Goldbach in alten Ansichten

Goldbach in alten Ansichten

Auteur
:   Geschichts- und Heimatverein Markt Goldbach e.V.
Gemeente
:   Goldbach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6570-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Goldbach in alten Ansichten'

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9 Das im jahre 1949 wieder errichtete Gedächtniskreuz.Am Palmsonntag 1949 wurde das an alter Stelle wieder errichtete Kreuz, unter starker Anteilnahme der Bevölkerung, von Ortspfarrer Konrad Herderich geweiht. Die äußere Form war erwa die gleiche wie beim zerstörten Denkmal. Kreuz und Corpus waren [edoch etwas gedrungener. Nicht einmal fünfzehn Iahre stand dieses Denkmal. Am Allerseelentag 1962, in einer sehr nebeligen Nacht, wurde das Kreuz von einem ortsfremden Lastkraftwagen umgefahren und total zerstört. Anschließend an das Kreuz

sehen wir einige Häuser in der Aschaffenburger Straße. Das Haus zunächts dem Kreuz, Haus Nr. 57, ist das Wohn- und Geschäftshaus des früheren jüdischen Mitbürgers Hermann

Hirsch, dessen Familie zum Teil auswanderte, zum Teil nach Theresienstadt verbracht wurde und dann in einem Lager zu Tode kam. Das nächste Haus mit der Hausnummer 59, von

außen mit Schindeln beschlagen und mit einem großen Trau benstock auf der Vorderseite, wurde irn Oktober 1998 abgebrochen, um Platz für etwas Neues zu schaffen.

10 Ein Ersatzbildstock fûr die beiden Vorgänger von 1873 und von 1949 wurde im Iahre 196 7 am Rande des Anwesens Sachsenhausen 2 aufgestellt. Der immer stärker werdende Autoverkehr an dieser Stelle ließ eine Aufstellung am alten Standort nicht zu. Am Sonntag, 19. November 1967, dem Volkstrauertag, erhielt das Kreuz durch Ortspfarrer Alfons Reus die kirchliche Weihe. Die beiden Wohnhäuser im Hintergrund des Bildes wurden vor Iahren schon abgebrochen. An ihrer Stelle steht heute eine moderne Bankfiliale und ein Hotel.

11 Eine Luftbildaufnahme aus den fünfziger Iahren. Wir sehen die pfarrkirche St. Nikolaus mit ihrem Umfeld. Nördlich von der Kirche der Friedhof im Umfang der damaligen Zeit. An der Nerd-WestEcke des Friedhofes sehen wir das im Iahre 1948 errichtete, formschöne Leichenhaus. Infolge des raschen Anwachsens der Bevölkerung, seiner räumlichen Ausdehnung, und auch auf Grund neuer hygienischer Vorschriften, konnte es aufDauer seiner Funktion nicht mehr gerecht werden. Im [ahre 1971 wurde, in Verbindung mit einer erneuten

Erweiterung des Friedhofes nach Norden, ganz oben auf der Höhe ein neues, größeres und funktionell

moderneres Leichenhaus errichtet.

1 2 Der älteste Bildstock in der Goldbacher Gemarkung is das so genannte Goldbacher Kreuz. Von den ältesten Einwohnern wird es das Steinerne Kreuz genannt. Es befindet sich im Südwesten der Marktgemeinde, in der Österreicher Straße, kurz vor der Gemarkungsgrenze zur Stadt Aschaffenburg. Seit Iahrhunderten war der Bildstock ein beliebter Gebetsort für Goldbacher und Aschaffenburger Bürger. Über die Entstehung des Bildstocks ist folgende Sage überliefert: Im Iahre 1221 kam der Ritter Veit von Helmenroth aus einem Kreuzzug ins Heilige Land zurück. Unverzüglich wollte er zu pferd zu seiner Braut, einem auf der nahen Kugelburg lebenden Edelfräulein, eilen und Wiedersehen feiern. Schon er-

blickte er seine Braut, die, auf dem Söller der Burg stehend, ihm mit einem Tuch zuwinkte. Er stieß einen Freudenjuchzer aus. Das pferd erschrak, strauchelte und stürzte zu Boden. Der Ritter wurde aus dem Sattel geschleudert und brach sich dabei das Genick. Das Edelfräulein ließ hier, an der Stelle des Unglücks, ein Erinnerungskreuz setzen. mit einer Inschrift, die auf die Begebenheit hinwies.

13 Der heutige Bildstock dürfte allerdings nicht der ursprüngliche Bildstock sein, sondern es muß einen Vorgänger gegeben haben, der in den Zeitläuften unterging. Dafür sprechen die auf dem Bildstock verwendeten arabischen Zahlen, die 1221 noch nicht verwendet wurden. Die Inschrift verwitterte im Laufe der Zeit sehr. Bei einer Renovierung des Bildstockes im Jahre 1 987 wurde die Inschrift exakt herausgearbeitet. Sie lautet: '1221 Uf sd. Velde ist bie tod blibn der Vest Man V van Helmrat bit gat für sein Seel,' Dies bedeutet, daß

das Unglück auf den Tag des heiligen Valentin (14. Februar) des Iahres 1 221 geschah. Noch bis in unsere Zeit wird der Name Valentin mundartlich mit 'Velte' bezeichnet. Der jet-

zige Bildstock stammt vermutlich aus dem 15. Iahrhundert. Der Baldachin zum Schutze des Kreuzes kam später hinzu, er wurde vor etwa drelßig Iahren, in alter Forrn, erneuert. Mit der Zeit bildete sich um das Kreuz ein ganzes Ensemble von Bildstöcken, von frammen Bürgern gestiftet. Zwei Bildstöcke sind datiert aus dem Iahre 1897, einer von 1 916 und einer von 1 932. Heute ist aus dem ehemals stillen Feldweg, an dem das Kreuz seit Jahrhunderten stand, eine verkehrsreiche Ortsdurchfahrtsstraße geworden. Beschauliche Stille mit andächtigem Gebet können somit nur selten gepflegt werden.

