Glinde in alten Ansichten

Glinde in alten Ansichten

Auteur
:   Siegfried Jendert
Gemeente
:   Glinde
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1517-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Glinde in alten Ansichten'

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59. Das Union-Theater war lange Zeit Treffpunkt der Glinder Bevölkerung, Hier strömten besonders in den fünfziger Jahren die Kinofreunde hin und ließen sich 'in eine andere Welt' versetzen. Ihm ist das gleiche Schicksal wie vielen anderen Filmtheatern widerfahren: Die Tore mussten wegen Unrentabilität geschlossen werden. Die Popularität des Fernsehens brachte es mit sich, dass die Leute lieber zu Hause blieben. Das alte Gebäude ist zum Abbruch bestimmt.

60. Am 6. Oktober 1935 fand auf dem Sportplatz ein Fußballwettkampf zwischen den Erzeugern und Verbrauchern zwecks Beseitigung 'örtlicher Unstimmigkeiten' statt, das die Erzeuger mit 3:2 gewannen. Hier die Mannschaftsaufstellung: Erzeuger: Allaburda (Tierzüchter), Pritschau (Gutspächter), C. Schröder (Bauer), Bohlen (Bauer), Krohn (Krämer), H. Schröder (Bauer), Böhling (Milchfahrer), Necke1 (Gutsstellmacher), Schäfer (Bäcker), Dwenger (Krämer), Bissinger (Hofmeister). Verbraucher: Ahrens (Lehrer), Schöning (Castwirt ), Diesing (Bürgermeister), Staehle (Kaufmann), F. Bünning (Bezirksschornsteinfegermeister), Kaiser (Kaufmann), Weidemann (Zimmermann), Voigt (Tiefbauarbeiter), O. Bünning (Schornsteinfegermeister), F. Weidemann (Bauunternehmer), Soltau (Zimmermann). Schiedsrichter: P. Jarms (Bürogehilfe).

61. Beim Turn- und Sportverein Glinde von 1930 gehörte das Turnen von Anbeginn zum Programm. Hier sehen wir eine Kinder-Turnriege beim Turnfest im September 1936. Unter den kritischen Augen von Frau Kaiser werden hier vor dem alten Schulgebäude die Übungen absolviert. Frau Kaiser ist dem Sportverein als Übungsleiterin bis ins hohe Alter treu geblieben; noch heute beaufsichtigt sie Kindergruppen im Lehrschwimmbecken am Tannenweg.

62. Strammen Schrittes wurde bereits im Jahre 1936 marschiert. Die Nationalsozialisten hatten den 'Tag der Arbeit' (1. Mai) in einen Nationalfeiertag umgewandelt und ließen antreten. Auch das verträumte Glinde musste folgen. Hier sehen wir den Zug auf der Möllner Landstraße aus Richtung Neuschönningstedt kommend. Im Hintergrund ist der 'Moorwald' oder auch Erlenwald, wie er genannt wurde, zu sehen. Die Damen gehörten dem Deutschen Roten Kreuz an, das zu der Zeit auch schon in Glinde vertreten war.

63. Schon zur Zeit Sönke Nissens gehörte es zur Tradition des Gutes Glinde, alljährlich im Herbst eine Treibjagd zu veranstalten. Der Sammelplatz war nach Herstellung der großen Scheune immer vor dieser. Wer erinnert sich nicht gerne an das schöne bunte Bild der Reiter mit ihren weißen Hosen und roten Röcken? Im Galopp ging es dann über das ausgedehnte Gelände des Gutes Glinde, wo so manche Hürde übersprungen werden musste. Ein Bild, auf das der Glinder in Zukunft verzichten muss.

64. An dem Tag, als diese Aufnahme geschossen wurde, war der Erste Weltkrieg schon hell entbrannt. An diesem Tag, dem 3. August 1914, besetzten die deutschen Truppen Belgien. Bei der damaligen patriotischen Einstellung musste selbstverständlich geflaggt werden. Auf diesem im Jahre 1912 erbauten schönen Haus in der Mühlenstraße, das von Le Blond gebaut wurde, flattert die Fahne hoch im Winde. Heute steht an dieser Stelle ein Betten- und Möbelgeschäft.

65. So mancher wird sich bei Betrachtung dieses Bildes an schöne und gemütliche Stunden im Café Schäfer in der Mühlenstraße erinnern, insbesondere die Torten waren von hoher Qualität. Auf die Café -Räume muss der Glinder heute verzichten, weil sie Anfang der sechziger Jahre für andere Geschäftszweige umgestaltet wurden. Das Haus mit der Bäckerei ist im Jahre 1908 gebaut worden. Die Familie Schäfer ist seit 1928 im Besitz der Bäckerei. Auf die schönen Backwaren braucht die Glinder Bevölkerung heute nicht zu verzichten, da hier immer noch eifrig gebacken wird.

66. Als das Heereszeugamt am 6. September 1937 eingeweiht wurde, fuhr diese geschmückte Lokomotive als erste in das Heereszeugamt ein. Der Bau des Heereszeugamtes hatte für Glinde eine große Bedeutung, da in der Folge viele Siedlungshäuser für die Beschäftigten des Heereszeugamtes gebaut wurden: die Heereszeugamt-Siedlung. Bürgermeister Carl Diesing hatte an diesem Tage viele Hände zu schütteln.

67. Als das Heereszeugamt gebaut wurde, bemühte man sich, auch für das Personal geeignete Unterkünfte zu schaffen. Neben der Heereszeugamt-Siedlung im Norden von Glinde, entstanden Wohnhäuser für die gehobenen Klassen am Oher Weg. Die weißgetünchten Häuser bekamen eine Dachung aus Stroh und deshalb wird dieser Wohnkomplex 'Negerdorf" genannt.

68. Schnell vergessen ist bei den Glindern die alte Straßenkurve der Möllner Landstraße an der Einmündung der Mühlenstraße, weil die Begradigung der Möllner Landstraße zu einem besseren Verkehrsfluß geführt hat. Im Vordergrund links steht heute der Handelshof. Rechts sehen wir den nördlichen Teil vom 'Engelspark' , in dem sich das in der Einleitung erwähnte bronzezeitliche Hügelgrab befindet. Davor steht eine Geschäftsreihe bis zum Marktplatz.

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