Glashütten in alten Ansichten

Glashütten in alten Ansichten

Auteur
:   Helmut Müller
Gemeente
:   Glashütten
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4592-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Glashütten in alten Ansichten'

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Kreis-Kriegerverbandsfest und f'ahnenw cihc des Krieger- und .\ilitär- Vereins Obc-erns

59. Seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, insbesondere nach dem Deutsch-Französischen Krieg, gründeten Veterane und Reservisten zur Pflege der Kameradschaft und militärischer Traditionen die Kriegervereine. Sie erbrachten unter anderem soziale Leisrungen für ihre Mitglieder und deren Angehörige und führten Beerdigungen mit militärischen Ehren durch. 1898 erfolgte ein Zusammenschluß im Kyffhäuserbund. Max Schneider, der in der Sedanschlacht 1870 dabei war, als Kaiser Napoleon gefangengenommen wurde, feierte jedes Jahr am Sedanstag, am 2. September, 'seinen' Sieg,

60. Ferdinand Becker, geboren am 20. April 1859, Faktotum von Oberems, hier um 1910 beim Kälbertransport in Königstein. In der alten Zeit versah er den Nachtwächterdienst. Wenn ein Oberemser verreisen wollte, wurde er in der Nacht vom Ferdinand auf die Minute genau geweckt. Tagsüber fertigte er Reehen und Hackenstiele an, besorgte Öl für die Lampen und war für den Schindanger zuständig, Noch in seinen alten Tagen hütete er die Schweine.

61. Beim Hufbeschlag. Vier Schmieden hatte Oberems. An Stelle dieser hier, steht heute die Kraftfahrzeug-Werkstatt Ewald Wilde, Eckgasse 2. 1914 war es, als Karl Laubach, nebenher Fleischbeschauer, das Eisen aufschlug und Ferdinand Becker den Huf hielt. Feuer, Ambos, Hammer braucht der Schmied noch heute, wie damals schon. Schmiede waren die ersten berufsmäßigen Handwerker in der Geschichte der Menschheit, Sie benötigten schon immer zupackende Hände und Geschick.

62. Kar! Schneider mit Frau und Töchtern vor seinem Wohnhaus, heute Frankfurter Straße 9. Tochter Emilie heiratete den Gastwirt Gustav Usinger. Reichtümer im heutigen Sinn beherbergten diese Häuser nicht. Jedoch entstand durch Vererbung, Heirat, Fleiß und Arbeit ein bedeutendes Besitztum. In der Regel umschlossen Wohnhaus, Ställe, Scheune und kleinere Wirtschaftsgebäude U- oder L-förmig den Hof, der zur Straße hin durch das Hoftor abgeschlossen war. Selbstverständlich gehörte in diesen Hof auch der Misthaufen und eine Puddelpumpe.

63. Von der Regel abweichend ist diese Bauart. Die Aufnahme von 1903 zeigt das heutige Anwesen Friedhofsweg 7. Wohnhaus und Scheune haben ein gemeinsames Dach, und auch der Wohnteil ist in Sichtfachwerk ausgeführt. Hinter dem Haus erkennt man die öffentliche Bleichwiese für das Unterdorf. Wäschebläu und Bleiche waren die Weißmacher jener Tage. Die Wäsche mußte zwar öfters mal gegossen werden, dafür roch sie aber besonders frisch und war blitzsauber, wenn nicht doch irgendein Federvieh darübergelaufen war.

64. 'Lichtkerb' oder 'Lichtfest' nannte man das Richtfest für das Ortsnetz und den Anschluß eines Ortes an das regionale Energieversorgungsunternehmen. Die Regel war, in jedem Raum eine Lampe zu installieren und in der Küche unter dem Lichtschalter eine Steckdose, Doch ohne zusätzliche Stallaterne ging es in Scheune und Stall noch lange nicht. Aber Ferdinand brauchte nicht mehr so viel 'Lampöl' zu holen. Hier das alte Transformatorhaus. Unter den Monteuren der Main- Kraftwerke Kar! Weil, der Sohn des Bürgermeisters,

65. Heuernte in den Futterwiesen. Hüte und Kopftücher sind nicht nur gegen die Sonne gut. Ohne diesen Schutz fällt beim Heugabeln doch leicht manches trockene Gräslein oder gar ein Käfer in den Kragen. Außer dem Mähen war damals doch noch viel Handarbeit zu verrichten, wie das Wenden sowie das Rollen- und Haufen- (Kocken-jmachen. Es mußte aufgeladen, heimgefahren und hochgegabelt werden. Auf dem Wagen Rudolf Schneider, davor Opa Carl Usinger mit Schwiegertochter Emilie und Enkel Alfred, rechts Sohn Gustav, Alfred Usinger erfror sich 1942 im Winterfeldzug die Füße und starb an den Folgen.

66. Das alte Kriegerdenkmal. Der Standort ist noch vorhanden, das Denkmal wurde entfernt. Kriegerdenkmäler sind in kleinen Gemeinden oft die einzigen Denkmäler, die sie besitzen oder besessen haben. Warum man Zeugnisse aus einer Zeit entfernte, die aus der Geschichte einfach nicht zu löschen ist, kann man nur verstehen, wenn man die nicht besonders besonnenen Reaktionen auf die Zeit danach miterlebt hat. Vielleicht wäre eine geeignete Ausdeutung wirkungsvoller gewesen.

67. Der Gesangverein 'Eintracht' im Jahre 1929. Bei einem Ausflug sind sie hier in Heringen bei Limburg gut untergekommen. Die Reise nach dort war nicht so bequem zu bewältigen, wie man es heute besorgen kann. Mit einem Lastwagen war man angereist. Der Wirt rechts in der Bi!drnitte war Emi! Baum, Sohn des Lehrers Baum aus Oberems. Damals sangen noch zwei Vereine in dem kleinen Dorf: 'Eintracht' und 'Edelweiß'. Der nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene Nachfolgeverein ist der 'Männergesangverein Obererns' .

68. Ausflug der Frauenhilfe. Außer den beiden Herren, dem wegen seiner Originalität bekannten Ortsdiener Adolf Scherf und Ernst Fey, sind folgende Damen zu sehen: Frau Minkley, Johanna Neumann, Luise Kolb, Lisette Fey, Minna Ott, Antonie Kilian, Frau Nolte, Johannette Kurz, Frau Becker, Frieda Seel, Katharina Usinger, Wilhelmine Humm, Lina Maurer, zwei Besuchsdamen, die Tochter von Lückel und Wilhelmine Scherf.

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