Goldbach in alten Ansichten

Goldbach in alten Ansichten

Auteur
:   Geschichts- und Heimatverein Markt Goldbach e.V.
Gemeente
:   Goldbach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6570-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Goldbach in alten Ansichten'

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29 Gasthaus 'Goldenes Rad'. Foto aus dem Iahre 1929. Das Ehepaar [ohann und Agnes Hein ließ das Gasthaus im Iahre 1929 gründlich renovieren und entlang der Hauptstraße auch erweitern. An der EckeAschaffenburger Straße-Hauptstraße wurde im Obergeschoß ein formschöner Erker angebaut. Das Dach wurde an beiden Straßenseiten mit schönen Gauben versehen. Der Saal im Obergeschoß wurde ausgebaut, auch Gastzimmer und Küche wurden modernisiert. Die Treppe zur ehemaligen Poststelle wurde entfernt. Im jahre 1937 verstarb die Wirtin Agnes Hein geborene Sten-

ger. Johann Hein fûhrte das Gasthans noch lange jahre, unterstützt von seiner Tochter Käthe, mit einigen Hilfen weiter. Später wurde das Gasthaus von verschicdenen Pächtern geführt. Ab

dem Umbau firmierte das Gasthaus nur noch 'Geldenes Rad'. Heute gehört das Anwesen dem Juwelier Tuchbaum, der nach entsprechendem Umbau in den Räumen ein Juwelier-

und Uhrengeschäft eröffnete.

30 Bedienstete und Helfer des Gasthauses 'Goldenes Rad' im Iahre 1938/39. Die fünf Damen auf dem Bild waren beschäftigt als Köchinnen, Bedienungen und Küchenhelferinnen. Die beiden Männer bzw. Burschen waren Beschäftigte in der angegliederten Landwirtschaft. Das Bild beweist, daß auch nach dem Tod der Wirtin Agnes Hein geborene Steng er das 'Goldene Rad' ein starker Anziehungspunkt in der Goldbacher Gastronomie war. Besonders beliebt war es bei Sonntagsausflûglern aus der nahen Stadt Aschaffenburg. Bei schönem Wetter war besonders der Biergarten, jenseits der Straße

gelegen, ein besonderer Anziehungspunkt.

31 Foto etwa aus der Zeit zwischen 1935 und 1948 zeigt das Gasthaus 'Geldenes Rad' . Ganz deutlich ist auf der rechten Straßenseite der Biergarten zu erkennen. Er war bestanden mit hohen Lindenbäumen. Um nicht alle Getränke über die Straße tragen zu mûssen, war westlich an die Schmiede der Familie Kaup ein kleines Ausschankhäuschen angebaut. Im Anschluß an das Häuschen in südlicher Richtung befand sich eine Kegelbahn, die sich im Sommer großer Beliebtheit erfreute. Speisen, die von Gästen gewünscht wurden, mußten allerdings in der Küche des Gasthauses zubereitet und

über die Straße getragen werden. Doch dies war damals noch kein Problem. Die Straße war zu damaliger Zeit, obwohl schon Reichsstraße 1. Ordnung, später Bundesstraße, fast

frei von motortsiertem Verkehr. Wie auf dem Bild zu sehen, bewegten sich fast ausschließlich Radfahrer auf der Straße. Der Biergarten war in früheren Iahren auch vielfach ein beliebter

Ort zur Abhaltung von Vereinsfesten.

32 Foto von 1897 an der Aschaffenburger Straße. Irn Vordergrund rechts die Metzgerei Mauder, später August und Lina Staab, Anschließend das Wohnhaus des Schmiedemeisters Philipp Kaup. Dieser war verheiratet mit Elisabeth Kràmer, einer Schwester der Gastwirtin zum 'Goldenen Rad' , Anna Stenger geborene Krämer. An das Wohnhaus schloß sich in direkter Verbindung die Schmiedewerkstatt des Philipp Kaup an. Zwischen Wohnhaus und Schmiede war damals schon eine Durchfahrt zu den Rückgebäuden. Philipp Kaup übte sein Handwerk sowohl als Hufschmied, als auch als Wagenschmied aus. Auf der Treppe zum Walmhaus harten sich zum Foto Bewohner des Hauses und der benachbarten Metzge-

rei postiert. Bemerkenswert am Foto ist die Straßenlaterne, die über dem Fenster, neben der Durchfahrt zum Hof, angebracht war. Da es damals in Goldbach noch kein elektrisches Licht gab, muß es sich wohl um eine Petroleumlampe gehandelt haben,

die von einern bestellten Laternenanzünder zur Winterszeit gewartet wurde. In dem Haus der ehemaligen Schmiede befindet sich seit über dreißig jahren die St.-Nikolaus-Apotheke. In den Ràumen darüber haben zwei Fachärzte für Allgemein-

medizin seit etwa zwanzig [ahren eine Gemeinschaftspraxis eingerichtet. Im ehemaligen Wohnhaus des Philipp Kaup betreibt eine Enkelin desselben, Monika Luise Pannenbäcker, eine Damenschneiderei.

