Glinde in alten Ansichten

Glinde in alten Ansichten

Auteur
:   Siegfried Jendert
Gemeente
:   Glinde
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1517-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Glinde in alten Ansichten'

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9. Eine alte Ansicht der Ortsmitte von Glinde. Diese Aufnahme ist besonders für den Neuglinder interessant, da sie ein Gesamtbild der alten Ortsmitte von Glinde übermittelt. Die Straßenführung der Möllner Landstraße wurde völlig verändert und ein großer Teil dieser Gebäude und Anlagen besteht nicht mehr. Außer dem Gutshaus bleibt nach dem Willen der Planer kein einziges dieser alten Gebäude erhalten. Ganz oben links ist heute der Marktplatz mit den Geschäftsreihen und dem Bürgerhaus. Auf die ehemalige Keimzelle der Ortsmitte wird besonders in der Einleitung hingewiesen.

10. Das Gutshaus Glinde liegt unmittelbar an einer jahrhundertealten Verbindungsstraße zwischen Hamburg und Mölln. In idyllischer Umgebung mit einem alten Baumbestand und dem Gutsteich, den die Glinder Au durchfließt, lenkte es schon immer die Aufmerksamkeit auf sich und ist so etwas wie ein Wahrzeichen von Glinde geworden. Daher ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass nach der Verlagerung des Gutes diesem ehrwürdigen Gebäude besondere Bedeutung zukommt. Aus dem Sönke-Nissen-Nachlaß zu einer Stiftung gewidmet, wird es hinfort als Kulturzentrum Wächter der 'jungen Stadt mit Zukunft' sein.

11. Zur Einbringung der Ernte war schon eine große Mannschaft erforderlich. Pferd und Ochsen ersetzten den Traktor, und statt der Maschine musste sich der Mensch plagen. Viel und harte Arbeit gehörte schon immer zum bäuerlichen Leben. Da diese Aufnahme vor dem Ersten Weltkrieg entstand, wird es wohl kaum noch jemanden geben, der sich auf dem Bild wiederfindet. Sicherlich ist der Betrachter auch der Meinung, dass das Bild voller Leben steckt.

12. Der Anblick einer schön gefleckten Kuhherde auf saftiger Weide mit dem Glinder Horst - wie hier - im Hintergrund, bietet dem Betrachter einen ästhetischen Genus. Die alten Glinder waren mit ihren Herden seit Urzeiten eng verbunden. Diese Herden sind aus dem Glinder Alltag mit Aufgabe der landwirtschaftlichen Betriebe verschwunden. Um die vielen Kühe mit der Hand zu melken, war schon eine Mannschaft von guten Melkern erforderlich. In der Mitte präsentiert sich der Melkwagen mit Pferdegespann. Auf dieser Weide befand sich nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges der 'Englische Sportplatz'.

13. Flaschenwäscherei der Guts-Meierei. Dieses Bild, wie auch das folgende, hat für Glinde historischen Wert, da es nach Verlegung des Gutes an den südlichen Ortsrand keine Guts-Meierei mehr gibt. Der Arbeitstag für die Meiereibeschäftigten begann schon in aller Frühe, denn die Milch, die zum größten Teil nach Hamburg geliefert wurde, stand schon bei den Kennern morgens auf dem Frühstückstisch. Rechts sehen wir den großen Waschbottich. Strenge Überwachung sorgte dafür, dass nur einwandfreie Milchflaschen für die neue Füllung verwendet wurden.

14. Für unsere heutigen Begriffe mutet diese Milchabfüllstelle noch primitiven. Der Milchraum galt aber schon früher als ein 'Heiligtum'. Allen Unbefugten war der Zutritt verboten. Nur drei Personen, welche das Abfüllen der Milch und das Verschließen der Flaschen vornahmen, genossen das Vorrecht, den 'geweihten' Raum betreten zu dürfen. Und das natürlich nur im saubersten Anzug, Von hier gingen die Flaschen mit dem 'edlen Tropfen' in den anschließenden Kühlraum.

IS. Um gegen alle Überraschungen gesichert zu sein, stand ein für Milchuntersuchungen eingerichtetes Laboratorium auf dem Gut zur Verfügung, wo sofortige Kontrollen der Milch vorgenommen werden konnten. Ob diese Schönen ihre Arbeit wohl interessant finden? Obwohl das Labor für unsere heutigen Begriffe 'dürftig' aussieht, war es sicherlich, als dieses Bild entstand, ein großer Fortschritt, die Milch überhaupt einer Kontrolle zu unterziehen.

16. Kühe bei der Untersuchung. 'Angetreten, der Onkel Doktor ist dal Für die Gewinnung von Vorzugsmilch waren gewisse Voraussetzungen zu erfüllen. Die Milch durfte nur von ganz gesunden Kühen mit einwandfreien Eutern gemolken werden. Hierzu war erforderlich, dass der Gesundheitszustand des Viehbestandes einer all monatlichen Überwachung des Kreisveterinärarztes unterzogen wurde. Hier sehen wir die prächtigen Tiere, wie sie von den Pflegern dem Tierarzt vorgeführt werden. Wie hier zu sehen ist, wurde das oberste Gesetz für eine einwandfreie Milchgewinnung, nämlich die Sauberkeit, gut befolgt.

17. Mit diesen Wagen, die für den F1aschenmilchtransport besonders eingerichtet waren, wurde die Sanitätsmilch den Einwohnern der Großstadt Hamburg und den nahegelegenen Gemeinden Reinbek, Aumühle, Wohltorf und so weiter geliefert. Diese Wagen gehörten früher zum alltäglichen Bild von Glinde. Die Größe des Wagenparks gibt auch Aufschluss über einen guten Umsatz der Sanitätsmilch. Die Erzeugnisse des Gutes wurden dem Verbraucher ohne Zwischenhandel angeboten.

18. Diese stattliche Kornscheune, die 1926 erbaut wurde, stand gegenüber dem Gut an der Möllner Landstraße. Sie war die größte freitragende Scheune Schleswig-Holsteins und wurde bei der Erstellung als eine moderne Lösung zum 'Scheunenproblem' gepriesen. Sie war sechzig Meter lang und einundzwanzig Meter breit und mit bunten Zementplatten bekleidet. Da der Untergrund moorig war, wurde das Fundament aus Stahlbeton gebaut. Welcher Glinder erinnert sich nicht mehr an das Großfeuer, dem die Scheune in der Nacht vom 21. zum 22. März 1973 zum Opfer fiel?

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