Güntersleben in alten Ansichten

Güntersleben in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Josef Ziegler
Gemeente
:   Güntersleben
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5617-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Güntersleben in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

31. Im Jahre 1873 richtete die Gemeinde im früheren Gasthaus 'Zum Schönbrunnen' an der unteren Langgasse, das über eine Stiftung in ihren Besitz gekommen war, eine Kinderbewahranstalt ein. Die Betreuung der Kinder übernahmen gerriäß Auflage des Stifters, eines Würzburger Bürgers, Schwestern aus dem Augsburger Sternkloster.

Schwester Burkarda, die auf der Aufnahme aus der Zeit um 1910 mit ihren Anstaltskindern zu sehen ist, wirkte über lange Jahre bis 1928 in Güntersleben. Sie ist vielen Älteren am nachhaltigsten in Erinnerung geblieben. Die Strenge und Korrektheit, die ihr nachgesagt wird, war wohl notwendig, um die regelmäßig über siebzig Kinder, die sie in einem Raum zu betreuen hatte, unter Kontrolle zu halten.

Ebenfalls über eine private Stiftung erlangte die Gemeinde ein Grundstück für einen sogenannten Anstaltsgarten. Als Außenspielfläche lag er ganz in der Nähe an der heutigen Zehntgasse.

Das ehemalige Anstaltsgebäude wird seit 1954 nach der Errichtung eines neuen Kindergartens bei der Kirche als Wohnhaus genutzt. Der frühere Anstaltsgarten ist in Privateigentum übergegangen und inzwischen auch mit einem Wohnhaus bebaut.

32. Im Jahre 1888 ersetzte die Gemeinde das alte Gebäude der Kinderbewahranstalt an der Langgasse durch einen Neubau an gleicher Stelle. In dem Gebäude wurde zusätzlich eine weitere Schulstelle eingerichter, nachdem die fünfzig Jahre vorher gebaute Schule am Kirchplatz inzwischen wieder zu klein geworden war. Die Schule war über der Kinderbewahranstalt im Obergeschoß untergebracht und umfaßte die beiden unteren Jahrgangsstufen in einer gemischten Klasse. Klassenlehrerin war ebenfalls eine Ordensfrau von den Sternschwestern.

Das Bild aus der Zeit um 1914 zeigt eine Schulklasse vor dern Eingang zur Kinderbewahranstalt an der Langgasse. Mit auf dem Bild sind Frau Reingardis als Lehrerin und Pfarrer Nikolaus Beek, der von 1901 bis 1923 in Güntersleben Seelsorger war. Er führte über das Schulwesen am Ort damals noch die Aufsicht, die im Königreich Bayern bis 1918 dem jeweiligen Ortspfarrer als kgl. Lokalschulinspektor oblag.

33. Trotz der Einrichtung einer weiteren Schulstelle in der Kinderbewahranstalt ging es im Schulhaus neben der Kirche , dem heutigen Kolpinghaus, nach wie vor sehr beengt zu.

In jedem der beiden Schulsäle im Obergeschoß waren oft über siebzig Kinder gleichzeitig zu unterrichten. So zählte auch die Schulklasse auf dem Bild 73 Schülerinnen und Schüler. Es sind die Jahrgänge 1921/22 und 1922/23, die sich mit ihrem Lehrer Hugo Gaß in ihrem Klassenraum - heute ein Teil des Pfarrsaals fotografieren ließen.

Im Jahr 1920 war in der ehemaligen Schule neben dem Pfarrhaus, die inzwischen Rathaus geworden war, eine vierte Klasse eingerichtet worden. Sie wurde 1926 auch noch im eigentlichen Schulhaus untergebracht, nachdem eine der beiden Lehrerwohnungen im Erdgeschoß dafür freigemacht worden war.

Die ständig zunehmende Raumnot ließ die Überlegungen zum Neubau eines Schulhauses immer drängender werden. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs machte aber alle Bemühungen zunächst zunichte. Erst 1950/51 konnte mit dem Neubau der Zentralschule am Altenberg der notwendige Raumbedarf für die Schüler in Güntersleben - allerdings auch wieder nur für eineinhalb Jahrzehnte - geschaffen werden.

34. Als eine Persönlichkeit von hoher Autorität und mit festen Grundsätzen ist Geistlicher Rat Josef Weber denen, die ihn erlebt haben, in Erinnerung geblieben. Er war von 1923 bis 1941 zunächst unter den wirtschaftlich und sozial schwierigen Verhältnissen nach der Inflation und dann unter der Herrschaft der nationalsozialistischen Machthaber Pfarrer von Güntersleben.

Das Bild zeigt ihn mit den Kindern des Geburtsjahrganges 1913/14 bei deren Erstkommunion vor dem Eingang des Pfarrhauses.

Pfarrer Weber lebte nach seinern Abschied von Güntersleben im Ruhestand in Pflaumheim, wo er 1953 im Alter von 82 Jahren verstarb.

35. Am Aufgang zur Kirche hatte die Gemeinde über der Gemeindeschmiede, die schon 1594 genannt wird, im Jahr 1731 das erste Rathaus gebaut. 1820 wurde im Obergeschoß vorübergehend auch ein Schullokal eingerichtet.

Nachdem 1838 mit dem heutigen Kolpinghaus eine neue Schule am Kirchplatz gebaut war, wurde die Gemeindeverwaltung in das freigewordene erste Schulhaus, das heute so bezeichnete Alte Rathaus und Heim der Arbeiterwohlfahrt, verlegt. Das bisherige Rathaus über der Gemeindeschmiede ging 1853 in Privatbesitz über.

1929 kaufte die Kirchenstiftung von den Geschwistern Georg Kuhn und Katharina Herbst das Gebäude. Es wurde in der Folgezeit umgebaut und erweitert zu einer Wohnung für einen Ruhestandspriester , der am Sonntag die Frühmesse hielt. Daher rührt die heute noch geläufige Bezeichnung Frühmesnerhaus für das Gebäude, in dem gegenwärtig eine öffentliche Bücherei und Wohnungen untergebracht sind.

Die Aufnahme zeigt die Einweihung des Frühmesnerhauses nach dem Abschluß der Bauarbeiten am 6. Juli 1930.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek