Goldbach in alten Ansichten

Goldbach in alten Ansichten

Auteur
:   Geschichts- und Heimatverein Markt Goldbach e.V.
Gemeente
:   Goldbach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6570-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Goldbach in alten Ansichten'

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39 Partie an der Asehaffenburger Straße, Blick nach Westen. Foto etwa aus dem Iahre 1930. Im Vordergrund sehen wir Teile der Drogerie Beisler, anschließend daran eine alte Scheune, heute Textilgeschäft Amrhein. Das sich anschließende Gebäude war bis erwa zur Iahrhundertwende das Gasthaus 'Zum grünen Baum'. Heute ist dort das Schuhgeschäft Bernhard Zang. Im Hintergrund links die Hufschmiede von Franz Kaup. Heute ist dort das Ladengeschäft von Juwelier Graf Weiter westlich sehen wir das Anwesen des Gärtners Blanchet, das inzwischen

durch einen modernen Neubau ersetzt wurde.

4-0 Foto aus dem Iahre

1 914- vor der Schmiede Franz Kaup in der Asehaffenburger Straße 68. Der Hufschmied Franz Kaup erledigte auch sonstige Schmiedearbeiten an landwirtschaftlichen Geräten wie Pflügen, Eggen, Wagen und dergleichen. Die Schmiede selbst war verhältnismäßig klein. Viele Arbeiten wurden deshalb, wie hier, einfach auf der Straße ausgeführt. Dies war damals jedoch noch kein Problem.Außer Kuh- oder pferdefuhrwerken und Radfahrern gab es nur Fußgänger, die sich auf der Straße bewegten. Überhaupt, ein Großteil des dörflichen Lebens spielte

sich damals öffentlich, auf der Straße, ab. Heute gibt es in Goldbach keine Schmiede mehr.

41 Foto von 1939/40. Blick in die Asehaffenbutger Straße nach Westen. Im Vordergrund links ein kleines Wohnhaus. So etwa sah vor einhundert Iahren ein Großteil der Goldbacher Häuser aus. Bis zu Beginn dieses [ahrhunderts gehörte das Haus der jüdischen Familie Solinger. Zuletzt wohnte hier der blinde Ortsbürger Konrad Schwind, der mit Blindenarbeiten sich und seine kleine Familie emährte.

42 Foto von 1939/40, wie vcrher. Blick in die Aschaffenburger Straße nach Westen, in den Hof des Anwesen Haus Nr. 56. Das Wohnhaus ist halb verdeckt, Scheune und Nebengebäude sind zu sehen, DerViehstall war zum Zeitpunkt der Fotoaufnahme gerade abgebrochen. Abbruchreste liegen noch herum. Ursprünglich war das Anwesen ein Kleinbanernhof Zuletzt wurde die Landwirtschaft aufgegeben, da die Menschen davon nicht leben konnten. Im Vordergrund des Bildes sehen wir ganz deutlich zwei Betonmauern, die mit zwei waagrechten Eisenschienen verbunden sind. Sie bilden das Geländer zum 'Goldbach' hin, der hier unter der Straße in Richtung Süden fließt.

=

43 Foto etwa aus dem Iahr 1935. Bliek in die Aschaffenburger Straße nach Westen. Hier, beim früherenAnwesen Nr. 73, befand sich eine gemeindeeigene Fuhrwerkswaage, die noch bis Mitte der fünfziger Iahre in Betrieb war. Landwirte, die ganze Ladungen mit Früchten, Heu, Stroh oder sonstigen Erzeugnissen verkauften, bedienten sich dieser Waage. Zunächst fuhren sie mit leerem Gefährt auf die Waage und erhielten ihr Wiegebillet. Nach dem Beladen fuhren sie ein zweites Mal auf die Waage und ließen das Nettogewicht der Waren ermitteln. Die Waage wurde bedient von

johann Spinnler, später van dessen Schwiegersohn Ferdinand Zang, die nebenan wohnten.

44 Foto um die Iahrhundertwende. Bliek in die Aschaffenburger Straße nach Westen. Im Vordergrund rechts sehen wir das Anwesen des Philipp Schàfer, der hier, etwa um 1890, im Untergeschoß die Fertigung von Zigarren betrieb. Später wurde im Hinterhof ein eigenes Fabrikationsgebäude errichtet. Anschließend sehen wir das Stammhaus der [ûdischen Familie Oppenheimer, zuletzt bewohnt von der Familie Moritz Regenstein. Die Familie wurde von den Nazis deportiert und umgebracht. Ganz im Westen die Gaststätte Morhard, die ursprünglich von Theodor Stenger im Iahre

1865 erbaut wurde. Ein idyllisches Bild; damals konnten Gänse noch ungefährdet auf der Straße herumlaufen.

