Gnarrenburg in alten Ansichten

Gnarrenburg in alten Ansichten

Auteur
:   Peter Werner
Gemeente
:   Gnarrenburg
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5689-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gnarrenburg in alten Ansichten'

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59. Dieses im Original kolorierte Ansichtskarten-Foto aus dem Jahre 1904 zeigt den Oste-Hamme-Kanal im Gnarrenburger Ortsteil Findorf. Von links mündet im Bildvordergrund ein Nebenkanal ein, der von einer einfachen Holzbrücke überspannt wird. Die meisten Kanäle dienten zunächst der Entwässerung der neu kultivierten Hochmoorfächen. Darüber hinaus waren sie aber auch zuverlässige Transportwege, auf denen der Torf in die Städte Bremen und Brernervörde gebracht werden konnte. Der Hauptkanal verband außerdem über ihre Nebenflüsse Oste und Hamme die Ströme Eibe und Weser miteinander. Auf dem an beiden Kanalseiten zum Damm aufgehäuften Aushub wurden Landwege planiert und später gepflastert oder asphaltiert.

Gasthaus 6. Reinhardt

60. Glinstedt, das am weitesten südwestlich gelegene Dorf der Einheitsgemeinde Gnarrenburg, wurde auf einem Geestrücken gegründet und ist älter als die benachbarten Moorgemeinden. Das wunderschöne Auto auf dem oberen Teil dieser Ansichtskarte aus dem Jahre 1912 deutet schon an, daß seit eh un je eine vielgenutzte Verbindungsstraße zwischen Gnarrenburg und Zeven, die heutige Kreisstraße, durch den Ort führte. So mancher Reisende wird auch irn damaligen Gasthaus Reinhardt eine kleine Erholungspause eingelegt haben. Die unten abgebildete Schule wurde im Jahre 1903 fertiggestellt. Doch auch sie schloß, wie viele kleine Dorfschulen, 1973 für immer ihre Pforten. Das Gebäude ist tast unversehrt erhalten und dient heute als Kindergarten.

61. Wie schon vorher in Gnarrenburg, wurde 1857 auch in der Nachbargemeinde Karlshöfen, am Karlshöfener Berg, eine Glasfabrik, die damalige 'Carlshütte' und spätere 'Hansahütte' als Aktiengesellschaft gegründet. Die neue Glashütte begann bereits ein Jahr später, 1858, mit der Produktion von 'Rheinischem Tafelglas, Glasdachpfannen und geblasenem Tafelglas in allen Dimensionen'. Ihre Konkurrenz zu Gnarrenburger 'Marienhütte' war bald so stark, daß diese 1865 in heftige finanzielle Schwierigkeiten geriet. Das Foto aus den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts zeigt die Fabrik- und Verwaltungsgebäude der 'Hansahütte", aus der nach dem letzten Krieg mit der heutigen Firma 'Brilliant-Louchten AG' der größte Arbeitgeber im Bereich der Einheitsgemeinde Gnarrenburg hervorgegangen ist.

62. Diese Ansichtskarte des Gnarrenburger Nachbarortes Karlshöfen, abgeschickt im Jahre 1934, zeigt in der oberen Hälfte einen Bliek entlang der Hauptstraße. Mittlerweile mußten auch hier viele der schönen Bäume dem Ausbau der Straße weichen. Unten links sieht man die alte Volksschule , die 1911 erbaut wurde. Sie war zweiklassig und wurde von rund hundert Kindern besucht. Heute ist sie nach umfangreichen Erweiterungsund Modernisierungsmaßnahmen eine der drei Grundschulen in der Einheitsgemeinde Gnarrenburg. Der unten rechts abgebildete Kolonialwarenladen Ostermann hat sich heute in einen modernen Supermarkt verwandelt und befindet sich nun an der Hauptstraße.

63. Auf dieser Ansichtskarte aus dem heutigen Ortsteil Karlshöfenerberg sieht man oben die Fabrik- und Verwaltungsgebäude der 1857 gegründeten Glasfabrik 'Carlshütte', später 'Hansahütte'. 1947 etablierte sich hier ein NährmittelherstelIer, die Firma Reuß aus Bremen. Hier fanden zahlreiche Flüchtlinge, die von den Kriegswirren auch nach Karlshöfen verschlagen worden waren, wieder Arbeit und Brot. Einige Jahre danach fusionierte die Firma Reuß dann mit der 'Nordmilch' in Zeven. Manufaktur-, Kurz-, und Kolonialwaren bot damals August Deppe am Karlshöfener Berg an. Haus und Geschäft befinden sich auch heute noch als moderner Bäckereibetrieb im Familienbesitz.

