Goldbach in alten Ansichten

Goldbach in alten Ansichten

Auteur
:   Geschichts- und Heimatverein Markt Goldbach e.V.
Gemeente
:   Goldbach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6570-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Goldbach in alten Ansichten'

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19 Bildstock beim Anwesen Aschaffenburger Straße 91 . Auch dieser Bildstock war ein ehemaliger Prozessionsbildstock. Bei Errichtung im [ahre 1 795 stand er am Ende des Dorfes am Rande eines Gartens. An derVorderseite oben ist ein gekreuzigter Heiland zu sehen. An der Seite sind Früchte abgebildet, auch eine stilisierte Hopfendolde ist zu sehen. Da Hopfen schon immer zum Bierbrauen verwendet wurde, steht fest, daß neben Wein damals auch Bier getrunken wurde. Die Inschrift ist stark verwittert, doch man kann sie noch entziffern. Sie lautet: 'ANNO 1795 I DIESES BILT HAT DER JO-

HANNES IÖRGI UND DESSEN EHEFRAU EUSABETHIN I HIRAUFRICHTENLASEN.'

20 Bildstock am 'Srutz' an der Einfuhr zum Feldweg 'Linsengraben' . Dieser wurde von einem Ortsbürger, dessen Name nicht überliefert ist, im Iahre 1866 aus Dankbarkeit errichtet. Im Sommer des Iahres 1866 fand der 'Deutsche Bruderkrieg' zwischen Preußen und Österreich statt. Am 13. und 14. Juli 1866 gab es auch Kämpfe in unserer Heirnat. Viele Goldbacher flohen aus Furcht vor den Preußen in den Wald. Die Preußen blieben bei allen Kämpfen siegreich. Sie wurden in der Folge zum Synonym des rnilitaristischen Deutschland. In Goldbach selbst gab es keine Schäden, weder an Hab und Gut noch an Leib und Leben der Bürger. Die Errichtung des Bildstocks war Ausdruck des Dankes

gegenüber Gott. Der Bildstock trägt die Inschrift: 'Aus Dankbarkeit zur Ehre Gottes 1866.' Die örtliche Gruppe der Schónstattfamilie nahm sich des Bildstockes au, pflegte ihn und renovierte ihn. Sie dokurnentierte ihr Wirken mit dem Zusatz 'und zur Ehre Mariens 1 972' .

21 'Edelweißkapelle' und Bildstock im Goldbacher Wald. Die Kapelle wurde im Iahre 1925 von Mitgliedern des Wandervereins 'Edelweiß' als Gedenkkapelle für die gefallenen Vereinsmitglieder im Krieg 1914-1918 errichtet. Die Kapelle wird heute noch gut gepflegt. Der Bildstock neben der Kapelle ist aus rotem Sandstein gefertigt. Er wurde, nach mûndlicher Überlieferung, von zwei heimkehrenden Soldaten nach der Niederlage Napoleons in Rußland, im jahre 1813, errichtet. Die Soldaten, ein Goldbacher und ein Unterafferbacher, so die Überlieferung, erfüllten damit ein Gelübde,

das sie in den Eiswüsten Rußlands vor den Toren Moskaus und am Ufer der Beresina ablegten.

22 Gedenkstein am 'Stutz'. Dieser Stein ist ein Findling aus der Goldbacher Flurabteilung 'Klingerbach' . Im Iahre 192 9 wurde dieser tonnenschwere Stein von Mitgliedern des Wandervereins 'Freie Wandervögel' in der Klingerbach geborgen und an seinen jetzigen Standort verbracht. Eine in den Stein eingelegte Bronzeplatte erinnerte an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder. Eine neue Bronzeplatte, nach 1945 angebracht, erinnert darüber hinaus auch an die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Mitglieder.

23 Bild aus dem ehemaligen Mühlenviertel in Goldbach. Links im Bild die ehemalige Ölmühle mit wassergetriebenem Mühlrad. Die Mühle ist ûberliefert seit 177 6. Damals wurde sie von der Familie Keimig betrieben. Auf dem Erbweg kam sie in den Besitz der Familie Hein. Vier Generationen lang war sie im Eigentum der Familie, bis sie im Iahre 1987 stillgelegt wurde. Oskar Hein war der letzte Ölmûller in Goldbach. Dahinter die ehemalige Getreidemühle des Anton Bleistein. Auch diese Mühle besaß ein Mühlrad, das mit Wasserkraft betrieben wurde. Aus

Wassermangel wurde diese Getreidemühle zu Beginn der fünfziger Iahre an einen anderen Standort verlegt. Im Vordergrund der Fußgängersteg ûber den Mühlgraben. Über ihn

gelangte man früher in die heutige Spessartstraße. Beim Bau der Autobahn, Ende der fünfziger Iahre, wurde der Steg abgebrochen und an anderer Stelle ein Fußgängerweg über

die Aschaff und die Autobahn errichtet.

