Gommern und Umgebung zu Großvaters Zeiten

Gommern und Umgebung zu Großvaters Zeiten

Auteur
:   Dieter Dreyer
Gemeente
:   Gommern und Umgebung
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6477-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gommern und Umgebung zu Großvaters Zeiten'

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29 Dannigkow

Die beiden Fotos stammen mit Sicherheit aus der Zeit nach 1903 und vor 1908 (Datum der Postkarte). 1903 bekam Dannigkow Anschluß an das Streckennetz der Kleinbahn des Kreises Jerichow L Am Haltepunkt in Dannigkow richtete Schuchardt auf seinem Grundstück eine Bahnhofshalle ein, die er auch gastronomisch bewirtschaftete. Diese Halle wurde

bereits vor dem Zweiten Weltkrieg zu Wohnzwecken umgebaut, heute ist davon nichts mehr erhalten. Der Bahnanschluß war möglicherweise die Ursache dafür, daß Schuchardt seinen Gasthof in Erwartung zusätzlicher

Gäste, die die Bahn benutzten, durchAufstockung mit einer Volletage kapazitätsmäßig beträchtlich erweiterte. Diese Zimmer werden heute von F. Abelmann, der Witwe des letzten Besitzers,

bewohnt. Gasträume und Saal sind inzwischen ebenfalls Wohnungen geworden.

30 Domburg

Eingebettet in eine reizvolle Landschaft am Rande der Elbaue bietet das Schloß Dornburg einen malerischen Anblick. Das Bild von 1913 zeigt das Schloßgebäude von Neugarten aus, als zu der Zeit noch rechts und links des Weges Bäume standen. Diese wurden in den folgenden Iahrzehnten teilweise entfernt. SeitAnfang der neunziger [ahre sind Nachpflanzungen zur Lückenfüllung erfolgt. Das Schloß Domburg, von 1872 bis 1945 im Besitz der Familie Hûhne, ist ein, wenn auch unvollendeter, prachtvoller Barockbau mit einer wechselvollen Geschichte. Im Auftrag von Johanna Elisabeth, Fürstin von Anhalt-Zerbst und Mutter von Sophie Friedericke Auguste, der späteren Zarin Katharina Il. von Rußland, begann 1 75 1

der Architekt El. Stengel den Bau eines dem Repräsentationsbedürfnis der Fürstin entsprechenden Schlosses anstelle einer 1750 abgebrannten älteren Anlage. Nach vierjähriger Bauzeit war der

infolge finanzieller Probleme der Auftraggeberin nie realisiert werden.

Rohbau des Hauptgebäudes, das 'Corps de logis', abgeschlossen. Der Ausbau mußte 1 758/59 abgebrochen werden. Der gesamte von Stengel großzügig entworfene Schloßkomplex konnte

31 Domburg

Das Gebäude, in dem sich

1 92 8 (Datum der Karte) die Gastwirtschaft des Fr. Senst befand, hat eine interessante und wechselvolle Geschichte. Um 1730 stand hier ein Kaufund Handelshaus, in dem unter anderen Mitglieder der Fürstenfamilie vonAnhaltZerbst-Dornburg, beispielsweise sogar Johanna Elisabeth, Kunden gewesen waren. Urn 1 770 war Adam Dremel Geschäftsinhaber, der 'Krämer'. ZuBeginn des 19.Jahrhunderts erfolgte die Umwandlung in ein Kaffeehaus mit Materialwarenhandlung, das 1833 vollständig abbrannte. Der folgende Neuaufbau führte zurTotalverschuldung der Auftraggeberin, einer Witwe Müller, so daß es zu einem Zwangsverkaufkam. Danach setzte ein häufiger Besitzerwechsel

ein, bis Friedrich Senst in den zwanziger [ahren unseres [ahrhunderts das 'Kaflehaus' erwarb. 1934 wurde das Kaffeehaus durch die Witwe Senst in eine Bäckerei umgewandelt, die später während vieler Iahre als Dorfkonsum genutzt und erst Ende der achtziger [ahre wieder als Gaststätte 'Schloßkrug' eingerichter wurde. Von 1991 bis 1994 war der 'Schloßkrug' geschlossen. Danach wurde er zu einem Ausflugslokal in unmittelbarer Nachbarschaft des Dornburger Schlosses auf der Karte elbseitige Ansicht des Hauptgebäudes ausgebaut.

