Güntersleben in alten Ansichten

Güntersleben in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Josef Ziegler
Gemeente
:   Güntersleben
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5617-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Güntersleben in alten Ansichten'

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16. Der Ausbruch eines Feuers bedeutete für unsere eng bebauten Dörfer mit Häusern, die unter weitgehender Verwendung von Holz gebaut waren, und Scheunen, in denen Stroh und Erntevorräte gelagert waren, immer eine elementare Bedrohung. Vorkehrungen gegen Brandgefahr und die Organisation der Brandbekämpfung waren deshalb seit jeher eine wichtige gemeindliche Aufgabe.

Die Erkenntnis, daß eine wirksame Brandbekämpfung besser mit einer eingespielten und dafür ausgebildeten Mannschaft mit der entsprechenden Ausrüstung möglich ist, führte im letzten Drittel des vergangenen Jahrhunderts, vielfach auf obrigkeitlichen Nachdruck, zur Einrichtung von Feuerwehren in den Dörfern.

In Güntersleben wurde eine Freiwillige Feuerwehr am 22. April 1888 gegründet. Maßgeblichen Anteil an der Gründung hatte der damalige Lehrer Ulsamer, dem es gelang, eine stattliche Anzahl junger Männer für die Idee einer Feuerwehr zu begeistern. Das Bild, das wenige Jahre nach der Gründung entstand, zeigt einen Teil der Mannschaft, die vor ihrer Leiter in der Ortsmitte Aufstellung genommen hat.

Seither verrichtet die Freiwillige Feuerwehr Güntersleben ihren Dienst für die Allgemeinheit und pflegt das Gemeinschaftsleben unter ihren Mitgliedern. Sie ist damit die älteste bestehende Organisation in der Gemeinde.

17. Die Bürgermeister von Güntersleben in den Jahrzehnten vor und nach der Jahrhundertwende.

Bild links: Kaspar Keupp war Bürgermeister von 1886 bis 1904. In seine Amtszeit fällt die Einrichtung einer eigenen Poststelle für Güntersleben im Jahre 1899.

Bild Mitte oben: Gottfried Issing war von 1905 bis 1919 im Amt. Unter seiner Verantwortung wurde 1908 bis 1909 die zentrale Wasserversorgungsanlage gebaut.

Mitte unten: Michael Kilian amtierte von 1919 bis 1924. Während seiner Amtszeit erfolgte im Jahre 1922 der Anschluß der Gemeinde an die Elektrizitätsversorgung.

Bild rechts: Anton Kilian hatte in den schwierigen Jahren von 1925 bis 1935 das Vertrauen der Bürger. Nach dem Ende des Dritten Reiches wurde er 1945 von den Amerikanern nochmals kurzzeitig als Bürgermeister eingesetzt.

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18. Dem Benediktinerkloster St. Stephan in Würzburg oblag seit der Errichtung einer selbständigen Pfarrei im Jahre 1345 die Besetzung der Pfarrstelle und die seelsorgliche Betreuung des Dorfes. Aufgrund dessen stand dem Kloster auch der Zehnt der geernteten Feldfrüchte zu.

Es ist nicht mehr bekannt, wann zum Einsammeln und Lagern dieser Früchte die im Bild sichtbare Zehntscheune errichtet wurde. Sie stand in der Thüngersheimer Straße unterhalb der Steilen Gasse, die in neuerer Zeit danach ihre jetzige Bezeichnung Zehntgasse erhielt.

Nach der Auflösung des Klosters im Jahre 1802 ging die Zehntscheune zunächst in Staatsbesitz über. 1831 erwarb sie die Gemeinde für 600 Gulden, gab sie aber schon 1853 wieder zur Versteigerung frei. Seitdem befand sich die Scheune in Privatbesitz.

1976 wurde sie abgebrochen. An ihrer Stelle steht heute die örtliche Zweigstelle der Kreissparkasse.

19. Als Zehntherr war das Kloster verpflichtet, für die Viehhaltung der zehntpflichtigen Bauern das sogenannte Faselvieh, nämlich einen Zuchtstier und einen Zuchteber, zur Verfügung zu stellen. Nach der Säkularisation im Jahre 1803 trat der Staat in die Rechte und Pflichten des Klosters ein und hatte damit auch diese Aufgabe zu übernehmen. Seit etwa 1830 war dann die Gemeinde zuständig.

Zunächst waren die Zuchttiere jeweils beim beauftragten Halter untergebracht. Im Jahre 1919 baute dann die Gemeinde mit staatlicher Unterstützung ein Stallgebäude mit Wohnung für den Viehhalter, das im örtlichen Sprachgebrauch unter der Bezeichnung Bullenstall geläufig war.

Nach Abschaffung der Vatertierhaltung durch die Gemeinde wurde das auf dem Bild sichtbare Gebäude in der Rimparer Straße im Jahre 1977 verkauft. Heute steht dort ein Einrichtungshaus.

20. Kurz nach der Jahrhundertwende brachte Joharm Winterheld die erste Dreschmaschine ins Dorf. Seine Garnitur bestand aus dem Dreschwagen mit dem Einlegekasten obenauf und dem Lokomobil, einer Dampfmaschine, mit der das Räderwerk des Dreschkastens angetrieben wurde.

Das Bild zeigt den Maschinenbesitzer Johann Winterheld mit seinen beiden Einlegern und den zahlreichen Helfern, die beim Dreschen gebraucht wurden, vor seiner Maschine im Anwesen von Josef Kraus in der Langgasse.

Nach der Ernte, wenn die Getreidegarben von den Feldern abgefahren waren, wurden zuerst die großen Haufen gedroschen, die an den Straßen zumeist am Ortsrand aufgeschichtet waren. Seit 1938 gab es auch eine Dreschhalle, zu der die Klein- und Nebenerwerbsbauern ohne eigene Scheune ihr Getreide zum Dreschen bringen konnten. Im Herbst und Winter wurde dann in den Scheunen der größeren Bauern gedroschen.

Bis 1968 waren Dreschmaschinen in Güntersleben im Einsatz. Dann wurden sie von den Mähdreschern abgelöst. An Stelle der früheren Dreschhalle steht seit 1971 die Pesthalle der Gemeinde.

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