um 1930/31 wurde er renoviert und dabei auch abgetragen. Es ist schade drum; denn wenn man nicht darüber fällt oder ihn gezeigt bekommt, bemerkt man ihn kaum, Reste eines weiteren Eckturmes findet man auf dem Grundstück Klomann, Burgstraße 5. Langstraße 13 steht der Schützenhof, auf dieser Abbildung noch mit Außenputz versehen.

41. Das Gasthaus 'Zum Schützenhof'. Der Landeskonservator hatte veranlaßt, daß das schöne Fachwerk wieder freigelegt wurde. Im Erdgeschoß sieht man auf diesem Bild noch das ehemalige kleine Kolonialwarenlädchen. Das Dachgeschoß ist heute weiter ausgebaut und dort, wo die Laube steht, befindet sich ein Anbau. Das stolze Haus entstand bereits 1351, und nach dem Baustil zu urteilen, war der Hausherr kein gewöhnlicher Sterblicher. Es fehlt jedoch der Nachweis dafür, ob es von Anbeginn als Lokal diente und daher auch für die Richtigkeit des Spruches: 'Der Schützenhof ist Tradition seit 1351 schon.'

42. Weiter aufwärts die Langstraße findet man das Haus 'Ungeheuer', Nr. 17. Vor dem Haus stehen auf diesem Bild Mutter und Großeltern von Alois Ungeheuer. Der erste Mann der Mutter, der aus dem Fenster schaut, verstarb bereits 1913.

Eine im Pfarrarchiv aufbewahrte Schrift über die Geschichte des Geschlechtes Ungeheuer spricht die umfangreiche Familie des Stammvaters Wilhelm Ungeheuer zu Ehlhalten an. Er kam aus dem schwäbischen oder schweizerischen Raum und starb 1685. Seine Nachkommen faßten Fuß in Schloßborn, Seelenberg, Hof Retters und Eppenhain. Der zweite Sohn Johann Philipp zog nach Glashütten und wurde Mitbegründer des Dorfes.

43. Wer kennt dieses schöne Häuslein? Es steht noch heute, Königsteiner Straße 3. Um äußere Schäden zu verdecken, wurde es verputzt. Die beiden sichtbaren Aufschriften lauten:

Wer will sprechen von dem Meine Der gehe nacb Haus, besehe das Seine Wenn er das findei ohne Gebrechen, So kanner von dem Meine sprechen.

und

Mogen Hasser hassen, Mag der Neid missgönnen, Was uns Gott tut gönnen Muss der Neid uns lassen.

44. Bliek vom Köppchen. 'Ansicht des Baugeländes', steht unter diesem alten Bild von 1908. Heute ist dieses Baugelände wirklich bebaut bis zum Amselweg in östlicher Richtung und der Vordergrund selbstverständlich auch. Man blickt hinüber über den alten Ortskern und, ganz links, zum Butznickel und zur Rentmauer mit dem anschließenden 'Heidenschloß' auf dem erzhaltigen Dattenberg. Es sind historische Plätze, die als sagenumwoben gelten und seit Jahrzehnten unter Naturschutz stehen. Zur Orientierung: Rechts neben der Kirche, über dem Dach des Häusleins im Vordergrund der Giebel des Schützenhofes mit dem anschließenden Saalbau von 1898.

45. Ein Stückehen weiter unterhalb dort, wo heute die "Turm Stubb' steht, blickte man so auf die Kirche. Sie wurde 1714 erbaut und eingeweiht. Während dieser Zeit regierte Lothar Franz von Schönborn, weshalb über der alten Eingangstür sein Wappen eingelassen ist. Mit der Holzkirche von 980 und der Steinkirche von 1043 ist sie die dritte am gleichen Standort. 1958 wurde sie um das neue Schiff erweitert. Die riesige Pappel auf dem Bild von 1908 hatte bald die Kirchturmspitze erreicht. Sie wurde im selben Jahr noch gefällt. Einen Nistkasten von einer Stange getragen erkennt man im Vordergrund.

46. Frisch, fromm, fröhlich, frei! Der Tumverein, 1894 gegründet ließ sich hier gut in Positur gebracht, um 1910 fotografieren. Zu dieser Zeit entstanden auch der Arbeitergesangverein 'Frohsinn', der Karnevalverein und die humoristische Gesellschaft 'Wohlgemut'. Auch der Kirchenchor dürfte erstmals an die Öffentlichkeit getreten sein. Ein Radfahrerverein bestand bereits, Der Fußballklub wurde 1920 gegründet und ein katholischer Jünglings- und Gesellenverein bestand ebenso, wie ein Marienverein,

47. Sangesfreude war es, die bereits 1841 den Gesangverein 'Germania' entstehen ließ. Hier eine Aufnahme um 1910. Die Liebe zur Musik und die Achtung vor den Sangesbrüdern ließen unterschiedliche politische Meinungen gelten. Doch als der Lehrer Füchter 1933 die Vereine 'gleichschalten' wollte und Gesänge mit einseitiger Tendenz die künstlerische Arbeit zu zerstören drohten, lösten sich die beiden Vereine auf. Wenn man sich vorstellt, daß die Gründung des Vereins in die Postkutschenzeit fiel und wie selten Musik zu jener Zeit zu hören war, weiß man auch, wie sehr manches Fest und manche Feier durch das Mitwirken eines solchen Vereins verschönert wurde. Im Musikzug fand der Verein eine würdige Nachfolge.

48. Schützenfest 1912 oder 1913. Verschiedene Beweggründe, wie 'Katzenkopf-Schießen', besonders aber ein bereits eifrig geübter Schießsport, mögen den Schützenverein 1908 ins Leben gerufen haben. Seit seinem Bestehen kamen viele auswärtige Schützenfreunde, vor allem, nachdem der Schießstand am Schützenpfad in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts errichtet war. Heftrich soll öfters am stärksten vertreten gewesen sein. Schützenfeste, auch in Verbindung mit dem Gauschießen, fanden häufig statt. Das letzte Fest war 1914, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs.

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