Gnarrenburg in alten Ansichten

Gnarrenburg in alten Ansichten

Auteur
:   Peter Werner
Gemeente
:   Gnarrenburg
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5689-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gnarrenburg in alten Ansichten'

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49. Schon seit jeher spielte in Gnarrenburg das Vereinsleben eine wichtige kulturelle und gesellschaftliche Rolle. Als erster Verein wurde bereits im Jahre 1856 der Gnarrenburger Schützenverein gegründet. Der ursprüngliche Name 'Schützengesellschaft Marienhütte, Gnarrenburg und Geestdorf' wurde später in die noch heute gültige Bezeichnung 'Schützengesellschaft zu Gnarrenburg' umgewandelt. Als tat- und finanzkräftiger Förderer des Vereins zeichnete sich auch hier der Gnarrenburger Glasfabrikant Hermann Lamprecht aus. In der langen Liste der Gnarrenburger Schützenkönige finden sich unter anderen so illustre Persönlichkeiten wie König Georg V. von Hannover oder der frühere Reichskanzler Otto von Bismarck. Das Foto zeigt den Schützenverein in seiner alten Tracht im Jahre 1888.

50. Der Gnarrenburger Männergesangverein 'Liederkranz' kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Als dieses Gruppenbild 1920 entstand, lag das Gründungsjahr 1888 schon eine ganze Weile zurück. Doch schon vorher hatten sich vorwiegend Glasmacher und Hüttenleute der 'Marienhütte' abends nach getaner Arbeit zum gemeinsamen Singen getroffen. Der dann gegründete Verein 'Liederkranz' wählte das Tirncke'sche Gasthaus als Vereinslokal. Ab 1893 hatte Gnarrenburg sogar drei Gesangvereine. Neben dem 'Liederkranz' harten sich noch die Chöre 'Eintracht' und 'Harmonie' etabliert. Bis heute bestehen blieb allerdings nur der MGV 'Liederkranz' ,der unter anderern alljährlich irn Mai ein beliebtes Chorsingen im Gnarrenburger Forst 'Eichholz' ausrichtet.

51. Gleich in ihrem Gründungsjahr 1893 stellte sich hier die damalige Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Gnarrenburg dem Fotografen. 42 Männer, ausgerüstet mit gebrauchten Lederhelmen. einigen Jacken, einer Handdruckspritze und 60 Meter C-Schlauch traten dann am 1. Juni 1893 ihren Dienst an. 'Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr' war und blieb ihr Wahlspruch bis heute. Das um 1900 erbaute alte Gerätehaus, dem noch eine Arrestzelle angegliedert war, mußte am 1. Oktober 1950 einem Neubau gegenüber der Geitel'schen Apotheke weichen. Hier ist heute die Gnarrenburger Sozialstation untergebracht. Seit 1985 besitzt die Freiwillige Ortsfeuerwehr mit ihrem neuen Gerätehaus und Übungsplatz an der Waldstraße eine im gesaniten Landkreis vorbildliche Anlage,

52. Im Jahre 1891 kamen in Gnarrenburg einige sportbegeisterte Männer zusamrnen, um hier den 'Turnverein Marienhütte' zu gründen. Als nach dem Ersten Weltkrieg der Fußball überall immer größeres Interesse fand, wurde 1920 in Gnarrenburg ein zweiter, reiner Fußballverein, die 'Spielvereinigung Gnarrenburg von 1920' gegründet. Es entwickelte sich damals in dieser Sportart ein heftiger Konkurrenzkampf zwischen Gnarrenburg und Bremervörde. 1937 schlossen sich beide Gnarrenburger Vereine 'Männer-Turnverein Marienhütte Gnarrenburg' und 'Spielvereinigung Gnarrenburg von 1920' zum heute noch so bezeichneten 'Turnund Sportverein Gnarrenburg von 1891' zusammen. Vereinslokal war lange Jahre der Gasthof Tönjes, in dessen unmittelbarer Nachbarschaft sich auch heute noch die schönen Sportplätze befinden.

53. Bereits im Jahre 1910 hatte man in Gnarrenburg den 'Vaterländischen Frauenverein' ins Leben gerufen. Dieser hatte es sich ursprünglich zur Aufgabe gemacht, 'wirtschaftliche und sittliche Notzu verhüten' und vor allem die damals noch erhebliche Säuglingssterblichkeit und die Tuberkulose zu bekämpfen. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges paßten sich die Gnarrenburger Frauen der veränderten Lage an und übernahmen die Organisation und Weiterleitung der versebiedenen damals durchgeführten Sammlungen. Außerdem richteten sie den Saal des Schützenhofes als Genesungsheim für verwundete Soldaten ein. 1968lebt dann der RotKreuz-Gedanke wieder auf: die DRK Ortsgruppe Gnarrenburg wurde neu gegründet. Seit einigen Jahren ist die 1970 gegründete DRK-Bereitschaft gemeinsam mit der Ortspolizei in einem neuen Gebäudekomplex an der Hindenburgstraße untergebracht.