GastwIrtschaft, Bes. FrJedr'ch Senst

Gruß aus Dornburg a. d. Eibe

32 Elbenau

Elbenau, ein kleines Dorf auf dem Elbwerder, war in früheren [ahrhunderten oft durch Hochwasser der Elbe gefährdet. Daraus resultiert, daß die Gebäude des Dorfes auf natürlich vorhandenen oder künstlich geschaffenen Erhebungen errichtet wurden. Auch die 1743 eingeweihte Kirche St. Pankratius steht auf einem angeschütteten Hügel. Sie enthält im Inneren einige erwähnenswerte Grabplatten, unter anderem eine von 1259 mit Ritzdarstellung des Verstorbenen. Die Gastwinschaft 'Zur goldenen Blume' war um 1905 (Ansichtskarte) im Besitz von Louis Kunze. Das straßenseitig stehende Haupt-

haus mit der großen Werbetafel und die nach rechts anschließenden Wirtschaftsgebäude wurden gegen Ende der sechziger Iahre fürWohnzwecke rnngebaut. Der noch zum Gasthof gehörende Saal

(Ende 19. Iahrhundert) und das Fachwerkwohnhaus (1756) sind im Frühjahr 1997 abgerissen worden.

33 Elbenau

Das Foto von 1895 ist eine zeitgenössische Aufnahme des Bauernhofes von Friedrich Stiehle, Alt Elbenau Nr. 11. Mit Stroh bzw. Schilf gedeckte Dächer - vorn das Altenteilhaus mit anschließendem Wirtschaftsgebäude aus der ZeitAnfang des 18. Iahrhunderts - und der im Altenteilgarten stehende Ziehbrunnen sind interessante dörfliche Details der Zeit um die [ahrhundertwende. Dieser alte Bauernhof wurde 1944 durch Fliegerbomben fast vollständig zerstört. Als Ersatz sind danach einige Wirtschaftsgebäude neu gebaut worden. Die alte Scheune ist jedoch heute noch als Ruine erhalten.

34 Elbenau

Mit dem Bau einer kleinen Landschule (Bild) im [ahre

] 82] hat die Elbenauer Gemeindeverwaltung den nicht mehr zeitgemäßen Vorgängerbau abgelöst. Das nun 'neue' Gebäude enthielt einen Unterrichtsraum und eine Lehrerwohnung und diente schulischen Zwecken, bis ]952/53 eine am Ortsrand stehende Ruine als neues Schulhaus ausgebaut wurde. Das Schulgebäude von 182] steht heute noch, wird aber gegenwärtig nicht genutzt.

3S Elbenau

Dieser Gruß aus Elbenau ist mit dem 24. Juni 1900 datiert. Der recht ansehnliche und große GasthofZur Stadt Schönebeck' (rechts oben) war in dieser Zeit in der Umgebung bekannt und viel besucht. Der Inhaber Otto Crackau war gleichzeitig Besitzer einer großen Bauernwirtschaft. Der Gasthof lag unmittelbar am Ufer des Dorfteiches 'Liesekuhle'. Neben gastronomischen Leistungen bot der Gasthof 'Zur Stadt Schönebeck' seinen Gästen auch die Möglichkeit in einer in französischem Stil gestalteten parkähnlichen Gartenlandschaft spazieren zu gehen.

36 Elbenau

Noch bis Anfang der zwanziger jahre bestand der Gasthof 'Zur Stadt Schönebeck'. Danach verkauften die Erben des früheren Besitzers Crackau das gesamte Anwesen an den Kreis Calbe/Saale, zu dem Elbenau infolge der Eingemeindung in die Stadt Schönebeck seit 1913 gehörte. Der Kreis Calbe richtete darin ein Kinderheim

ein, das trotz inzwischen unterschiedlicher Trägerschaften auch heute noch existiert. Das Anwesen liegt am Dorfteich 'Liesekuhle' , dessen vorderer flacher Teil früher als pferdeschwemme diente. Der größte Teil der 'Liesekuhle' wurde im Laufe der Iahre ver-

füllt, so daß heute nur noch eine kleine Wasserf1äche an den einst großen Dorfteich erinnert.

37 Gübs

In den teilweise umgebauten Wohn- und Wirtschaftsgebäuden dieses früheren Bauernhofes befindet sich heute die Gaststätte 'Zur alten Dorfschmiede' . Das Bild von 1913 vermittelt einen Eindruck vom 'Innenleberi' eines solchen Gehöftes. Sowohl die Stallgebäude an der linken Bildseite als auch das Fachwerkhaus am rechten Bildrand sind noch unverändert erhalten. An der Stelle der großen Toreinfahrt steht jetzt ein kleiner Flachbau, in dem die Gaststube eingerichtet ist. Hier kann eine interessante Sammlung van Werkzeugen und Produkten einer Dorfschmiede besichtigt werden.

38 Ladeburg

Der Ort Ladeburg ist 1139 erstmalig urkundlich erwähnt worden als er gemeinsam mit Lochow und Cessorue

(? Kressow) dem Kloster Leitzkau übereignet wurde. Ladeburg entwickelte sich im wesentlichen in drei Siedlungsperioden. Der slawische Ursprung des Dorfes, 'Der Winkel', entstand lange vor 1139. Niederländische Kolonisten legten 1160 bis 1180 'Das Ende' an, in dem die romanische Dorfkirche - hier auf einer Postkarte von 1905 - steht. Ab 1300 siedelten an den bestehenden Ortstellen Bewohner aus verödeten Nachbardörfern und 'Der Scharren' entstand.

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