Güntersleben in alten Ansichten

Güntersleben in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Josef Ziegler
Gemeente
:   Güntersleben
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5617-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Güntersleben in alten Ansichten'

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6. Mit der festlichen Einweihung am 26. September 1903 stand die Kirche nach dem Abschluß der Baumaßnahmen wieder für den Gottesdienst zur Verfügung. Die Erneuerung der Innenausstattung erforderte aber noch erhebliche Opfer von der Gemeinde. Es dauerte noch mehrere Jahre, sowie der zu diesem Zweck gegründete Kirchenbauverein mit seinen 190 Mitgliedern im Dorf die erforderlichen Mittel aufbringen konnte, bis alles vollendet war.

Zwischen 1904 und 1911 wurden zunächst eine neue Kanzel, die Kreuzwegstationen, die beiden Altäre für die Seitenschiffe, das Chorgestühl und schließlich auch ein neuer Hochaltar beschafft. Sie wurden, im damals üblichen neugotischen Stil, in Würzburger Kunstwerkstätten geschaffen und schmücken seither das Innere der Kirche.

Eine neue Orgel für die Kirche wurde 1903 aus Mitteln der Gemeinde beschafft. Sie verrichtete bis 1973 ihren Dienst, ehe sie dann wiederum durch ein neueres Werk ersetzt wurde.

Noch lebhaft in Erinnerung ist vielen die künstlerische Ausmalung der Kirche. Im Mittelpunkt stand dabei die eindrucksvolle Darstellung des Jüngsten Gerichts, die bis zur neuerlichen Renovierung der Kirche im Jahre 1957 im Chorbogen zu sehen war. Das Gemälde wurde im Jahre 1908 von dem aus Güntersleben stammenden Künstler Augustin Kolb geschaffen. An ihn, der 1942 gestorben ist, erinnert heute ein Gedenkstein am Vorplatz der Aussegnungshalle auf dem Friedhof.

7. Zu den öffentlichen Einrichtungen, die von der Gemeinde für die Dorfbevölkerung vorgehalten wurden, gehörte früher auch die Gerneindeschenke. In Güntersleben ist eine solche seit 1594 am Platz des späteren Gasthauses 'Zum Hirschen' nachweisbar.

Die Gerneindeschenke wurde ursprünglich für jeweils ein Jahr an einen Wirt verliehen, der oftmals auch von außerhalb kam. Später verlängerte man die Pachtdauer auf drei Jahre. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts ging das gemeindliche Wirtshaus in der Ortsmitte dann in Privatbesitz über.

Im Jahre 1769 übernahm Valentin Schömig, der aus Rimpar nach hier einheiratete, das Gasthaus. Über viele Generationen blieb das Haus bis 1977 im Besitz der Familie.

Auf der Darstellung, die den Bliek auf die Ortsmitte von der Thüngersheimer Straße zeigt, ist rechts noch die alte Hirschenwirtschaft zu sehen. Im Jahre 1907 wurde an ihre Stelle der bis heute stehende Neubau errichtet.

8. In der Dorfmitte, wo die Straßen aus den Nachbarorten zusammentreffen, ist heute gerade noch Platz für einen Baum. Früher befanden sich in der Mitte der Kreuzung, wie das Bild aus der Zeit um 1920 zeigt, neben der mächtigen Dorflinde die Gemeindewaage mit dem Wiegehäuschen und der Kettenbrunnen, der dern Platz auch den Namen gab.

Der Kettenbrunnen, der nie sehr ergiebig war, hatte mit dem Bau der zentralen Wasserversorgung um diese Zeit seine Bedeutung schon verloren. Er war jedoch auch im Zweiten Weltkrieg noch funktionstüchtig und wurde beim Ausfall der Wasserleitung benutzt. Heute steht sein sichtbarer Aufbau, teilweise rekonstruiert, auf dem Parkplatz an der Rimparer Straße.

Die Gebäude, die im Hintergrund den Platz begrenzen, haben inzwischen alle ein anderes Gesicht. Erhalten geblieben ist lediglich die 1907 neugebaute Hirschenwirtschaft in der Form, wie sie am linken Bildrand erscheint.

9. Bis in die ersten Jahre dieses Jahrhunderts mußte sich die Bevölkerung mit Wasser aus Brunnen versorgen. Sieben öffentliche und einige private Brunnenanlagen standen dafür den 1 200 Einwohnern zuletzt zur Verfügung.

Seit der Jahrhundertwende befaßte sich die Gemeinde - auch auf nachhaltige Aufforderung der vorgesetzten Behörden - mit Plänen für eine zentrale Wasserversorgungsanlage, die dann in den Jahren 1908/09 ausgeführt wurden. Der Bau der Pumpstation am Laurenzibrunnen bei der heutigen Minigolfanlage, des Hochbehälters auf der Platte und die Verlegung der Rohrleitungen bedeuteten für die Gemeinde eine finanzielle Belastung, die nicht leicht zu verkraften war.

Umso größer war die Freude, als das Werk vollendet war. Am 8. August 1909 wurde die Einweihung mit einem großen Fest gefeiert. Auf dem Bild sind die Ehrengäste mit Bürgermeister Gottfried Issing (dritter von rechts in der unteren Reihe) festgehalten.

Bis 1975 wurde die Gemeinde aus dieser Anlage versorgt. Dann machte der gestiegene Wasserbedarf den Anschluß an die Fernwasserversorgung erforderlich.

10. Die Aufnahme von 1916 mit dem Bliek in die Thüngersheimer Straße zeigt als zweites Anwesen in der Häuserzeile das Ladengeschäft des Bäckerrneisters Michael Beek. Davor stehen in der Bildmitte die vier Bäckerskinder an der Hand ihrer Betreuerin Lena Keß verh. Mack. Links daneben hat sich die gegenüber in der Nachbarschaft wohnende Barbara Kuhn mit ihren Nichten Agnes und Paulina für den Fotografen gestellt.

Die Aufnahme zeigt das typische Straßenbild des alten Dorfes. Eng aneinandergereiht stehen die Häuser giebelständig unmittelbar entlang der Dorfstraße, die für damalige Verhältnisse durchaus breit war. Die Häuser waren in aller Regel eingeschossig und hatten steile Dächer. Soweit ein Kellergeschoß vorhanden war, ragte dieses weit über das Straßenniveau heraus. Die höher gelegenen Wohnungen konnten damit nicht so leicht in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn das damals so genannte Westerd bei Unwettern vom Wasser aus den außen liegenden Flurlagen überflutet wurde.

Zur Straße waren die Anwesen durch eine hohe Maner und das Hoftor mit der Eingangstüre abgegrenzt. Der Straßenraum war damit nach beiden Seiten hin durchgehend geschlossen.

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