Gommern und Umgebung in alten Ansichten

Gommern und Umgebung in alten Ansichten

Auteur
:   Dieter Dreyer
Gemeente
:   Gommern und Umgebung
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5927-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gommern und Umgebung in alten Ansichten'

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69. Vehlitz: Die Schirrner'sche Dorfschmiede - das obige Bild ist von Anfang 1920 - war eine oft in Anspruch genommene Dienstleistungseinrichtung des Dorfes.

70. Wahlitz. Die Trasse der 1874 eröffneten Eisenbahnstrecke Magdeburg-Gommern-Zerbst-Dessau führte unmittelbar am Dorf vorbei. Trotzdem wurde für Wahlitz erst viele Jahre später eine Bahnstation eingerichtet. Ältere Wahlitzer erinnern sich, daß bis etwa 1910/11 nach Gommern, als nächst gelegener Bahnhof, gelaufen werden mußte. Mit Sicherheit ist bekannt, daß E. Hoffmann (Bild 72), nachdem er ab 1906 in Wahlitz wohnte und in Magdeburg arbeitete, noch mehrere Jahre täglich nach Gommem zum Bahnhof ging, um mit der Bahn nach Magdeburg fahren zu können. Der Anlaß für obiges Bild konnte bisher nicht eindeutig ermittelt werden. Es könnte bei der Einweihung des Bahnhofes Wahlitz (Bau- und Gleisarbeiter im Vordergrund) oder zeitgleich mit einem vom Bahnhof Gommem noch erhaltenen Bild von 1919, anläßlich des 45jährigen Bestehens der oben genarmten Eisenbahnstrecke, angefertigt worden sein. Ein Zusammenhang mit dem Besuch der Kaiserin zur Einweihung der Heilstatte Vogelsang 1899 ist auszuschließen, denn noch 1902 empfahl Frau Sophie von Boetticher in ihrem Artikel über die ersten drei Jahre des Bestehens der Heilstäue, daß man diese günstig vorn nahe gelegenen Bahnhof Gommem in halbstündiger Fahrt erreichen kann.

71. Wahlitz. Im Wahlitzer Bahnhof wurde viele Jahre ein kleiner Warteraum mit Getränkeangebot unterhalten, vom Volksmund 'bei Tante Else' genannt. Hier kehrte man nicht nur als Bahnbenutzer ein, sondern traf sich auch zu Feierlichkeiten, wie zum Beispiel zu einer Sylvesterfeier (Bild vom Anfang der zwanziger Jahre).

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72. Wahlitz. 1906 erwarb Ernst Hoffmann vom Wahlitzer Bauern Kauert ein ungefähr 7,2 ha großes Stück Land, wo er, da er in naturnaher Umgebung wohnen und leben wollte, zuerst ein kleines hölzernes Sommerhaus und später, etwa 1911, ein geräumiges Wohnhaus erbauen ließ. Anfang der zwanziger Jahre ist daraus durch Umbau das 'Waldhaus Wahlitz' (Pension und Ausflugslokal) entstanden. das jetzt als 'Waldcafé Wahlitz' von Lucie Thiem unterhalten wird.

73. wahlit«. Gustav Wolter's Gasthof mit Saal und schatrigem Gesellschaftsgarten unter großen Bäumen war in früheren Jahren ein beliebtes Ausfiugslokal, besonders für Tagesgäste aus Magdeburg.

74. Wahlitz. Die Klusbrücke in der Nähe von Wahlitz, besteliend aus zwei steinernen Brückenbögen, ist der Rest des mittelalterlichen Klusdammes, der von Magdeburg über die Elbniederung auf das östliche Ufer führte. Der Klusdamm, ein ursprünglich ca 7,6 km langes Bauwerk aus dern 14.115. Jahrhundert (urkundliche Ersterwähnung 1479) bestand aus hölzcrnen und steinernen Brücken und diente bis 1823, bis zum Bau der Berliner Chaussee aus Magdeburg über Heyrotsberge, als hochwassersichere Straßenverbindung von Magde burg nach Osten. Das Foto von 1931 zeigt den die Ehle überspannenden steinernen Brückenbogen,

75. Wahlitz. Am Ende des Klusdammes. auf ostelbischer Seite, existierte in den vergangenen Jahrhunderten eine von der Stadt Magdeburg unterhaltene Grenz- und Zollstation, die in enger Beziehung zu einer mittelalterlichen Mönchsklause mit Herberge (steinerner Wohnturm) stand. Der Wohnturm, an dem im vorigen Jahrhundert ein Forsthaus angebaut wurde, hieß im Volksmund der umliegenden Dörfer 'Lutherturm' oder 'Lutherstube '. Es ist naheliegend, daß Martin Luther, als er 1524 zu seiner bedeutungsvollen Predigt in der Johanneskirche - mit der er der gemäßigten Reformation in Magdeburg zum Sieg verhalf - nach Magdeburg kam, in der Klus, wo Augustiner Mönche das Herbergsrecht ausübten, als ehemaliger Augustiner gerastet hat. Die Klus mußte er zwangsläufig auf seinem Weg passicren. denn über den Klusdamm verlief damals die einzige von Wittenberg nach Magdeburg führende Straßenverbindung. Eine vergleichende Betrachtung des mittelalterlichen Klusturmes mit dem von Gübs ergibt interessante Ähnlichkeitcn, die bei Bild 26 beschrieben wurden.

76. Wah/itz. Die Stelzenkiefer in Wahlitz war viele Jahrzehnte ein häufig besuchtes und oft beschriebenes Naturdenkmal. Die auf einer Sanddüne stehende alte Kiefer hatte, als der unter ihr lagernde Sand durch Abbau und Wind stetig abnahm, zum Erhalt ihrer Statik ein Wurzelsystem entwickelt, das ihr den bezeichnenden Namen 'Stelzenkiefer' einbrachte. Vor knapp zwei Jahrzehnten hat der Baum endgültig seinen Halt verloren und ist umgestürzt.

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