33 Bauernhof in der Hofgasse. Foto etwa aus dem Iahr 1926. Das Bild zeigt Frau Johanna Schmitt geborene Windischmann mit ihrer ältesten Tochter. Die Geschichte des ehemaligen Herrschaftshofes ließ sich bisher nicht lückenlos erforschen. Seit mindestens 1854 steht er im Eigentum der Familie Windischmann. Seit etwa 1777 wurde er von Johannes Braun bewirtschaftet. Dieser war dreimal verheiratet und hatte insgesamt fünfzehn Kinder. Die letzte Frau, Anna Maria geborene Krebs, vierzig Iahre jünger als ihr Mann, schenkte ihm drei Söhne und eineTochter. Johannes Braun verstarb im januar 1830, 76jährig. Die Witwe verkaufte im gleichen Iahr den Hof an Familie Georg Morhard, vorher Pächter

des Hofgutes Rauenthal. Bereits nach zwei jahren verstarb auch Georg Morhard. Seine Witwe Katharina geborene Hein führte den Hof mit ihrerTochter

Katharina weiter, die am 4. Februar 1834 den Konrad Windischmann heiratete. 1854 starb die Witwe Morhard und der Hof ging endgültig ins Eigentum der

'Windtschmànner' genannt 'Beschmänner' über.

34 Foto etwa aus dem jahre 1910/12. Es zeigt das Anwesen Hauptstraße 34, damals im Eigentum von Hermann Krausert, selbstständiger Schreinermeister und Landwirt. Das Haus ist ein typisohes Kleinbauernhaus, wie sie in Goldbach üblich waren. Von der Landwirtschaft allein konnte man in Goldbach schon seit Generationen nicht mehr leben. So kam es, daß die jungen Männer vielfach einen Handwerksberuf ergriffen, und beide Berufe gleichzeitig ausübten. Hermann Krausert, hier auf dem Bild mit der üblichen Schreinerschürze bekleidet, war jahrelang

auch der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Goldbach.

35 Foto von 1897. Motiv aus der Hauptstraße. Im Vordergrund das Wohnund Geschäftshaus des Kaufmanns Iohann [osef Krebs, der sich zum Fototermin wohl mit allen Familienangehörigen und auch Nachbarn versammelt hat, Das Kaufhaus Krebs führte alle Gegenstände des täglichen Bedarfs, wie Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände für Beruf und Schule. Im Iahre 1909 übergab Vater Krebs sein Anwesen an seinen Sohn Kaspar, der die Poststelle übernahm, die am 1. jannar 1909 hierher verlegt wurde, Johann Iosef Krebs verzog mit dem Rest seiner Fami-

lie nach München. Unterhalb des Kaufhauses steht das pfarrhaus St. Nikolaus, ursprünglich ein Bauernhaus, das 1783, bei Errichtung der Pfarrei, zum

pfarrhaus umgebaut wurde,

36 Foto erwa aus dem Iahre 1919/2 O. Motivaus der Hauptstraße vor der Postagentur (siehe auch Bild 35). Kaspar Krebs, der Poststellenleiter, hatte 1919 sein Anwesen an Ferdinand Hain verkauft, der zum

1. Juni 1919 auch die Poststelle übernahm. Die Post wurde damals mit der Kutsche vom Postamt Asehaffenburg nach Goldbach befördert. Erst zu Beginn der zwanziger Iahre wurden Postautos eingesetzt. Auf dem Bild die Postkut sehe mit dem Postillion auf dem Bock mit Zylinder und Posthom. Vor der Kutsche stehen drei Postbedienstete, mit Mütze. Der Herr ohne Mütze, mit Blei-

stift hinter dem Ohr, ist der Leiter der Poststelle Ferdinand Hain.

37 Foto etwa 1922. Das Bild stellt den ehemaligen Gemeindebrunnen in der Hauptstraße dar. Der Brunnen stand an der Kreuzung Hauptstraße-Sachsenha usenstraße- Brunnenstraße. Erst mit Inbetriebnahme der gemeindlichen Wasserleitung am 10. November 1929 wurden die vier Gemeindebrunnen und die vielen vorhandenen Privatbrunnen überflüssig. Dieser Brunnen stand mitten in der Straße wie eine Insel. Fahrzeuge und Fußgänger mußten um den Brunnen herumfahren bzw. gehen, wenn sie in die Nachbarstraße wollten. Dem heutigen Betrachter des Bildes mögen sich

eventuell romantische Gedanken aufdrängen. Doch Brunnenromantik gab es nur in Liedern. Die Realität war harte, schwierige und im Winter auch gefahrliehe Arbeit.

38 Foto etwa aus dem Iahre 1930. Wir sehen auf dem Bild das Anwesen, heute Lorenz-Heim-Straße 2. Vor dem Haus steht ein alter Birnbaum, anschließend ein Lattenzaun. Die Personen sind eine Tochter und zwei Söhne des Eigentümers des Hauses, des Schreinermeisters Lorenz Heim. Am Haus, in Höhe des ersten Stockes, sehen wir ein Schild, dessen Inschrift lautet: 'Wohnung des 1. Bürgermeisters.' Lorenz Heim war 1. Bürgermeister von Goldbach von 1 9 1 7 bis 1 933 . Am 1. Mai 1933 wurde er von den neuen Machthabern, obwohl gewählt, einfach ab-

gesetzt. Nach 1945 wurde Lorenz Heim, der auch lange Iahre Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr und Bezirksbrandmeister war, posthum geehrt. Die Straße, in der sein Wohn-

haus stand, erhielt seinen Namen.

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