Gänserndorf in alten Ansichten Band 2

Gänserndorf in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Monika Müller
Gemeente
:  
Provincie
:   Niederösterreich
Land
:   Österreich
ISBN13
:   978-90-288-6681-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gänserndorf in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Das große Leserinteresse ermöglichte die Herausgabe eines zweiten Bandes von ' Gänserndorf in alten Ansichten' . Band 1 beinhaltet den Zeitraum von 1115 bis 1919, Band 2 von 1920 bis etwa 1960. In diesem zweiten Band wird einerseits die weitere Entwicklung von Plätzen, Gebäuden, Straßen und Einrichtungen dokumentiert und andererseits neu Hinzugekommenes erfasst. Die Geschichte von Gänserndorf wird an dieser Stelle in einer komprimierten und rezitierenden Fassung des ersten Bandes wiedergegeben: Gänserndorfliegt am nördlichen Rand des Marchfeldes, der Kornkammer Österreichs,

und ist sowohl der wirtschaftliche als auch der administrative Zentralort dieses Gebietes. Das Dorf wird erstmals 1115 in einer Urkunde des Bischofs Ulrich von Passau als 'Genstriebendorf' erwähnt und dürfte ursprünglich landesfürstlicher Besitz gewesen sein, der im Laufe der Iahre zersplitterte. Die letzten vicedomischen Untertanen wurden 1774 von Maria Theresia im Tauschwege dem Deutschen Orden überlassen. Wirtschaftlich war Gänserndorf ein unbedeutendes Bauerndorf, das 175 1 nur 75 Häuser aufwies. Haupterwerb war der Anbau von Getreide und Buchweizen sowie die Schaf-und Pferdezucht. Im Iahre 1830 lebten 473 Menschen im Dorf, das aus 93 Häusern bestand. Den entscheidenden Anstoß für die Weiterent-

wicklung des Ortes gab der Bau der Kaiser-FerdinandsNordbahn im Iahre 1839. Die Inbetriebnahme der Flügelbahn nach Marchegg im Iahre 1848 verbesserte die Lage. Als 1900 der Sitz der Bezirkshauptmannschaft nach Gänserndorf verlegt wurde, war damit die erste zentrale Verwaltungsfunktion gegeben. Dies hatte zur Folge, dass sich Handels- und Gewerbebetriebe ansiedelten, eine Bürgerschule errichtet wurde und die Infrastruktur eine Verbesserung erfuhr. Die Eröffnung der Landesbahn nach Gaweinstal mit ihrer Fortsetzung nach Mistelbach im Iahre 1903 erschloss das angrenzende Weinviertel und festigte die Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt.

Unterbrochen wurde die Entwicklung nach dem Ende des Ersten Weltkriegs infolge der schlechten Wirtschaftslage. Während des Zweiten Weltkriegs blieb der Ort wohl weitgehend von Fliegerangriffen verschont, wurde jedoch 1945 Kampfgebiet. Das Kriegsende brachte schwere Schäden. Dazu kam die Last der Besatzungsmacht. Unter diesen schwierigen Umständen begann eine mühevolle aber stetige Aufbauarbeit und es gelang Gänserndorf zum Mittelpunkt der Verwaltung und Wirtschaft, aber auch

zur Schulstadt des Bezirkes zu machen. Die Ansiedlung von zentralen Behörden, wie Bezirksgericht, Finanzamt, und die Eröffnung von Geldinstituten erbrachten auch

eine wirtschaftliche Nebenwirkung: Gänserndorfwurde Einkaufsort. Auch die Verwaltung und die Werkstätten des Förderbetriebes der OMV verlegten ihren Standort nach Gänserndorf. Die Gemeindeverwaltung führte im gleichen Zeitraum den kommunalen Aufbau fort, Wohnungen wurden errichtet, zentrale Wasserleitung und Kanalisation gebaut und Straßen saniert. Gleichzeitig wurde der Ausbau als Schulmittelpunkt forciert. In Anerkennung dieser Leistungen und der Bedeutung des Ortes wurde daher am 18. Dezember 1958 der Ortsgemeinde das Stadtrecht verliehen.

