Gnarrenburg in alten Ansichten

Gnarrenburg in alten Ansichten

Auteur
:   Peter Werner
Gemeente
:   Gnarrenburg
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5689-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gnarrenburg in alten Ansichten'

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19. Das etwa im Jahre 1928 aufgenommene Foto zeigt den Gasthof. den C.B. Dieckmann von Otto Lührs gepachtet hatte. Das 1854 errichtete Gebäude war ursprünglich mit dem benachbarten Landwirtschaftsbetrieb von Hermann Lührs verbunden und umfaBte neben der Gaststätte auch noch eine Bäckerei, die jedoch 1939 aufgegeben wurde. Otto Lührs, der später nach Amerika auswanderte, verpachtere beide Betriebe an C.B. Dieckmann, der sie an den Gastwirt Peter Hinck weitergab. Der Gaststätte angeschlossen war ein Hotelbetrieb mit - um 1940 - neun Zimmern, davon vier Doppelzimmer. 1954 verkaufte Otto Lührs das Anwesen an den Gastwirt und Hotelier Claus Matthias, dessen Sohn Klaus Matthias seit 1967 den Betrieb übernommenhat.

Çruss aus çnarrenburg

20. Als diese Ansichtskarte 1908 abgeschickt wurde, hatte der Landwirt August Lührs seinen am damaligen Gnarrenburger Marktplatz gelegenen Betrieb bereits um eine Gastwirtschaft mit Hotel und Bäckerei, eine Mühle und die hier gezeigte Brennerei erweitert. So war es möglich, die erzeugten landwirtschaftlichen Produkte fast alle selbst weiterzuverarbeiten. Später wurde dann eine Trennung von Landwirtschaft und Gaststätte vollzogen. Doch blieb die Brennerei noch bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges bestehen. Als Hermann Lührs die kupfernen Kessel und Gefäße an den Staat abliefern mußte, entschloß er sich, auch das Brennrecht zu verkaufen. Er bezog aber weiterhin fertigen Sprit zur Herstellung alkoholischer Getränke. Die Lührs'schen Schnäpse sollen sich seinerzeit großer Beliebtheit erfreut haben.

21. Dieses Foto entstand in den sechziger Jahren. Die Hindenburgstraße war damals noch schmal und mit Kopfsteinen gepflastert. In der Bildmitte rechts das Postamt mit seinem hohen Dacherker. Davor in direkter Nachbarschaft das ehemalige Gasthaus von Carl Timcke, dessen Großvater die erste Gnarrenburger Postagentur leitete. Später wurde der Gastwirtschaft noch ein Gemischtwarenhandel angefügt. Vor Eröffnung der Eisenbahnstrecke Brernervörde-Osterholz verkehrten im GasthofTimcke häufig die Besitzer von Reisewagen, die sich zur Abwicklung ihrer Geschäft längere Zeit in Gnarrenburg aufhielten. Das Gebäude ist noch erhalten und beherbergt heute in der linken Hälfte eine Drogerie und in der rechten eine Filiale des Schuhgeschäftes Pils.

22. Auf diesem, um das Jahr 1905 entstandenen, Foto war das hier dargestellte Wohn- und Geschäftshaus, von E. Lamprecht gegründet, bereits im Besitz des Kaufmannes Ludwig Lieckweg. Das Angebot des Kaufhauses umfaßte 'Colonialwaren', aber auch Haushaltswaren und Manufakturen. In der Blütezeit hatte man sogar eine Zweigstelle im Bereich der damaligen Glasfabrik 'Marienhütte' eingerichtet. Zu Lebzeiten Ludwig Lieckwegs waren vier bis fünf Gehilfen im Geschäft tätig. Auf angepachteten Ländereien betrieb Lieckweg auch noch eine Landwirtschaft, in der zeitweise bis zu zwanzig Schweine im Jahr gemästet und an Händler verkauft wurden. Das noch gut erhaltene Gebäude befindet sich heute irn Besitz von Bäckermeister Rohde und beherbergt ein modernes Bäckereifachgeschäft, dem bis vor wenigen Jahren noch ein Café angeschlossen war.

23. Genau 25 Herren, vorwiegend Landwirte, Handwerker und Kaufleute aus Gnarrenburg und den umliegenden Ortschaften, sowie der damalige Lehrer an der Gnarrenburger Volksschule, Louis Gehrken, waren am 14. November 1900 zusammengekommen, um die 'Spar- und Darlehenskasse e.G.m.b.H.' zu gründen. Aus ihren Reihen wählten sie mit Kaufmann Hinrich Schröder, Landwirt Lühr, Hinrich Monsees und Anbauer Heinrich Lührs, alle wohnhaft in Gnarrenburg, den ersten Vorstand. Nach den Wirren zweier Weltkriege und den finanziellen Turbulenzen der Inflations- und Schwarzmarktzeit begann dann für das Institut mit der Währungsreform am 20. Juni 1948 eine störungsfreie Wachstumsphase, die bis heute anhält. Neben der ebenfalls am Ort vertretenen Kreissparkasse ist die frühere Spar- und Darlehenskasse und heutige Volksbank Gnarrenburg zu einem wichtigen Finanzpartner für Privat- und Geschäftsleute geworden.