14 Foto aus dern Iahr

192 5. Motiv an der Asehaffenburger Straße, Einmûndung in die Hauptstraße, Die Einfriedung des Eekhauses Hauptstraße 1 zur Aschaffenburger Straße hin bestand aus einer sehr alten Bruchsteinmauer, die in einem sanften Bogen von der Aschaffenburger Straße in die Hauptstraße führte. In die Mauer war ein Bildstock eingebaut, das sogenannte Landschöffenhelgen. Ursprünglich stand dieser Bildstock im freien Feld, die Bebauung mit Wohnhäusern begann weiter nördlich. An dieser Stelle befand sich nach der Überlieferung die Linde, unter der jährlich von den Ortsrichtern Gericht gehalten wurde. Der Vorsitzende des Gerichts war der Landschöff, der von den Bûrgern gewählt und vorn

Landesherren bestellt wurde. Der Landschöff Conrad Kranshardt hat an dieser Stelle 1592 einen Bildstock errichten lassen. Auf dem Schaft des Bildstockes befindet sich eine eingemeißelte Schwurhand, die sicherlich auf die Bedeutung des Amtes des

Landschöffen hinweisen soll. Die Inschrift auf dem Bildstock lautet: 'Conrad Kraushardt Landscheff zu Goldbach,' Der Friseur ouo Beisier aus Goldbach erwarb 1925 dasAnwesen. Er brach die Mauer ab und errichtete 1926 zur Aschaffenburger Straße hin

einen Friseursalon. Später, nach seiner Verehelichung mit einer Drogistin, gliederte er seinem FriseursaIon eine Drogerie an. An Stelle der alten Scheune im Bild entstand später das Textilgeschäft Adam Amrhein.

15 NachAbbruch der Mauer wurde das 'Landschöffenhelgen' in die Außenmauer des Wohnhauses Hauptstraße 1 eingebaut. Als das Haus in den sechziger Iahren abgebrochen wurde, wurde der Bildstock vorsichtig entfernt und sicher verwahrt. Nach Fertigstellung des neuen Hauses bekam das 'Landschöffenhelgen' an der Ostwand des Hauses, zur Hauptstraße hin, seinen neuen Standort. Der Bildstock befindet sich noch heute an der Stelle.

16 Das Urbanushelgen in der Flurgemarkung 'Wingert'. Der heilige Urban, ein frûherer Papst in Rom, ist seit unvordenklichen Zeiten der Schutzpatron der Winzer. Auch in Goldbach gab es früher urnfangreichen Weinanbau. Frühere Flurgemarkungen und heutige Straßenbezeichnungen geben Zeugnis davon. In Flurprozessionen zogen unsere Vorfahren in die Weinberge und baten Gott in Gebeten und Gesängen um gute Witterung und um eine gute Weinernte. Bildstöcke in den Weinbergen waren früher üblich. An ihnen machten die Weinbauern bei den Flur- und Bittgängen Halt zu frommen Gebet. Im Iahre 1688 stiftete Jakob Krebs von Goldbach den, vom Volk so genannten Urbanusbildstock.

Irn Iahre 1805 fand, der Überlieferung zu Folge,

die letzte Prozession zum Urbanusbildstock statt. Der Weinanbau wurde in Goldbach nach und nach eingestellt. Der Kartoffelanbau hatte den Weinanbau verdrängt. Der Bildstock trägt als Inschrift auf der Südseite die Iahreszahl 1688, auf der Nordseite den Text: '[acob Krebs von Galtbach hat disen Bildstock Gat zu Ehren lasen machen,' Heute steht der Bildstock nicht mehr im freien Feld, sondern in unmittelbarer Nähe des Schulzentrums, beim Anwesen Wingertstraße 26.

1 7 Bildstock beim neuen Rathaus in der Straße 'Sachsenhausen' . Dieser stand ursprünglich auf der gegenüberliegenden Straßenseite etwas weiter westlich. Hier lief der 'Goldbach' parallel zur Ortsstraße. Zum Anwesen Sachsenhausen 24- 26 führte eine kleine Brücke über den Bach als Einfahrt. Unmittelbar an der Hofeinfahrt stand der Bildstock bis zumjahre 1967, demjahr der Bachverlegung. Nach einer kurzen Zwischenstation etwa

2 ° m ostwärts, wurde der Bildstock 1981 an seinen jetzigen, hoffentlich endgültigen, Standort verbracht. Früher, bis etwa zumjahr 1925, führte die alljährliche Flurprozession durch diese Straße. Am Bildstock war der erste

Halt zu Gebet und Gesang. Der Bildstock, mit der Iah-

reszahl 1700, trägt die Inschrift: 'Iacob Krebs hat Got zu Ehren diesen Biltstock machen lasen.' Der Stifter ist also derselbe Ortsbürger wie bei Bild 16.

18 Bildstock am Dammer Weg, direkt an der Gemarkungsgrenze zur Stadt Aschaffenburg. Der Bildstock wird im Volksmund 'Das weiße Helgen' genannt, wohl deshalb, weil es aus weißem Sandstein gefertigt wurde. Fast alle übrigen Bildstöcke in der Gemarkung sind aus rotem Sandstein errichtet. Der Bildstock trägt irn Sockel die Inschrift: ' 1 782 HAT DER EHRSAME / Hann Adam Sauer / VON GOLBACH DER ALTE DIESEN / BILTSTOCK ZU DER EHR GOTTES / LASSEN AUFRICHTEN.'

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