45 Foto von 1950. Im Vordergrund rechts sehen wir das im Iahre 1912 erbaute, imposante Haus des Franz Krill, der hier einen Fahrradhandel mit Reparaturwerkstatt betrieb. Das Haus, heuteAschaffenburger Straße 25, war bis in die dreißiger [ahre, von Aschaffenburg her, das erste Haus in Goldbach. Hier nahm der Ort Goldbach seinen Anfang. Im Hintergrund sehen wir das im Iahre 1935 erbaute Haus des Tabakwarengroßhändlers Alfred Michel, der mit der Tochter des Zigarrenfabrikanten Philipp Schäfer, Hedwig, verheiratet war.

46 Foto aus dem [ahre

1 91 7. Das Bild entstand anläßlich des 25jährigen Jubiläums des Kindergartens der pfarrei St. Nikolaus. Auf dem Bild der 1891/92 erbaute Kindergarten mit Schwesternstation. Zwei mächtige Linden, 25 Iahre alt, standen beiderseits der Einfahrt. Die Personen auf dem Bild: Der Schwesternkonvent, zwei Kinderschwestern, zwei Krankenschwestern und eine Haushaltschwester, zugleich Oberin. Die Herren auf dem Bild, von

links, Gutsbesitzer Karl Matti vom Untergartenhof, Ehrenbürger der Gemeinde seit 1904, großer Förderer des Kindergartens, Iosef

Weidenbörner, Ortspfarrer von 1909 bis 1934, im Iahre 1924 zum Ehrenbürger ernannt, und pfarrer Joh. Lorenz Scherg, Erbauer des Kindergartens, zum Teil mit privatem Vermögen,

pfarrer in Goldbach von 1882 bis 1903. Bei seinem Weggang nach Schmerlenbach im Oktober 1903 wurde er zum Ehrenbürger von Goldbach ernannt.

47 Foto etwa aus dem jahre 1930. Auf dem Bild sehen wir zwei alte Fachwerkhäuser, Hauptstraße 3 und 5. Das Haus Nr. 3, im Krieg beschädigt, wurde von Bäckermeister Ludwig Rußmann erworben. 1950 errichtete er hier einen Neubau. Im Erdgeschoß wurde von Apotheker Armin Ou die erste Goldbacher Apotheke eröffnet. Im ersten Stock entstand die Praxis des A11gemeinarztes Dr. Hans Beusch. Apotheker Ou errichtete später, Ende der fünfziger jahre, im 'Sachsenhausen' die Spessart-Apotheke. Herr Hans Beusch baute sich ein Wohnhaus in der Lorenz-Heim-Straße 21,

wohin er auch seine Arztpraxis verlegte. Das Anwesen Hausnummer 5 steht heute unter Denkmalschutz.

48 Das Foto stellt das im Iahre 1909 errichtete Gebäude des Elektrizitärswerkes Goldbach-Hösbach GmbH dar. Allerdings ist dies nicht eine Aufnahme von 1909, sondern aus der Zeit nach 1938. Damals wurde die Stromerzeugung eingestellt und der Strom vom Überlandwerk Unterfranken bezogen. Um die Baulichkeiten auszunutzen wurde im Westteil des Werkes ein Verkaufsraum für Elektrogeräte eingerichtet. Das E-Werk war zunächst eine Gründung von Privatleuten, seit dem 10. jannar 1920 sind die beiden Gemeinden Goldbach und Hösbach zu gleichen Anteilen Eigentü-

mer der Elektrizitätswerke. Seit 1979 har das E-Werk auch die Versorgung mit Erdgas für beide Gemeinden übernommen. Die Baulichkeiten, wie wir sie auf dem Bild sehen, beste-

hen heute nicht mehr. Ein neues Verwaltungsgebàude wurde vor zwei Iahren auf dem anschließenden Gelände errichtet. Am alten Standort. wie auf dem Bild, wurde ein größerer Neu-

bau errichtet, der Ende 1998 fertiggestellt wurde. Er beherbergt nunmehr, auf'Mietbasis, Verkaufsräume, Arzt- und Reha-Praxen, sowie eine Apotheke.

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