Gänserndorf in alten Ansichten Band 1

Gänserndorf in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Franz Müller
Gemeente
:   Gänserndorf
Provincie
:   Niederösterreich
Land
:   Österreich
ISBN13
:   978-90-288-2022-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gänserndorf in alten Ansichten Band 1'

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van

Franz Müller

Europäische Bibliothek - ZaltbommellNiederlande

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© 1982 Europäische Bibliothek - Zaltbommel/Niederlande © 2011 Reproduktion vom 2. Druck aus 1994

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EINLEITUNG

Gänserndorf liegt am nördlichen Rande des Marchfeldes, der Kornkammer Österreichs, und ist sowohl der wirtschaftliche als auch der administrative Zentralort dieses Gebietes.

Das Dorf wird erstmals 1115 in einer Urkunde des Bischofs Ulrich von Passau als 'Genstribendorf' erwähnt. Gänserndorf dürfte ursprünglich landesfürstlicher Besitz gewesen sein, der im Laufe der Jahre zersplittert wurde. Die letzten vicedomischen Untertanen wurden 1774 von Maria Theresia im Tauschwege dem Deutschen Orden überlassen.

Wirtschaftlich war Gänserndorf ein unbedeutendes, kleines Bauerndorf, das 1751 nur 75 Häuser aufwies. Haupterwerb waren der Anbau von Getreide und Buchweizen sowie die Schaf- und Pferdezucht. Noch im Jahre 1830 lebten nur 473 Menschen im Dorf, das bloß aus 93 Häusern bestand.

Den entscheidenden Anstoß für die Weiterentwicklung des Ortes gab der Bau der Kaiser-FerdinandsNordbahn im Jahre 1839. Damit war der Anschluß an weite Wirtschaftsgebiete erreicht. Die Inbetriebnahme der Flügelbahn nach Marchegg im Jahre 1848 verbesserte noch die Lage.

Als 1900 der Sitz der Bezirkshauptmannschaft nach

Gänserndorf verlegt wurde, war damit die erste zentrale Verwaltungsfunktion gegeben. Diese politische Aufwertung hatte zur Folge, daß sich Handels- und Gewerbebetriebe ansiedelten, eine Bürgerschule errichtet wurde und die Infrastruktur des Ortes eine Verbesserung erfuhr. Die Eröffnung der Landesbahn nach Gaweinstal mit ihrer Fortsetzung nach Mistelbach im Jahre 1903 erschloß das angrenzende Weinviertel und festigte die Bedeutung des Ortes als Verkehrsknotenpunkt.

Diese wohl langsame aber stetige Entwicklung wurde nach dem Ende des Ersten Weltkrieges infolge der schlechten Wirtschaftslage unterbrochen. Während des Zweiten Weltkrieges blieb der Ort wohl weitgehend von Fliegerangriffen verschont, wurde jedoch 1945 Kampfgebiet. Das Kriegsende brachte schwere Schäden, viele Häuser waren zerstört oder beschädigt. Dazu kam die Last der Besatzungsmacht, Unter diesen schwierigen Umständen begann eine mühevolle aber stetige Aufbauarbeit und es gelang, Gänserndorf zum Mittelpunkt der Verwaltung und Wirtschaft aber auch zur Schulstadt des Bezirkes zu machen.

Die Ansiedlung von zentralen Behörden, wie Bez irksgericht, Finanzamt, die Eröffnung von mehreren

Geldinstituten, erbrachte auch eine wirtschaftliche Nebenwirkung: Gänserndorf wurde Einkaufsort. Auch die Verwaltung und die Werkstätten des Förderbetriebes der ÖMV verlegten ihren Standort nach Gänserndorf. Die Gemeindeverwaltung führte im gleichen Zeitraum den kommunalen Aufbau fort, Wohnungen wurden errichtet, der Bau einer zentralen Wasserleitung und einer Kanalisation in Angriff genommen, Straßen saniert und Baugründe bereitgestellt. Gleichzeitig wurde der Ausbau als Schulruittelpunkt forciert.

In Anerkennung dieser Leistungen und der Bedeutung des Ortes wurde daher am 18. Dezember 1958 der Ortsgemeinde das Stadtrecht verliehen.

Die Eröffnung des Schnellbahnbetriebes nach Wien im Jahre 1962 setzte neuerliche Impulse. Nunmehr interessierten sich auch Industriebetriebe für die Stadt als Standort und viele Wiener errichteten im Siedlungsgebiet Zweitwohnhäuser. In weiterer Folge wurden vor wenigen Jahren eine Sport halle und ein Hallenbad errichtet sowie eine Frerndenverkehrsattraktion geschaffen, der Safaripark Gänserndorf, in dem mehr als 1000 exotische Tiere beobachtet werden können.