24 Das Wohnhaus der Ölmühle Hein, etwa im Iahre 1 92 7 . Ein sehr altes Bauernhaus, an welches ein Schafstall angebaut war. Über dem Schafstall waren Schlafräume für Familienangehörige und fürs Gesinde eingerichtet. Im Untergeschoß waren die Küche und die große Wohnstube. Vor dem Haus ist noch der Hausbrunnen zu sehen, der bis in die dreißiger Iahre seine Dienste tat. Ein Traubenstock an der Südseite des Hauses zog sich um die Ecke herum und bedeekte fast die ganze Ostseite des Hauses. Die Ölmühle war über Generationen hinweg

nur ein Nebenerwerb. Haupterwerb war eine ausgedehnte Landwirtschaft. Erst der letzte Ölmûller, Oskar Hein, machte ab 1950 das Ölschlagen und das Ölraffinieren zu sei-

tung der Ölmühle nach Hoima in Uganda.

nern Hauptberuf. Dazu bedürfte es umfangreicher Umbauten und Einbauten. Nach Stillegung der Ölmühle, wegen Nachfolgerproblemen, verschenkte Oskar Hein die Einrich-

25 Wohnhaus der Ölmühle irn Iahre 1935. Das vorhandene Fachwerk im Obergeschoß, vorher verputzt, wurde freigelegt. Der Brunnen vor dem Haus und auch derTraubenstock ist verschwunden. Auf dem Foto: Ludwig Hein, geboren im September 1895, der jüngste der acht Ölmüllergeschwister der vorhergehenden Generation. mit Ehefrau und Sohn Wolfgang. Ludwig Hein lebte in Mannheim und war Eigentümer der dortigen Löwen-Drogerie. Das Haus wurde 1991 von der Gemeinde Goldbach, die es erworben hatte, abgebrochen. Heute befindet sich auf dem gesamten ehemaligen ÖlmühleKomplex der Bauhof der Marktgemeinde Goldbach.

26 Foto aus dem Iahre 1927. Das Bild zeigt die Familie des Ölmüllers Hein bei der Erntearbeit. Das auf dem Feld abgeerntete Getreide wurde damals in Garben gebunden. Etwa 913 Garben wurden in Haufen zusammengestellt zum Nachreifen. Nach etwa vierzehn Tagen, je nach Witterung, wurden die Garben - mundartlich hießen sie 'Bärre' - auf den Erntewagen verladen. Mittels Kuhgespann wurde der Wagen in die Scheune gefahren und dort abgeladen. Ende August oder Anfang September kam dann die Dreschmaschine auf den Hof gefahren, und das abgelagerte Getreide wurde gedroschen.

27 Gasthaus 'Zum goldenen Rad'. Foto etwa aus demjahre 1860, noch vor demAusbau der Distriktstraße. Iohann Stenger aus Goldbach erhielt arn 30. April 1806 für seine bestehende 'Strauß-Wirtschaft' die Schildgerechtigkeit 'Zum goldenen Rad' . Im Laufe der Iahre wurde die Wirtschaft, direkt an der Durchgangsstraße gelegen, zum ersten Haus am Platz ausgebaut. Von Iohann Stenger übernahm dessen Sohn Wendelin Stenger später das Gasthaus. Dessen Sohn Gustav Emil wurde im [ahre 1886 erster 'Postexpeditor' in Goldbach. Die Poststelle wurde in den Räumen des Hauses eingerichtet. Sie bekam einen eigenen Zugang von der Straße aus. Seine Frau Anna geborene Krämer führte die Wirtschaft, sie wurde

von der Bevölkerung die 'Wirts-Madam' genannt. Die angegliederte Landwinschaft wurde von Knechten und Mägden be-

trieben. Auf dem Foto fällt die hohe Außentreppe zur Gastwirtschaft auf. Von der Straße, die, obwohl Distriktstraße, noch keinerlei

Befestigung aufwies, führten sechs Treppenstufen zur Eingangstüre.

28 Gasthaus 'Zurn goldenen Rad' . Foto etwa aus dem Iahre 1925. Die Distriktstraße wurde beim Erstausbau, etwa im Iahre 1865, bedeutend höher gelegt. Statt ursprünglich sechs Stufen führen nunmehr nur drei Stufen zur Eingangstüre des Hauses. Im Hintergrund ist noch die Treppe zur ehemaligen Poststelle zu sehen, die jedoch bereits im Iahre 1909 von hier ausgelagert wurde. Gustav Emil Stenger, der die Poststelle seit 1886 verwaltete, hatte sich zur Ruhe gesetzt und die Wirtschaft seinerTochter Agnes übergeben. Diese hatte im Iahre 1907 den

Iohann Hein aus der Ölmühle geheiratet.

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