Gommern in alten Ansichten

Gommern in alten Ansichten

Auteur
:   Dieter Dreyer
Gemeente
:   Gommern
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5476-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gommern in alten Ansichten'

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59. Das Döringsche Haus in der Bahnhofstraße 2 nach dem Anbau der Veranda im Jahre 1899. Rechts neben der Toreinfahrt das Hotel Bismarck, das heute als Schule genutzt wird.

60. Wohnhaus des Korbmachers Simon Kluge , Karither Straße 3. Es wurde 1864 erbaut und bei der Verbreiterung der Karither Straße im Jahre 1910 abgebrochen. Heute dient das Grundstück als Gatten.

61. Der Bahnhof in Gommem ist am 1. Juli 1874 dem Verkehr übergeben worden. Vermutlich wurde das Foto anläßlich des 45-jährigen Bestehens des Bahnhofes aufgenommen. Das Bild ist mit 1919 datiert und die Girlanden auf dem Bahnsteig lassen auf ein besonderes Ereignis schließen. Die Elektrifizierung der Strecke Magdeburg-Zerbst-Dessau war zu diesem Zeitpunkt noch in Arbeit. Der elektrische Bahnbetrieb auf der Strecke Magdeburg-Roßlau begann am 26. Juni 1926, und seit diesem Tag war Gommem (bis zur Demontage 1946) am elektrifizierten Bahnstreckennetz angeschlossen.

62. Die Zuckerfabrik, Aktiengesellschaft in Gornmern, wurde am 13. Mai 1889 gegründet. Initiator war R. Leidloff, Pöthen, der zu einer Gründungsversammlung am 6. März 1889 ins Deutsche Haus einlud. Aufsichtsratvorsitzender wurde earl Döring, Gommem. Noch im Oktober 1889 erfolgte die Grundsteinlegung zum Bau der Fabrik. Mit dem Bau beauftragt waren die Firmen Struhk, Gommern und Siebert, Zerbst. Die maschinelle Einrichtung lieferte die Maschinenfabrik Wernicke in Halle/Saale. Im Dezember 1890 wurde die erste Kampagne eröffnet. Eisenbahnanschluß war ein wichtiges Kriterium bei der Standortwahl und schon zur ersten Kampagne vorhanden. Bereits 1891192 sind die Maschinenanlagen durch die Firma Walkhoff, Magdeburg, und 1892193 durch die Fürstlich Stollbergsche Maschinenfabrik Magdeburg ausgetauscht worden.

63. Der ursprüngliche Schornstein der Zuckerfabrik wurde 1902 abgetragen, nachdem bereits ein neuer und wesentlich höherer daneben erbaut worden war. Dieser neue Schornstein war 40 m hoch, hatte eine obere lichte Weite von 1,30 m und wurde innerhalb eines Monats, vom 28. September - 26. Oktober 1903 durch die Firma Voigtmann, Chemnitz, zum Preis von 4 800 Mark, errichtet. In der Kampagne 1894/95 wurden 51 000 Tonnen Rüben verarbeitet und etwa 180 bis 200 Arbeiter beschäftigt. 1946 wurden die Maschinenanlagen der Zuckerfabrik irn Rahrnen der Reparationsleistungen demontiert und Teile des Fabrikgebäudes - so auch der Schornstein - gesprengt.

64. Für Gommern und Umgebung wurden 1897 noch elf, 1898 bereits vierzehn betriebene Quarzitsteinbrüche genannt. Am Stadtrand von Gommern, in den sogenannten Fuchsbergen, befand sich der Steinbruch von Louis Schröder, Gommern. In diesern Steinbruch wurde während des Ersten Weltkrieges die Produktion wegen Arbeitskräftemangels eingestellt. Das Bild zeigt die 'Steinhauer' dieses Steinbruchs in der Vorkriegszeit. Nach Einstellung der Arbeiten im Bruch sammelte sich in ihm Grundwasser und so entstand der heutige ' Kulk'.

65. Der Müllermeister Jacob Michaelis ließ 1847 nach Plänen des Mühlenbau- und Zimmermeisters Kleinermann aus Möckern an der Straße nach Magdeburg eine Holländer-Windmühle bauen. Ihr Standort befand sich etwa dort, wo heute das Wohnhaus Max-Planck-Straße 2-6 steht. Von 1865 bis 1923 ist im Grundbuch als Besitzer der Bäcker und Müller Carl Michaelis eingetragen. Der Mühlenbetrieb wurde um 1910 eingestellt. 1923 kaufte der Bauunternehmer Niemann die Mühle. Der Turm wurde gesprengt und die Steine wurden als Baumaterial wieder verwendet. Mit ihren fünf Flügeln war diese Mühle eine Besonderheit. Damit sollte eine höhere Leistung erzielt werden, was jedoch nach strömungstechnischen Untersuchungen eine Fehleinschätzung ist. Bis zu ihrem Abriß prägte diese alte Mühle neben Schloßturm und den beiden Kirchtürmen sicherlich das Stadtbild ganz entscheidend. Heute erinnert noch der Straßennahme 'Zum Holländer' an die alte Mühle.

66. Die Gründung einer Lungenheilstätte im Ortsteil Vogelsang entsprach einer dringenden Notwendigkeit im letzten Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts. Schlechte Arbeits- und Lebensbedingungen hatten die Tuberkulose unter der ärmeren Bevölkerung zu einer Volksseuche heranwachsen lassen. Deshalb wurde 1895 unter der Schirmherrschaft der deutschen Kaiserin und dem Ehrenvorsitz des Reichskanzlers Fürst von Bismarck ein Komitee zur Errichtung von Heilstätten für Lungenkranke geschatfen. Gemäß Beschluß des Komitees von 1899 gründete Frau Sophie von Boetticher die Tuberkuloseheilstätte Vogelsang. Auf Initiative des Vaterländischen Frauenvereins der Provinz Sachsen wurde Vogelsang die erste Frauenheilstätte Deutschlands. Am 1. Juli 1899 war die feierliche Eröffnung. Im Laufe der folgenden Jahre entstanden weitere. heute noch verhandenen Gebäude.

67. Haus 1 des Sanatoriums Vogelsang (1902/03).

68. Die Häuser 1 und 2, einschließlich Mittelbau der Heilstätte Vogelsang, wurden 1903 fertiggestellt.

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