Glinde in alten Ansichten

Glinde in alten Ansichten

Auteur
:   Siegfried Jendert
Gemeente
:   Glinde
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1517-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Glinde in alten Ansichten'

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69. Bevor das erste Milchgeschäft in Glinde eröffnete, kauften die Bewohner ihre Milch von diesem Milchwagen, Mit ein paar Milchkannen beladen fuhr Bauer Schröder mit seinem zweirädigen Wagen durch das Gemeindegebiet von Glinde bis zur Schrödersiedlung. Der fahrbare Milchhandel musste jedoch eingestellt werden, da in den Jahren ein Gesetz erlassen wurde, das den Handel mit Milch nur in Gebäuden gestattete. Das Haus im Hintergrund steht auch nicht mehr. Es stand an der Ecke Dorfstraße-Willinghusener Weg.

70. Der Bauernhof Schröder in der Dorfstraße hat alle Bauernhöfe von Glinde überlebt und ist heute der einigste Hof auf dem noch Landwirtschaft, wenn auch nur im kleinen Rahmen, betrieben wird. Der landwirtschaftliche Betrieb hat eine große Vergangenheit. Er ist aus Teilen der Hufe 4 und 5 und der Kate 2 entstanden. Die Kate 2 lag früher hinter diesem Gebäude zur Glinder Au hin. Nachweislich hat in der Kate das Geschlecht Schröder schon seit dem Jahre 1772 gewohnt. Das Bild ist vor dem Ersten Weltkrieg entstanden. Der neue linke Wohntrakt ist von Schröder, den wir rechts neben seiner Ehefrau sehen, an das alte strohgedeckte Haus angebaut worden.

71. Als es in Glinde noch eine ganze Reihe von landwirtschaftlichen Betrieben gab , konnte man so ein Bild in der Erntezeit des öfteren wahrnehmen. Dieses Bild wurde bei der Kartoffelernte aufgenommen. Zwischendurch gönnten die Schwerarbeiter sich eine kurze Pause im schattigen Grün. Heute würden wir sagen: Picknick im Freien. Wer das einmal mitgemacht hat, der weiß wie gut so ein Vesper im Grünen als kurze Ruhepause tat. Die Dritte von rechts ist Frau Anni Schröder.

72. Zu den ältesten Betrieben in Glinde gehört die Gärtnerei Diesing an der Möllner Landstraße. Carl Diesing gründete sie im Jahre 1912 und legte damit den Grundstein für einen gedeihlichen Betrieb. Als diese Aufnahme 1926 entstand, war das Diesing' se he Haus das östlichste Anwesen von Glinde. Durch den Bau des Heereszeugamtes sollte es jedoch bald anders werden. Auf dem Bild sehen wir Carl Diesing mit seinen beiden ältesten Kindern.

73. Nur wenig Glinder wissen noch, dass früher der Bahnverkehr die einzige Verkehrsverbindung zwischen Hamburg und Glinde war. Mit der 'Rasenden Emmi' konnte man schnell von Trittau bis nach Hamburg-Billbrook fahren. Die Gleisanlage der Südstormarnschen Kreisbahn wurde 1907 in Betrieb genommen. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, als der Omnibusverkehr verstärkt wurde, stellte man den Personenzug-Verkehr ein. Heute besteht nur noch Güterzug-Verkehr.

74. Der Wunsch nach einer Badeanstalt war in Glinde schon früher vorhanden und ist nicht neu. Bloß im Gegensatz zu heute hat man diesen Wunsch zeitweise realisiert, wie auf dem Bild zu sehen ist, zur großen Freude der badefreudigen Kinder. Diese erste Badeanstalt in Glinde wurde im Jahre 1934 am Ende der Saalbergstraße im Bereich des sogenannten 'Spreewaldes' angelegt. Bürgermeister Diesing hatte für die Ausbauarbeiten arbeitslose Bürger eingesetzt. Sogar ein Kiosk war vorhanden, wo Krämer Krohn Eis und Süßigkeiten verkaufte.

75. In anmutiger Landschaft, zwischen der Glinder Au und Teichen mit ehemals schönen Anlagen gelegen, liegt das Haus "Togohof'. Die Gebäude sind vor der Jahrhundertwende von H. Griem aus Rahlstedt gebaut worden. 1934 kaufte Ernst Hirt den Besitz. Durch Kaufvertrag vom 27. Mai 1942 erwarb die Gemeinde Glinde das gut vier Hektar große Anwesen für 78 500 Reichsmark. Nachdem das Wohn- und die Wirtschaftsgebäude zeitweise verpachtet waren, war hier bis 1967 die Gemeindeverwaltung untergebracht. Das Wohngebäude steht hinter den Wirtschaftsgebäuden und ist aus dieser Perspektive nicht zu sehen. Der freie Platz ist heute rnit dem Altersheim 'Altenfriede' bebaut.

76. Gutsarbeiter Joseph Einzig mit seinem zweirädrigen Kippwagen, der sich durch Fleiß bis zum Speichermeister hochgearbeitet hat. Das Bild entstand im Jahre 1934 und könnte heute mit dieser Kulisse nicht mehr aufgenommen werden, da sich an dieser Stelle in der Ortsmitte ein großer städtischer Parkplatz befindet. Hinter dem Kopf des Pferdes sind Teile des alten Kriegerdenkmals zu sehen. Pferde sind aus dem jetzigen Bild von Glinde ganz verschwunden.

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