Glinde in alten Ansichten

Glinde in alten Ansichten

Auteur
:   Siegfried Jendert
Gemeente
:   Glinde
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1517-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Glinde in alten Ansichten'

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49. In Glinde gab es schon seit dem Jahre 1770 eine einklassige Schule, Das war für die damalige Zeit ein Fortschritt. Aus der näheren Umgebung von Glinde ist bekannt, dass selbst im 19. Jahrhundert die Unterrichtung der Kinder in privaten Räumen von nichtseminaristisch ausgebildeten Lehrkräf'ten durchgeführt wurde. Der erste zweitklassige Unterricht wurde in Glinde um 1919 eingeführt. Bis zur Fertigstellung des Neubaus am Tannenweg sind die Glinder Kinder hier in diesem Gebäude an der Möllner Landstraße zur Schule gegangen. In den Jahren bis 1974 befand sich hier noch die Sonderschule, die ihr neues Dornizil am Tannenweg neben der Grundschule gefunden hat,

50. Als diese Aufnahme 1898 entstand, war die Glinder Volksschule noch einklassig. Die dreiundsechzig Schüler - bei rund dreihundert Einwohnern -- wurden von einem Lehrer, nämlich Herrn Beverin, unterrichtet. Interessant aus dieser Zeit ist, dass die Schulabgänger sich einer öffentlichen Schulprüfung, an der der Propst teilnahm, unterziehen mussten. So ein Lehrer auf dem Lande hatte bestimm seine besonderen Probleme.

51. Wie heute noch in vielen ländlichen Gemeinden üblich, gehörte es früher auch in Glinde zur Tradition, alljährlich ein Vogelschießen der Schulen zu veranstalten. Für die Kinder war es eine willkommene Abwechslung und jedes Jahr gab es ein neues Königspaar. Links sehen wir den langjährigen Leiter der Glinder Schule Lehrer Ahrens. Als dieses Bild 1926 aufgenommen wurde, zählte Glinde etwa fünfhundert Einwohner. So mancher Glinder Einwohner wird sich auf diesem Bilde wiederentdecken.

52. Durch die Erstellung vieler Siedlungshäuser in den dreißiger Jahren und der damit immens gestiegenen Einwohnerzahl von Glinde waren die Räumlichkeiten in der alten Schule am Sportplatz nicht mehr ausreichend, So wurde es erforderlich, eine größere Schule zu bauen. Als Standort wurde ein Gelände am Rande der Kruppsiedlung am Tannenweg gewählt, Am 25. April 1939 konnte der Neubau mit einer Turnhalle seiner Bestimmung übergeben werden. Eine Reihe von Persönlichkeiten hielten zur Einweihung eine Ansprache. Wie üblich, hatten sich viele Leute aus diesem Anlass eingefunden.

53. Das Ohlen'sche Haus. An der Möllner Landstraße, unter herrlichen Kastanien, stand rechts, neben der Esso-Tankstelle, bis vor ein paar Jahren diese alte Kate, die als ältestes Haus von Glinde galt. In ihr lebten die Bauerngeschlechter der Niemeyers und Ohlens. Als die russischen Heerscharen 1813 Napoleon verfolgten, haben sie auch in Glinde Quartier bezogen. Die Zeit der russischen Einquartierung ist den Bewohnern dieses Hauses durch das eingeschnitzte russische Kreuz im rechten Türflügel in Erinnerung geblieben. Die Aufnahme erfolgte im Jahre 1908.

54. Dieses Kolonial- und Fettwarengeschäft stand früher am Glinder Berg und trug dazu bei, dass die Glinder Bevölkerung versorgt wurde. Die Familie Dwenger, die den Kleinhandel betrieb, ist den Glindern noch bekannt. Das Haus ist im Jahre 1880 gebaut worden. 1944 fiel eine Brandbombe auf das Haus und zerstörte es. Das Mädchen, das den Baum so liebevoll umschlingt, ist die heutige Frau Le Blond. Die Aufnahme entstand 1912.

55. Dieses Bild ist stellvertretend für die früheren kleinen Geschäftshäuser von Glinde, die teilweise wegen Unrentabilität oder Neuplanung aufgegeben werden mussten. Der historische Wert dieses Bildes besteht darin , dass Bernhard Krause das erste Textilwarengeschäft in Glinde eröffnete, Zum anderen muss festgestellt werden, dass keines der hier ersichtlichen Häuser mehr besteht; die Bäume und auch die Straße sind ebenfalls verschwunden. Das Gelände wurde von der Gemeinde Glinde erworben und inzwischen weiter veräußert,

56. Diesen schneidigen 'Oldtimer' kaufte sich der Gutsherr Sönke Nissen im Jahre J 922. Es war damit das erste stationäre Auto in Glinde. Wir sehen hier seinen Chauffeur am Steuer vor dem Eingang des Herrenhauses, Wie es aus zuverlässiger Quelle heißt, fand Sönke Nissen es unmöglich, sich in diesem bedachten Wagen bei den Leuten sehen zu lassen. 'Sie werden mich auslachen', soll er wörtlich gesagt haben. Er kaufte sich bald zusätzlich einen offenen Wagen und ließ den Protos in der Garage.

57. Vor der Gastwirtschaft Fritz Eggers wurde im Jahre 1928 die erste Tankstelle errichtet, Es wurde kein Aufwand getrieben; einfach und zweckmäßig war die Devise. Eine Zapfsäule genügte, um die wenigen Fahrzeuge in Glinde zu versorgen. Diesem Hamburger Motorradfahrer scheirit gerade das Wasser knapp geworden zu sein. Kein Problem: Mutter's hilft! Im Hintergrund sehen wir die Gutsgebäude mit der Gutsmaner.

58. Vom Sönke-Nissen-Nachlaß hatte Emil Pritschau das Gut Glinde von 1928 bis zu seinem Tode im Jahre 1967 gepachtet. Große Erfolge auf landwirtschaftlichern und milchwirtschaftlichern Gebiet machten unter seiner Regie das Gut Glinde weit über die Grenzen von Glinde bekannt. Die Werbung für die Vorzugsmilch war groß angelegt. Auf diesem Bild sieht man das Ehepaar Pritschau mit seinen fünf Kindern im offenen 'Aga' am Bußtag 1929.

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