24. Von jeher wurde die Gastfreiheit in Gnarrenburg groß geschrieben. Darauf deuten nicht zuletzt die zahlreichen Gaststätten hin, über die der Ort von seinen Anfängen an verfügte. Einer der gerne besuchten Gasthöfe war das Hotel Tönjes, das sich an der Hauptstraße gegenüber der Kirche etabliert hatte. Sein großer Saal war der Schauplatz mancher Feier. Nachdem der letzte Eigentümer schon zu seinen Lebzeiten die Gaststätte verpachtet hatte, wurde mit der Zeit der Beherbergungs- und Ausschankbetrieb mehr und mehr eingeschränkt. Eine Zeit lang diente der Saal zur Aufführung von Kinofilmen, bevor er dann zum Möbellager umfunktioniert wurde. Der größte Teil der ehemaligen Gaststätte wurde von einer Lebensmittelhandlung in Anspruch genommen. Heute befindet sich im Saal eine Tapeten- und Teppichhandlung, während die übrigen Räume zu Privatwohnungen sowie einer Praxis für physikalische Therapie umgebaut sind.

25. Da, wo sich heute neben dem ehemaligen Hotel Tönjes an der Hindenburgstraße eine Arztpraxis befindet, stand ab 1852 die erste Apotheke in Gnarrenburg. Ihrem Gründer und ersten Inhaber, dem Apotheker Christoph Heinrich Justus Hermann Rasch hat es die Gemeinde mit zu verdanken, daß sie nach der 1904 erfolgten Vereinigung mit der Nachbargemeinde Geestdorf ihren Namen beibehielt. Apotheker Rasch legte nämlich großen Wert darauf, daß seine Apotheke 'Apotheke in Gnarrenburg' heißen sollte. Sein Sohn, Johannes Friedrich Maximilian Rasch, führte die Apotheke zunächst weiter, verzog dann aber 1888 nach Spenge. Er verkaufte die Gnarrenburger Apotheke an Friedrich Geite!. Das Foto, entstanden um 1916, zeigt Herrn Friedrich Geite! mit seiner Familie vor dem stattlichen Gebäude.

26. Dieses Foto aus dem lahre 1950 zeigt das Wohn- und Geschäftshaus der Familie Geitel. Auf der rechten Parterreseite war nach wie vor die Apotheke untergebracht, inzwischen betrieben von Herrn Apotheker Friedrich Kar! Geitel. In der linken Parterreseite hatte schon seit 1937 seine Schwester, Gerda Geitel, später verheiratete Frau Schandel, eine fotografische Werkstatt mit Ladengeschäft eingerichtet. Die Nachfrage nach Fotografien war zeitweise so groß, daß Fräulein Geitel sogar zwei Hilfskräfte beschäftigen konnte. 1968 ging das Geschäft in die Hände des Fotomeisters Buck aus Bremervörde über, der sich besonders auf die Entwicklung von Farbfilmen spezialisiert hatte.

27. Zeitgleich mit der 1790 eingeweihten Pauluskirche wurden auch Pfarr- und Küsterhaus fertiggestellt. Neben seinen Pflichten als Küster und Organist hatte der Inhaber dieser Stelle auch das Amt des Schulmeisters zu versehen. Zu diesem Zweck war ein Raum des ehemaligen Küsterhauses als Schullokal eingerichtet, in dem der erste Gnarrenburger Lehrer Jakob Franz Griebel die Jugend im Lesen und in der Religion unterwies. Ende des letzten Jahrhunderts war der Klassearaurn zu klein geworden, so daß 1899 an der heutigen Hermann-Lamprecht-Straße die hier abgebildete neue Schule mit zwei Klassenräumen und zwei Lehrerwohnungen erbaut wurde. Da das Grundstück Teil der ehemaligen schuleigenen Weide war, hieß diese Schule dann auch Weideschute. 1968 wurden diese Gebäude abgerissen, um an ihrer Stelle den heutigen 'Sechsertrakt' der Haupt- und Realschule zu errichten.

28. Auf dieser um 1970 entstandenen Luftaufnahme sieht man die ehemaligen Wohn- und Geschäftsgebäude des heutigen Autohauses Oskar Meyer, Inhaber Peter Becker. 1919 eröffnete der Mechaniker Friedrich Meyer ein Fahrradgeschäft an der Hermann- Lamprecht -Straße. 1926 war der Raum zu eng geworden, so daß Friedrich Meyer nach seiner Meisterprüfung einen Neubau an der Hindenburgstraße errichtete. Zum Werkstattbetrieb gesellte sich dann noch ein Ladengeschäft mit Fahrrädern, Nähmaschinen und Motorfahrzeugen. In den vierziger Jahren war der Betrieb auch Vertragspartner der NSU-Werke. Unter dem heutigen Firmeninhaber Peter Becker wurde vor allem das Neu- und Gebrauchtwagenressort erheblich ausgeweitet.

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