Die Eröffnung des Schnellbahnbetriebes nach Wien im Iahre 1962 setzte neuerliche Impulse. Nunmehr interessierten sich auch Industriebetriebe für den Standort und viele Wiener bauten Zweitwohnhäuser. In weiterer Folge wurden eine Sporthalle und ein Hallenbad errichtet. Im Safari park Gänserndorf können nicht nur exotische Tiere beobachtet werden, es wurde auch eine Auffangstation für Elefanten errichtet. Geplant ist ein Freigehege für Affen, die in einem Labor zu Versuchszwecken lebten. Schnellbahn, Regionalzüge und moderne City-Shuttles bieten heute in Verbindung mit Parkdeck, 'Park & RideAnlage' und Busbahnhof eine rasche Verbindung in die BundeshauptstadtWien und die Landeshauptstadt St. Pölten. Das Jubiläum '40 Iahre Stadt Gänserndorf' 1999 mit der Eröffnung des renovierten Rathauses bildete einen weiteren Höhepunkt in der Geschichte Gänserndorfs.

Der Aufstieg Gänserndorfs vom Dorf zur Stadt war im Vergleich zu anderen Hauptorten verhältnismässig kurz, aber beschwerlich: vom Bauerndorf zur Bahnsiedlung, zum Behördenmittelpunkt und Schulzentrum - Bundesgymnasium und Bundeshandelsschule und -akademie kamen hinzu -, bis nunmehr auch zum Wirtschafts- und Industriestandort mit mehreren Einkaufszentren. Für die medizinische Versorgung sorgen praktische Ärzte und Fachärzte. Ein medizinisches Zentrum ist in Bau. Im Iahre 1880 bestand Gänserndorf aus 162 Häusern mit 1 534 Einwohnern. 200 1 leben zufolge der in diesem Iahr durchgeführten Volkszählung 7 931 Haupt- und 262 Zweitwohnbesitzer in Gänserndorf.

Möchten die nachfolgenden Bilder nicht nur eine Erinnerung sein, sondern auch eine Brücke von derVergangenheit in die Zukunft bilden. Ich danke allen, die mich in irgendeiner Form beim Zustandekommen dieses Buches unterstützen. Widmen möchte ich den zweiten Band von 'Gánserndorf in alten Ansichten' meinem verstorbenen Vater, ohne dessen akribische und umfangreiche Tätigkeit auf dem Gebiet der Heimatkunde beide Bände nicht möglich wären.

1 Die Ansichtskarte aus dem Iahre 1934 zeigt im oberen Bild links eine Totalansicht von Gänserndorf von Nordnordwesten.

Oben rechts sind die Bezirkshauptmannschaft und das Rathaus zu sehen. Unten links ist die Kirche mit dem Kriegerdenkmal

im unteren rechten Eck abgebildet. Das Bild unten rechts gewährt einen Blick gegen Osten in die Eichamtstraße mit der Haupt-

schule auf der rechten Seite.

2 Fliegeraufnahme aus demjahre 1932 nach Nordostast. Im rechten Teil

ist die gerade Trassenführung der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn zu sehen.

Das Bild zeigt deutlich die Einbettung von Gänserndorf in die umliegenden

Felder. Gut sind auch die Brücken und Stege über die Bahn auszunehmen.

3 Auf dieser Fliegeraufnahme aus dem Iahre 1942 in Richtung Nord-

westen sind die Kirche und die Hauptstraße sehr gut zu erkennen.

4 Blick auf die Kirche vom Nordosten. Links ist das ehemalige E-Werk heute befindet sich dort

das Hallen- und Freibadund rechts der pfarrhof zu sehen.

Gönserndorf bei Wien,

5 Gänserndorfvon Nordnordosten aus, vom 'See' her, um 1925.

6 Impressionen vom 'See' mit Gänsen. Dieser war eine sumpfige Niederung, die die Wasser des Sulzba-

ches aufnahm, ehe sie in den Weidenbach abflossen. Durch die Regulierung des Weidenbaches wurde das

Gebiet trockengelegt. Heute ist fast das ganze Gebiet verbaut beziehungsweise der landwirt-

schaftlichen Nutzung zugeführt.

7 Auch gefischt wurde im See, wie hier zu sehen ist.

8 Im Zuge der Erweiterung der Gänserndorfer pfarrkirche veränderte sich auch die Innengestaltung gänzlich. Vom alten Teil

wurde ein Joch abgetragen und ein neuer großer rechteckiger Kirchenraum angebaut, das Presbyterium jedoch in den erhalten

gebliebenen Teil der Kirche verlegt. Der ehemalige Altarraum dient nunmehr als Sakristei. Die Weihe der Kirche nahm Kardinal Dr.

Franz König am 3. und 4. Juni 1961 vor.

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