Gommern und Umgebung in alten Ansichten

Gommern und Umgebung in alten Ansichten

Auteur
:   Dieter Dreyer
Gemeente
:   Gommern und Umgebung
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5927-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gommern und Umgebung in alten Ansichten'

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59. Pretzien. Das Beladen der Lastkähne war harte Knochenarbeit. Mit speziell dafür gebauten Schiebekarren wurde über schwankende Planken das Schüttgut in die Laderäume der Kähne gefahren. Die Karrenfahrer mußten dabei äußerst geschickt vorgehcn, denn eine aus der Balance geratene Karre war bei ihrem Gewicht nicht zu halten und stürzte unweigerlich ins Wasser.

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60. Pretzien. Zur Erhöhung der Rentabilität der Arbeiten in den Steinbrüchen wurde, beginnend 1903 (Bild), am Betriebshof Pretzien ein Dampfkraftwerk gebaut, das 1905 mit einer E!ektroleistung von 3 kV in Betrieb ging. Dadurch war es rnöglich, daß in den Steinbrüchen moderne elektrisch betriebene Maschinen eingesetzt werden konnten. Das Kraftwerk hatte beispielsweise per 31. Dezember 1907 eine ausgeglichene Bilanz (Aktiva! Passiva) von 177 576,48 Mark. Es bestand bis 1944.

Gruss aus Prödel Bez. ~agdebg.

61. Prödel. Im Dorf Prödel (slawische Siedlungsgründung) wurden 1173 durch Verfügung des Bischoffs Wigger von Brandenburg deutsche Kolonisten angesiedelt. 1411 ist das Dorf Prödel an das Kloster in Leitzkau verkauft worden. Das 1534 säkularisierte Kloster, einschließlich aller Besitzungen, erwarb Hilmar von Münchhausen, der dadurch auch Eigentümer von Prödel wurde. Die auf dern linken oberen Teilbild der Karte (6. März 1921) im Hintergrund zu erkennende Kirche ist ein spätromanischer Bruchsteinbau. Beim Bau der 1874 in Betrieb genornrnenen Eisenbahnstrecke Magdeburg-Gommern-Zerbst-Dessau erhielt auch Prödei einen Bahnhof. Auf dem Bild sind bereits die für den vorbereiteten elektrischen Bahnbetrieb aufgestellten Masten zu sehen.

Gasthof zur Sonne von A. Reinicke ..

Alte Teichmühle

Ortschaft Vehlitz b. Gornmern, B. Mgdbg.

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62. Vehlitr. Die Ansichtskarte vom DorfVehlitz (25. Juni 1920) erinnert an den früheren Gasthof 'Zur Sonnc', der um die Jahrhundertwende von Albert Reinicke, danach von dessen Sohn Arno bis zum 1. Januar 1960 bewirtscbaftet wurde. Die 'Alte Teichmühle', Besitzer Baacke, war eine Wassermühle, deren Betrieb am Anfang oderwährend des Ersten Weltkrieges (1914-1918) eingestellt wurde, Die spätromanische Stefanuskirche gehört zu den in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts aus Quarzitbruchsteinen errichteten Kirchen, deren Türrne aufgrund ihrer Position im damals noch überwiegend slawisch besiedeltem Gebiet östlich der EIbe den Charakter von Wehrtürmen erkennen lassen. Der Vehlitzer Kirchturm ragt weit über die Häuser des Dorfes hinaus und dierite sicherlich auch als Beobachtungsturm.

63. Vehlitr. Aus der Vogelperspektive sind die zum Teil recht großen Bauernhöfe entlang der Dorfstraße und interessante Details wie der Taubenturm in Kochs Hof (Bildmitte ) oder die auffällige Randlage der Kirche zu sehen.

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64. Vehlitz. Anläßlich des 100. Jahrestages des slegreichen Gefechtes bei Vehlitz, Dannigkow und Zeddenik am 5. April1813 von vereinigten preußischen und russischen Truppen gegen französische Einheiten aus der damaligen Magdeburger Garnison, das als erster Sieg auf deutschem Boden gegen Napoleons Übermacht in die Geschichte einging, wurden Denkmäler auf dem ehemaligen Schlachtfeld eingeweiht. Der Bau des Vehlitzer Denkmals begann 1912. Ähnliche, jedoch nicht so monumentale Denkmäler stehen in Möckern und bei Ladeburg. Vom Dannigkower Denkmal ist nur noch der obere Schlußstein erhalten. In Zeddenik erinnert eine Gedenktafel über dem Kircheneingang an den 5. April1813.

65. Vehlitr. Zur Einweihungsfeier des Denkmals am 5. April1913 waren, zeitgenössischen Zeitungsberichten zufolge, etwa viertausend Teilnehmer nach Vehlitz gckommen, darunter allein 78 Kriegervereine mit über 1 800 Mitgliedern. Der Festumzug, gestaltet von den Vereinen und offiziellen Delegationen. führte aus dem Dorf zum Denkmal. wo mit Ansprachen das Ereignis gewürdigt und die Weihe vorgenommen wurde. Die Versorgung der vielen Besucher stellte vor allem die Gastwirte vor große Aufgaben. Der Wirt des Gasthofes 'Zur Sonne', Albert Reinicke, hatte extra für 300 Mark Leihgebühr ein großes Zelt beschafft, um seine Gäste auch außerhalb der Gasträume bewirten zu können. lnsgesamt wurden im Dorf 45 Fässer Bier verzapft,

66. Vehlitz; Die Weihe des Denkmals hat Pastor Mansfeld vorgenommen. Das Zeienen zur Enthüllung des Denkmals gab General Sixt von Arnim.

67. Vehlitz: Zum 100. Jahrestag der Gefechte bei Dannigkow, Vehlitz und Zeddenick am 5. April1813 hat O. Nesemann, Berlin, eine austührliche Beschreibung der Kriegshandlungen erarbeitet. Das Druck- und Verlagshaus von EM. Nesemann in Gommern hat den Text als Broschüre herausgegeben, die heute nur noch in wenigen Exemplaren erhalten ist. Die Abbildung zeigt die Titelseite dieser Broschüre.

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68. Vehlitz. Das 'Material-Geschäft' des Wilhelm Schleysing war um 1910 eine der Handeiseinrichtungen des Dorfes. die rnit einern breiten Warensortiment zur Versorgung der Dorfbewohner beitrugen.

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