Der Aufstieg Gänserndorfs vom Dorf zur Stadt war im Vergleich zu anderen Hauptorten verhältnismäßig kurz, aber beschwerlich: vom Bauernhof zur Bahnsiedlung, zum Behördenmittelpunkt und Schulzentrum, bis nunmehr auch zum Wirtschafts- und Industriestandort.

Zahlen zeigen diesen Aufstieg sehr eindrucksvoll: Bestand Gänserndorf vor 100 Jahren, im Jahre 1880, noch aus 162 Häusern mit 1534 Einwohnern, so können 1982 1505 Häuser und 4832 Einwohner gezählt werden.

Es ist einigen wenigen ehemaligen Mitbürgern, die sich seinerzeit der Mühe unterzogen, den Ort und seine Bewohner im Bild festzuhalten, zu danken, daß wir einen Bliek in die Vergangenheit unserer Stadt werfen können. Mögen daher die folgenden Bilder für den einen eine liebe Erinnerung, für den anderen vielleicht eine Brücke in die Vergangenheit sein.

Abschließend danke ich allen, die mir durch Hinweise, Informationen oder Beistellung von Bildern bei der Zusammenstellung dieses Bildbandes halfen.

Franz Müller

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1. Die Ansichtskarte aus dem Jahre 1906 zeigt im oberen Bild die Bahnstraße in Richtung Kirche gesehen. Im Hintergrund, Kirchenplatz Nr. 1, ist die hintere Hofausfahrt des Bauernhauses Laurenz Strasser zu sehen; später stand hier die 'Pawlik-Villa'. Im Bild rechts unten wird der Bahnhof mit dem alten Bahnhofsgebäude der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn gezeigt.

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2. Die Hauptstraße mit dem Neubau der k.k. Bezirkshauptmannschaft, im Hintergrund das heutige Rathaus. Die Hauptstraße ist noch ungepflastert. Auf dem anderen Bild ist der Kirchenplatz mit Pfarrhof und Volksschule zu sehen. Rechts vorne steht das Wirtschaftsgebäude des Laurenz Strasser, das später dem Leder- und Schuhzubehörhändler Hansel gehörte. Das Gebäude wurde erst 1981 demoliert und an seiner Stelle ein Modengeschäft errichtet.

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3. Ein Bliek auf die Bahnstraße in Richtung Osten, um das Jahr 1910. Rechts vorne steht das Eckhaus zur Kudlichgasse mit der Gemischtwarenhandlung Joharm Breyer, später Wilhelm Nowak. Heute ist in den Räumlichkeiten ein Elektro- und Radiogeschäft eingemietet.

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4. Am 18. Juni 1899 fand das Gründungsfest des Sänger-Gauverbandes im Viertel unter dem Manhartsberg in Gänsemdorf statt. Die zu diesem Anlaß ausgegebene Ansichtskarte zeigt rechts oben das spätere Rathaus in seiner alten Form vor dem Umbau, noch mit Walmdach und spitzem Turm. Es gehörte zu diesern Zeitpunkt Heinrich Watzek, einem Handelsmann. Auf dem linken unteren Bild sieht man das Gemeindegasthaus, das später an Joharm Hansy verkauft wurde.

5. Die Kirche mit Pfarrhof, alter und neuer Volksschule um das Jahr 1884. Um die Kirche ist noch die Friedhofsmauer erhalten, am linken Bildrand führt die Straße nach Prottes. Die alte Volksschule, das kleine Gebäude vor dem einstöckigen Bau, war 1783 erbaut worden und wurde 1865 verkauft. Am 12. April des gleichen Jahres erfolgte die Grundsteinlegung für die neue Schule, deren Eröffnung bereits am 9. August erfolgte.

6. Der Hauptaltar mit den beiden Seitenaltären in der Pfarrkirche 'Zurn Heiligen Schutzengel'. Bereits um 1350 wird in Gänserndorf eine Kapelle erwähnt. In der Folge wurde diese Kapelle zu einer kleinen Kirche erweitert, Teile des Altbaues weisen noch heute romanische Stilelemente auf. Bei der Erweiterung der Kirche wurde 1961 auch die Innenausgestaltung gänzlich verändert. Die Apsis unter dem Turm dient heute als Sakristei,

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