Gnarrenburg in alten Ansichten

Gnarrenburg in alten Ansichten

Auteur
:   Peter Werner
Gemeente
:   Gnarrenburg
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5689-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gnarrenburg in alten Ansichten'

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9. Auf der rechten Seite der Hindenburgstraße, wenig oberhalb des Textilhauses Müller, fand sich seit 1908 die Reparaturwerkstatt für Motoren, Fahrräder und Automobile von Hinrich Brockmann. Auf dieser um 1920 entstandenden Fotografie erkennt man, daß die Werkstart bereits seit etwa 1910 um eine Tankstelle erweitert wurde, an der Treibstoff der Firma Shell verkauft wurde. Um 1938 hätte der davor mit seinem Kutschpferd 'parkende' Milchhändler Bunck aus Gnarrenburg auch bei Regen seelenruhig stehenbleiben können, denn in jenem Jahre wurde die Tankstelle mit einer Überdachung versehen.

10. Die 1903 im Nachbarort Brillit gegründete Firma Brockmann war ursprünglich eine Fahrradhandlung. Sie wurde neben dem eigentlichen Broterwerb, der Landwirtschaft, betrieben. Nach der Verlegung des Betriebes in die Gnarrenburger Hindenburgstraße im Jahre 1908 weitete sich der Fahrradhandel sehr schnell aus auf eine Werkstart zur Reparatur von Fahrrädern, Motorrädern und Autos. Um 1910 wurde dann auch der Verkauf und die Wartung von Nähmaschinen mit ins Programm aufgenommen. Um 1940 waren hier durchschnittlich sieben Mitarbeiter einschließlich eines Meisters beschäftigt, einer davon war der Inhaber dieses Fotos, Joharm Matthias (Vierter von links). Auch heute noch dreht sich auf dem Betriebsgelände der früheren Firma Brockmann unter dem jetzigen Inhaber Henry Heins alles ums Auto.

11. Auf dem weiteren Spaziergang durch das alte Gnarrenburg erreicht man das Geschäftshaus der Firma Hinrich Tiet jen. Der ursprünglich aus Worpswede stammende Kaufmann Tiet jen übernahm den Betrieb im Jahre 1908 von seinem Vorgänger S. Schröder. Die aus etwa 1905 stammende Aufnahme zeigt das Wohnund Geschäftshaus, das im wesentlichen auch heute noch in dieser Form erhalten geblieben ist. Verschwunden ist mittlerweile allerdings der linke Vorbau mit dem darauf befindlichen Balkon samt kunstgeschmiedetem Gitter.

Gnarren{}ura

Hauptstraße

12. Diese Aufnahme, entstanden um das Jahr 1910, zeigt wiederum das Geschäftshaus der Firma Hinrich Tiet jen (oben). Im unteren Bild geht der Bliek zurück entlang der Hindenburgstraße, damals noch Hauptstraße genannt. In den ersten Jahren nach Geschäftsübernahme betrieb Tiet jen auch noch eine Landwirtschaft in einer Größenordnung von 36 Morgen. Vier Milchkühe, fünf Jungtiere und ein Pferd waren damals aufgestallt, und für den Eigenbedarf wurde stets noch ein Schwein gemästet. Auch nach 1945 nutzte man das Gebäude als Wohnund Geschäftshaus. Bis vor einigen Jahren befand sich ein Lebensmittel-Einzelhandel darin, dann wurden die Verkaufsräume zeitweise von einem Bettenfachgeschäft genutzt.

13. Bei der Fortsetzung des Spazierganges eröffnete sich dem Beschauer hier etwa um 1909 ein idyllisches Bild der damaligen Hindenburgstraße. Zwar war die Fahrbahn schmal und mit Kopfsteinen gepflastert, doch reichte sie wohl für die Verkehrsverhältnisse der Zeit völlig aus. Unter schönen hohen Eichen sieht man rechts das Fachwerkgebäude des ehemaligen Monsees'schen Hofes, links gegenüber eine helle Außenwand des 'Kaiserlichen Postamtes'. Auf der rechten Straßenseite findet sich im Hintergrund das Haus Garms sowie das Wohn- und Geschäftshaus von Schneiderrneister Böttjer. Heute sind die Eichen hier ebenso verschwunden wie der Hof Monsees, während die übrigen drei Gebäude noch erhalten sind.