54. Dieses Foto aus dem Jahre 1940 zeigt eine besondere Attraktion, die sich Gnarrenburg seit Juni 1938 zugelegt hatte. Im Ortsteil Barkhausen wurde auf Höhe des Hauses Tschackert ein Teilstück des Oste-Hamme-Kanals zu einem Freibad ausgebaut. Unter der Mithilfe des damaligen Arbeitsdienstes entstand ein 15 mal45 Meter großes Becken mit einer Tiefe von bis zu drei Metern. Der Boden des Nichtschwimmerbereichs war zum Teil zementiert, um den Kindern einen sicheren Halt zu ermöglichen. Auf dem Ufergelände wurde dann noch ein reetgedecktes Umkleidehaus gebaut. Obwohl die Badeanstalt zunächst großen Zulauf harte, wurde sie während des Krieges stark vernachlässigt und mußte schließlich für immer geschlossen werden.

55. Elf Anbaustellen, im Quadrat angeordnet und jede 1 320 mal 120 Meter groß, umfaßte das Gebiet der 1784 von Moorkommissar Jürgen-Christian Findorff gegründeten Kolonie nahe Gnarrenburg, die den Namen 'Barkhausen' erhielt. 1823 wurde die Ansiedlung noch um den höher gelegenen Teil 'Oberbarkhausen' erweitert. Um 1830 hatte der Ort 135 Einwohner. Der Hauptverkehrsweg war auch hier der Oste-HammeKanal, der von jeher zwei Funktionen erfüllte: zum einen diente er der Entwässerung der Moorgebiete, zum anderen war er, vor allem in den Anfangsjahren der Kolonisierung, der oft einzig nutzbare Transportweg. auf dem in Kähnen der Torf nach Bremen und Bremervörde gebracht und vieles Lebensnotwendige herangeschafft wurde.

56. Grüße aus Gnarrenburgs Nachbargemeinde Brillit übermittelte diese Ansichtskarte aus dem Jahre 1912. Neben Oerding's Ziegelei und Sägemühle und Nebring's Gastwirtschaft sieht man auch die alte Volksschule. Sie war ursprünglich einklassig und daher bereits 1919 für die schon über neunzig Kinder viel zu klein geworden. Da die damalige Inflation einen Ausbau finanziell nicht erlaubte , wurde jahrelang im Schichtwechsel unterrichtet: vormittags mußten Ober- und Mittelstufe, nachmittags die Unterstufe die Schulbänke drücken. Im Zug der niedersächsischen Schulreform hatte es dann im April 1967 auch in der Brilliter Volksschule zum letzten Mal zum Unterrichtsschluß geklingelt. Die noch erhaltenen Schulgebäude dienen heute der Firma Haberland.

57. Auf dieser Brilliter Ansichtskarte aus den fünfziger Jahre sieht man unter anderem unten links die frühere Ziegelei im Ortsteil Brillitermoor . Hier wurden lange Jahre die umliegenden Lehmvorkommen zur Herstellung von Ziegelsteinen genutzt. Da die norddeutsche Tiefebene, von Findlingen abgesehen, arm an natürlichen Gesteinsschichten ist, war der Ziegelstein über lange Jahrhunderte das bevorzugte Baumaterial mit gleichbleibender Nachfrage. Erst die moderne Bautechnik brachte einen Wandel mit sich, so daß sich die Herstellung von Ziegelsteinen im früheren Ausmaß nicht mehr lohnte. Trotz ihrer günstigen Lage an der Kleinbahn Bremervörde-Osterholz mußte auch die Brilliter Ziegelei ihren Betrieb einstellen. Von den hier abgebildeten Gebäuden sind heute nur noch Rudimente zu sehen.

58. Im nordöstlichen Randbereich der Einheitsgerneinde Gnarrenburg liegt der Ort Fahrendorf. Das 1790 erbaute erste Schulgebäude dieser ursprünglichen Mooransiedlung war hundert Jahre später für die damals über hundert Kinder zu klein geworden. Daher wurde, nicht ganz ohne diverse Schwierigkeiten, im Jahre 1898 die hier abgebildete neue Schule gebaut, die auch heute noch fast genauso aussieht wie auf diesem Foto von 1907. Im Zug der niedersächsischen Schulreform mußte die Volksschule Fahrendorf 1967 ihre Tore für immer schließen. Die Gebäude wurden verkauft und dienten bis heute wechselnden Zwecken.

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