G'asfabrik Cartshüt e

64. Die oben abgebildete Glasfabrik 'Carlshütte', heute 'Brilliant-Leuchten AG', in Karlshöfen war, wie auch die 'Marienhütte' in Gnarrenburg, für die hiesige Bevölkerung in zweifacher Hinsicht bedeutsam, Zum einen bot sie vielen Menschen eine ständige Arbeit bei der Fertigung ihrer Glasprodukte. Zum anderen erhielten die umliegenden Mooranbauer Gelegenheit, ihren Brenntorfin unmittelbarer Nähe abzusetzen, ohne die beschwerlichen Fahrten nach Bremervörde oder Bremen unternehmen zu müssen. Kolonialwarengeschäfte wie das unten abgebildete von Joharm Kück deckten die bescheidenen Bedürfnisse der Menschen damals voll ab.

C8rfsgüfte

O. Blendermann's Geschäftshaus

-.

65. Etwa aus dem Jahre 1910 stammt diese schöne Ansichtskarte aus Karlshöfen. Links sieht man das noch als Fachwerkbau aufgeführte Wohn- und Geschäftshaus Blendermann. Hier konnten sich die Anwohner mit Kolonial- und Kurzwaren versehen. Haus und Geschäft sind auch heute noch, allerdings modern renoviert, im Besitz der Familie Blendermann. Die kleine Lokomotive in der rechten Bildmitte überquert gerade auf Schmalspurschienen die Hauptstraße. Sie zog mit Sand gefüllte Loren. Dieser Sand wurde am damals noch sehr hohen Karlshöfener Berg abgebaut und per Schmalspurbahn zum Ausbau der Kleinbahnstrecke Gnarrenburg-Worpswede nach Karlshöfenermoor transportiert. 1911 konnte dann dieser Kleinbahnabschnitt dem Schienenverkehr übergeben werden.

66. Über Generationen hinweg ist das Gast- und Geschäftshaus Friedrich Specker, hier in einer Ansicht aus dem Jahre 1939, zu einer festen Größe in Karlshöfen geworden. Auch im politischen Leben der Gemeinde spielte Friedrich Specker eine nicht unwichtige Rolle. Von 1917 bis 1923 und dann wieder von 1945 bis 1946 war er hier Gerneindevorsteher und Burgermeister. Wie früher auf dem Lande fast üblich, betrieb man hier neben der Gastwirtschaft auch noch einen Gemischtwarenladen, in dem sich die Dorfbewohner mit den Dingen des täglichen Bedarfs eindeeken konnten. Unter dem heutigen Besitzer Grotheer wurde der Saal zu einer Discothek umgestaltet, die sich insbesondere bei der hiesigen Jugend großer Beliebtheit erfreut.

67. Diese Karte, etwa aus dem Jahre 1910, zeigt verschiedene Ansichten des Dorfes Karlshöfen. Damals hatte der Ort ein noch viel ländlicheres Gepräge als heute. Haupterwerbszweig war die Landwirtschaft. Dafür steht der schöne, unten links abgebildete Niedersachsen- Hof. Dieses 'Winken- Hus' befand sich am Brink und ist 1924 abgebrannt, ebenso wie zwei Jahr später die Scheune im rechten Bildvordergrund. In der heutigen Wirtschaftsstruktur des Ortes hat sich seither ein deutlicher Wandel vollzogen. Die Landwirtschaft hat an Bedeutung eingebüßt zugunsten kleiner und mittelständischer Handwerksbetriebe, die zum Teil über mehrere Generationen im Familienbesitz sind,

68. Der Eindruck von Beschaulichkeit entsteht bei der Betrachtung dieser Ansichtkarte von Karlshöfen aus den frühen fünfziger Jahren. Selbst me Fabrikgebäude unten links treten vor der umgebenden Landschaft in den Hintergrund. Besonders das Foto rechts oben zeigt eine noch intakte Harmonie zwischen Mensch und Natur. Der hinter den hohen Eichen liegende Bauernhof ist kaum zu erkennen. Lediglich der Mast für die elektrische Leitung deutet an, daß der Fortschritt auch an Karlshöfen nicht tatenlos vorbeigegangen ist.

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