Glinde in alten Ansichten

Glinde in alten Ansichten

Auteur
:   Siegfried Jendert
Gemeente
:   Glinde
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1517-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Glinde in alten Ansichten'

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19. Diese Häuser wurden von Sönke Nissen in der Dorfstraße gebaut, die den Gutsarbeiten zum Wohnen dienten. Wie bei Deputatshäusern üblich, gehörte ein Stall und ein Garten dazu. Nissen sorgte mit dem Bau guter Wohnhäuser für das Wohl seiner Arbeiter und hob damit den Lebensstandard seiner Gefolgschaft. Dieses ruhige Dorfbild ist heute weit gehendst gestört. Auch vor den restlichen Gutshäusern wird die Planierraupe nicht halt machen.

20. Gutsarbeiterhaus am Oher Weg. Für ein Gutsarbeiterhaus war dieses ein ansehnliches Gebäude. Es gibt heute noch in Glinde Familien, die hier einmal gewohnt haben. Es wurde im Jahre 1920 vom Gutsherrn Sönke Nissen erbaut und musste Anfang der sechziger Jahre der Ortsmitte-Planung weichen. Für die Kinder war dieses Grundstück besonders dadurch interessant, weil in späteren Jahren (vorne links) eine Bisam-Rattenzucht zu sehen war. Heute steht auf diesem Platz das Bürgerhaus der Gemeinde Glinde. Die erste Bebauung dieses Grundstückes erfolgte im Jahre 1682 mit der Kate Nummer 1 des Schäfers Marten Ditmer.

21. Während der Erntezeit mussten die Kinder der Erntearbeiter versorgt werden. Zu diesem Zweck wurde am Oher Weg im August 1937 ein Ernte-Kindergarten eingerichtet. Dieser war damit der erste Kindergarten in der Gemeinde Glinde. Ob die Kinder wohl schon wussten, wie schwer ihre Eltern arbeiten mussten? Das Haus wurde 1973 abgerissen. Das Grundstück hat die evangelische Kirchengemeinde Glinde erworben. Sie wird hier Räume errichten, die unter anderem auch der Kinder- und Jugendbetreuung dienen sollen.

22. An der Spitze des Erntefest-Umzuges sehen wir hier drei Männer, die die Geschicke der Gemeinde Glinde in verschiedenen Zeitabschnitten leiteten. In der Folge ihrer Amtszeit: Hinrich Suck in der Mitte, Carl Diesing links und Emil Pritschau rechts. Letzterer wurde von der englischen Militärregierung 1945 als Bürgermeister eingesetzt. Hier ist der Festzug gerade am Dorfplatz von der Dorfstraße kommend angelangt. An die Mauer des Grundstücks Eggers werden sich nur noch wenige Glinder erinnern können.

23. Nach den anstrengenden Wochen, die zur Einbringung der Ernte erforderlich waren, war es für Jung und Alt immer eine besondere Freude, das Erntefest feiern zu dürfen. Festlich geschmückt ging es durch die Straßen von Glinde, auch bei schlechtem Wetter, wie auf dem Bild ersichtlich. Der Festzug bewegt sich gerade auf der alten Möllner Landstraße. Im Hintergrund ist das Haus von Burmeister zu sehen. Das Erntefest klang mit einem Ernteball, der oft in der geschmückten Scheune stattfand, feuchtfröhlich aus.

24. In diesem eingeschossigen roten Backsteinhaus mit Holzveranda inmitten des Gutshofes befand sich die Gutsverwaltung, wo die Fäden für die Bewirtschaftung des Gutes gezogen wurden. Es diente aber auch zeitweise anderen Zwecken. So war hier neben dem Amt Ohe, dem Glinde seit 1896 mit den Gemeinden Ohe, Schönningstedt sowie den Kanzleigut Silk angehörte, auch eine kaiserliche Postagentur untergebracht. Rechts ist noch der Briefkasten zu sehen.

25. Schon in Vergessenheit geraten ist dieses Gebäude, obwohl es über J ahrzehnte die Poststelle von Glinde war. Über die Etappen Gutsverwaltungsgebäude - Gastwirtschaft Eggers wurde sie in diesem Hause an der Möllner Landstraße vor den Bahnschienen eingerichtet, Heute steht auf diesem Grundstück ein großer Wohnblock mit Eigentumswohnungen. Die Aufnahme entstand vor dem Ersten Weltkrieg.

26. Das Burmeister'sche Haus mit Dorfteich. Ein Dorfplatz und -teich gehörten früher einfach zu einer Dorfanlage. Diesen Dorfteich vor dem strohgedeckten roten Ziegelhans von Burmeister werden nur noch wenige Glinder kennen. Er war gleichzeitig der Feuerlöschteich der Feuerwehr. So eine Wasserstelle war für ein Dorf sehr wichtig, denn das früher vorherrschende Gebäude war das Fachwerkhaus mit Strohdachung; und so ein Haus fing leicht an zu brennen. Wo einst Dorfplatz und -teich lagen, ist heute der große Parkplatz Ortsmitte.

27. Diese Kate, die aus der Brinkkate Nummer 4 der Dorfgemeinschaft Glinde hervorgegangen ist, verkörpert den in vorigen Jahrhunderten vorherrschenden Typ des Niedersachsenhauses. Die Hauswände bestehen aus Fachwerk mit roten Ziegeln. Das strohgedeckte Dach ist an den Stirnseiten ziemlich weit heruntergezogen. An der einen Stirnseite befindet sich die 'Grotdör'. In früheren Zeiten war es üblich, unter einem Dach die Wohnungen und die Wirtschaftsräume mit dem Vieh unterzubringen.

28. Noch heute begegnet man auf Glinder Gemeindegebiet grundbuchamtlichen Flurbezeichnungen mit Oststeinbek angegeben, weil der Teil zwischen der katholischen Kirche und der jetzigen Gemeindegrenze Quellental früher zur Gemeinde Oststeinbek gehörte und erst durch Eingemeindung zu Glinde kam. Der Gasthof 'Zur Fernsicht', der auf dem Glinder Berg von Willy Becker vor der Jahrhundertwende gebaut wurde, gehörte somit auch zu Oststeinbek. Da der erhoffte geschäftliche Erfolg bei der Gaststätte ausblieb, wurde der Gaststättenbetrieb vor dem Ersten Weltkrieg eingestellt und das Haus zum Wohnhaus umgebaut.

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