Gnarrenburg in alten Ansichten

Gnarrenburg in alten Ansichten

Auteur
:   Peter Werner
Gemeente
:   Gnarrenburg
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5689-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gnarrenburg in alten Ansichten'

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69. Lange Jahrzehnte war die hier auf dem linken Foto aus dem Jahre 1900 abgebildete Windmühle das Wahrzeichen Klenkendorfs, einer der heute zu Gnarrenburg gehörenden Gemeinden. Bereits im Gründungsjahr der Moorkolonie Klenkendorf, 1824, war der Plan zum Bau einer Windmühle gefaßt worden, um den Anbauern die weiten und mühsamen Weg zu den Mühlen in Gnarrenburg oder Bremervörde zu ersparen. Doch erst nach einem neunjährigen 'Mühlenkrieg' , der von den daran Beteiligten mit allen 'Haken und Ösen' geführt wurde, war die 'Klenkendorfer Mühle' endlich mahlfertig. Die Erinnerung an dieses Bauwerk lebt weiter im Namen der heutigen Grundschule in der Nachbargemeinde Brillit-Osterwede.

Erbaut 1891/92

Stammt wahrscheinlich aus der Zeit vor dem 30 ja:--rigen Kriege. Wurde irn Kriege teuwetse zerstört uno wieder aufgebaut

70. Diese Ansichtskarte, etwa um die Jahrhundertwende entstanden, zeigt die beiden Kirchen in Gnarrenburgs nördlicher Nachbargemeinde Kuhstedt. Die alte, heute nicht mehr vorhandene Kirche stammt verrnutlich aus dem 16. Jahrhundert. Spuren deuteten darauf hin, daß sie im Dreißigjährigen Krieg sehr stark beschädigt wurde. Dennoch hieß es in einem Bericht von 1794: 'Die Kirche ist zwar alt, aber noch nicht baufällig." Dennoch war sie um 1890 zu klein geworden. Dank einer 1888 von Hofbesitzer Heinrich Schröder der Kirche zu Kuhstedt testamentarisch vermachten Summe von 75 000 Mark konnten dann ein Pfarrhaus und eine Kirche neu gebaut werden. Der Einweihungstag der Kirche am 29. Oktober 1893 jährt sich nun zum hundertsten Mal.

71. Die am 22. Juni 1903 abgeschickte Ansichtskarte zeigt links das frühere Geschäftshaus von Wilhelm Sterzenbach an der Bremervörder Straße in Kuhstedt. Das 1870 erbaute Haus diente als Wohnung. Gastwirtschaft und Gemischtwarenladen. Seit 1880 war hier auch eine Posthilfsstelle eingerichtet, in der 1905 der erste Fernsprechanschluß in Kuhstedt installiert wurde. Heute enthält das Gebäude mehrere Wohnungen. Rechts im Bild sieht man die alte Oberförsterei, die heute als Pferdezuchtbetrieb genutzt wird. Ursprünglich war es der Arntssitz des hiesigen Vogtes, der sich später als 'Reitender Förster' um die Betreuung der umliegenden Wälder zu kümmern hatte. Als einzige ' Amtsperson' im Dorf soll der jeweilige Vogt ein hohes Ansehen in Kuhstedt genossen haben.

Kuhstedt

72. Im Jahre 1857 erhielt der Kaufmann August Hirsch die Genehmigung, in der heutigen Bremerhavener Straße in Kuhstedt ein Wohn- und Geschäftshaus zu errichten. Später ging das Anwesen an Carsten Bücking, der anfangs noch mit einem Hundegespann die urnliegenden Ortschaften aufgesucht haben soll, um deren Einwohner rnit den Waren des täglichen Bedarfs zu versorgen. Sein Sohn Carl führte das Geschäft weiter. Da er keinen Nachfolger hatte, wurde das Geschäft zeitweise verpachtet und schließlich an Wilhelm Lüllau verkauft. Seither haben laufende Modernisierungsmaßnahmen für eine zeitgemäße Ausstattung des Betriebes gesorgt.

73. Auf dieser Ansichtskarte aus Kuhstedt, aufgenommen um 1920, sieht man die Vorderansicht des damaligen Geschäftshauses von Hinrich Hünken. Der war 1910 mit 500 Mark Grundkapital nach Amerika ausgewandert, wo er das Bäckerhandwerk erlernte. 1913 kehrte er mit 3 650 Mark Abfindung in der Tasche nach Kuhstedt zurück. Hier ließ er am Rande des elterlichen Hofgrundstücks an der heutigen Bremerhavener Straße ein Geschäftshaus mit Bäckerei bauen. Nach seinem Tode wurde das Geschäft zunächst verpachtet, bevor Heinz Hünken als einziger Sohn die Nachfolge antrat.

74. Mitten im Dorf Kuhstedt, schräg gegenüber der Kirche, steht an der Einmündung der Bremerhavener Straße dieses Gebäude , das hier in einer Aufnahme aus dem Jahre 1943 zu sehen ist. Da, wo sich heute die Jugend in der Discothek 'Magie' trifft, ist von jeher eine Gastwirtschaft betrieben worden. Auch in früheren Zeiten war die große Diele ein beliebter Treffpunkt der jungen Leute, die sich allerdings bisweilen heimlich selbst mit Schnaps aus dem Keller des damaligen Eigentümers Nikolaus Bullwinkel bedient haben sollen. 'Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!' habe Bullwinkel in seiner Entrüstung über diese Missetat ausgerufen. 1895 wurde im ersten Stock ein Tanzsaal eingerichtet.

Gnstha.ua D. Ahrens

75. Eines der auffälligsten Gebäude an der Kuhstedter Hauptstraße ist auch heute noch die Gastwirtschaft Ahrens. Das 1798 zum ersten Maloffiziell genannte Anwesen wurde um 1820 an Gerd Kriete aus Oldendorf bei Beverstedt verkauft. Er besaß das Schankrecht und richtete in dem ursprünglichen Bauernhaus als erster eine Gastwirtschaft ein. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gelangten Hofund Gastwirtschaft durch Kaufin den Besitz von Diedrich Ahrens aus Büttel. Mit Hartwig Ahrens befindet sich das Anwesen nun in der dritten Generation im Familienbesitz. Das ursprüngliche Fachwerkgebäude wurde 1884 durch ein massives Gemäuer ersetzt, in dessen modern ausgestatteten Gasträumen schon viele große Hochzeiten und andere Feste gefeiert wurden.

76. Das Lehmvorkommen im Bereich zwischen Gnarrenburg und Kuhstedt führte urn 1870 zur Gründung einer Ziegelei. Ursprünglich in Handarbeit wurden Ziegelsteine, Dachpfannen und Dränrohre hergestellt und in Öfen mit einem Fassungsvermögen von 40 000 Stück gebrannt. Anfang der zwanziger Jahre übernahm Hermann Schandel den Wiederaufbau des zwischenzeitlich stark verfallenen Betriebes. 1942 wurde das Werk durch eine Fliegerbombe erheblich beschädigt. Nach dem Wiederaufbau beschränkte man sich ab 1947 auf die Herstellang von Ziegelsteinen. Mittlerweile ist die Produktion völlig stillgelegt. Die Luftaufnahme aus der Zeit vor 1936 zeigt die Ziegelei noch mit dem alten Schornstein, der 1978 gesprengt wurde.

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