14. Etwa um 1860 nahm der Postverkehr in Gnarrenburg immer mehr zu, nicht zuletzt bedingt durch die immer stärker an Bedeutung gewinnende Glasfabrik 'Marienhütte'. Damals wurde der Gnarrenburger Kaufmann und Gastwirt Garleff Köster zum ersten 'Kaiserlich deutschen Postagenten' ernannt. Befördert wurden 'Postsachen' nach Stubben, zur nächsten Station der 1861 fertiggestellten Bahnverbindung von Bremen nach Geestemünde, zuerst durch einen Boten zu Fuß. Später zog ein Hund den Karren mit Briefen und Paketen, bis 1893 eine tägliche Einspänner-Postomnibusverbindung hergestellt wurde. Anfang dieses Jahrhunderts war das ursprüngliche Postgebäude zu klein geworden. Das neue 'Kaiserliche Postamt' wurde 1909 errichtet, im selben Jahr feierte man auch die Einweihung des Gnarrenburger Bahnhofs.

15. Dieses Foto aus den dreißiger Jahren zeigt die Hindenburgstraße oberhalb des Postamtes mit Bliek nach Nordwesten, in Richtung auf den Nachbarort Kuhstedt. Am linken Bildrand, gerade eben noch zu erkennen, ist eine Ecke des damals von Carl Timcke berriebenen Gasthofs. In dem dahinterliegenden niedrigen Fachwerkhaus wohnte seinerzeit die Familie Johann Bredehöft. Noch früher wurde das kleine Gebäude von der katholischen Diaspora-Kirchengemeinde Gnarrenburgs als Versammlungs- und Meßraum genutzt. Gegenüber, auf der rechten Bildseite, steht das Haus von Zahnarzt Dr. Günter Garms, das bis heute noch nahezu unverändert geblieben ist. Ebenfalls erhalten ist das Haus im rechten Bildhintergrund, das Wohn- und Geschäftshaus von Schneidermeister , heute Herren- Ausstatter, Böttjer. Verschwunden sind allerdings die Vorgärten, die dem Straßenausbau ebenso weichen mußten wie die schönen Eichen.

16. Hier geht der Bliek zurück entlang der Hindenburgstraße in südliche Richtung. Auch dieses Foto stammt aus den dreißiger Jahren. Am linken Bildrand erkennt man das Haus des damaligen Auktionators August Garms. Die beiden mächtigen Bäume vor dem Eingang waren ein Kennzeichen dieses Anwesens. Das nächste Haus im linken Bildhintergrund ist das des Schneidermeisters Böttjer. Das Wohnhaus der Familie Garms ist mittlerweile abgebrochen worden. An seiner Stelle steht heute einer von vier großen Supermärkten Gnarrenburgs. Zwischen Garms und Böttjer, im Bild nicht sichtbar, befand sich seinerzeit das erste Gebäude der hiesigen Sparkasse.

17. Da wo heute an der Hindenburgstraße der 'Penny'-Markt steht, befand sich bis etwa 1980das Wohn-und Geschäftshaus der Familie Garms. Das imposante Gebäude war 1889 von Lühr Garms gebaut worden, der auf diesem Foto, aufgenommen etwa 1925, ganz links zu sehen ist. Er übte als Grundstücksmakler und Auktionator bereits den Beruf aus, der in der Gnarrenburger Familie Garms zu Tradition geworden ist. Sein Vater, Heinrich Garms, hatte neben seinen Tätigkeiten als Landwirt und Imker noch die Küferei erlernt und stellte Heringsfässer her. Die schwarze Tafel mit weißer Schrift an der rechten Hausecke, 'Landwirtschaftliche Bezugs-Genossenschaft Gnarrenburg-Umgebung GmbH', beweist die Vielseitigkeit des Hauseigentümers. Nach Lühr Garms, dessen Sohn August und Enkel Rainer übt heute der Urenkel Dietmar Garms als Grundstücksmakler in der vierten Generation den Traditionsberuf der Familie aus.

18. Diese schon fast künstlerisch gestaltete Postkarte wurde im Jahre 1910 abgeschickt, Die am rechten unteren Bildrand einmündende Straße ist die Bahnhofstraße, die zur Gnarrenburger Station der Kleinbahn Bremervörde-Gnarrenburg-Osterholz führte. Gegenüber, auf der linken Seite der Hindenburgstraße, sieht man den Gasthof, den C.ß. Dieckmann von dem später nach Amerika ausgewanderten OUo Lührs pachtete. Im Hintergrund sieht man zunächst das Wohnhaus der Familie August Lührs und noch weiter weg erkennt man einen Teil des damaligen Kaufhauses von Ludwig Lieckweg. Zwischen dem Gasthof Dieckmann - heute Hotel Klaus Matthias - und Haus Lührs befand sich früher der Gnarrenburger Marktplatz.

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