Güntersleben in alten Ansichten

Güntersleben in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Josef Ziegler
Gemeente
:   Güntersleben
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5617-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Güntersleben in alten Ansichten'

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21. Güntersleben mit seiner, gemessen an der früheren Einwohnerzahl, recht großen Gemarkung von über 1 600 Hektar Fläche war bis zur Mitte dieses Jahrhunderts von der Landwirtschaft geprägt. Der überwiegende Teil der Bevölkerung lebte vom Ertrag der Böden, auch wenn diese aufgrund der überwiegend geringen Bonität nur durchschnittliche Ernten brachten und infolge der oft ungünstigen Geländeverhältnisse mit steilen Hanglagen nicht leicht zu bewirtschaften waren.

Die Technisierung, die auch in der Landwirtschaft den Menschen die Arbeit erleichtern half, hielt in Güntersleben nur zögernd Einzug. 1928 kaufte Adam Ziegier den ersten Selbstbinder, der auf dem Bild von dem ein Jahrzehnt später besschafften Lanz-Bulldogg gezogen wird. Den Schlepper fährt der später gefallene Sohn Fridolin Ziegler, den Binder steuert dessen Schwester Rita.

22. Obwohl bei vielen Bauern das Brot im Backofen auf dem eigenen Hof gebacken wurde, fanden im Dorf urn und nach der Jahrhundertwende immer auch noch mehrere Bäcker ihr Auskommen. Sie hatten kleine Betriebe mit Backstube und Ladenraurn, die sich unauffällig in das Straßenbild einfügten und von den übrigen Gebäuden kaum abhoben.

Auf dem Bild aus dem Jahre 1909 blieken wir von unten in die Langgasse. Unter der Türe seines Ladengeschäftes steht das Bäckerehepaar Leipold mit seinen Töchtern und einem Ehepaar, das bei der Aufnahme gerade zu Besuch anwesend war.

23. Handwerk und Handel waren in diesem Gebäude in der Gramschatzer Straße unter einem Dach vereint.

Johann Kilian, geboren 1876, betrieb neben dem erlernten Schuhmacherhandwerk einen kleinen Schuhhandel. Sein Bruder Anton Kilian, geboren 1880, ebenfalls Schuhmacher, richtete im gleichen Haus eine Kolonialwarenhandlung ein, So nannte man damals Geschäfte, in denen der Kunde Waren aller Art für den Haushaltsbedarf, darunter auch Tee und andere Erzeugnisse aus den Kolonien der europäischen Staaten, kaufen konnte.

24. Zu den heute im Dorf nicht mehr betriebenen Berufszweigen gehört das Büttnerhandwerk. Vier Büttner waren zeitweise in Güntersleben gleichzeitig tätig. Mit Holz aus dem Gerneindewald, aus dem sie die Faßdauben schlugen, stellten sie Fässer, Bottiche, Wannen, Zuber und andere Holzbehälter her.

Das Bild aus dem Jahre 1912 zeigt den Büttner Josef Öhrlein mit seiner Frau Ottilie, der Tochter Elisabeth und den Enkeln Anton und Adolf vor seinem Haus in der Würzburger Straße gegenüber dem heutigen Rathaus.

Vor dem Hoftor ist neben der Straße ein Stapel gespaltener und behauener Holzscheite, das sogenannte Daubholz, aufgeschichtet. Es mußte in dieser Form drei bis vier Jahre lagern und in der Luft austrocknen. Erst darm konnte es zu Faßdauben weiterverarbeitet und zur Herstellung von Holzgefäßen verwendet werden.

25. Stolz präsentieren sich die Frauen in ihrer Feiertagstracht bei der Diamantenen Hochzeit von Michael und Magdalena Ziegier im Jahre 1911.

In Güntersleben wurde die sogenannte Geldersheimer Tracht getragen, wie sie im Maindreieck gebräuchlich war. Die Tracht war die Kleidung der Landbevölkerung in den Dörfern, mit der bewußt Herkunft und Zugehörigkeit auch nach außen gezeigt wurden. In der Art, wie sie ausgestaltet war, spiegelten sich auch die Lebensverhältnisse am Ort wieder. Die Kleidung der Günterslebener Frauen war daher weniger aufwendig als die Tracht in anderen Dörfern, in denen die Bauern in größerem Wohlstand lebten als hier. Die Männer hatten zu dieser Zeit wie auch im übrigen Franken ihre ortstypische Kleidung schon lange aufgegeben.

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