Gommern und Umgebung zu Großvaters Zeiten

Gommern und Umgebung zu Großvaters Zeiten

Auteur
:   Dieter Dreyer
Gemeente
:   Gommern und Umgebung
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6477-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gommern und Umgebung zu Großvaters Zeiten'

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49 Pechau

Der 'Gasthof zur Eiche' war ein zu seiner Zeit großer und gut besuchter Gasthof, den um die Jahrhundertwende (die Karte hat einen Poststempel von 1908) Otto Lippert bewirtschaftete. Das Gasthaus stand unmittelbar am Pechauer See. Das Anwesen wurde 194-4 ein Opfer des Bombenangriffes auf'Pechau, Der Saal war völlig zerstört, die beschädigte Gaststätte wurde nicht wieder geöffnet.

b. jYfagdeburg. 9asthaus eur Eiche. Jnh.: Oito .I:iJ)J)erf.

SO Pechau

Im Auftrag des 0. Lippert sind sicherlich diese (Poststempel 1900) wie auch die folgende Ansichtskarte zur Werbung für seinen 'Gasthof zur Eiche' mit zum Teil verschiedenen Detailansichten angefertigt worden. Beiden gemeinsam ist die Totalansicht Pechaus mit dem Gasthof. Hierbei kommt die dominierende Position der Dorfkirche gut zum Ausdruck. Die Kirche wurde 12 21 erstmalig urkundlich erwähnt. Teile dieser gotischen Kirche sind noch erhalten, spätere UrnundAusbauten haben [edoch ihr Aussehen stark verändert.

51 Pechau

Diese 1902 abgestempelte 'Werbekarte' für Lipperts Gasthof enthält eine mit aufschlußreichen Details, zum Beispiel der große Ofen links neben der Bühne, versehene Darstellung des Saales, zu damaliger Zeit sicherlich als 'großer Ballsaal' bezeichnet.

52 Pechau

Auf dem Flurstück 'Louisentha]' der Gemeinde Pechau wurde 1 878/7 9 eine große Gaststätte mit angrenzendem Saal gebaut. Auch sie war ein beliebtes Ausflugsziel, zumal ein schattiger Biergarten zum Verweilen einlud. 1944 wurde der Gasthof durch Bomben zerstört. Es entstand ein bescheidener NachfolgeFlachbau, der auch jetzt noch im Betrieb ist.

53 Pechau

Der Gasthof Louisenthal war Ausgangspunkt für erholsame Spaziergänge und Wanderungen in die südlich von ihm gelegene Kreuzhorst. Die Kreuzhorst ist ein mit typischer Vegetation erhaltener Auenwald im Elbtal, der im Norden von der Alten Elbe begrenzt wird. Seit 1961 stehen 320 ha der Kreuzhorst unter Naturschutz, um neben der Flora auch den dort lebenden, zum Teil seltenen Tierarten entsprechenden Schutz zu gewähren.

54 Pechau

Etwas außerhalb der Ortslage, nicht weit vom alten Klusdamm entfernt, steht diese 1828 erbaute Bockwindmühle, in der bis 1945 Getreide gemahlen wurde. Dann stand die Mühle vierzig [ahre stilL Seit 1994/95 ist sie durch umfangreiche Restaurierungsarbeiten wieder technisch in Ordnung und kann besichtigt werden. Seit 1994 wird alljährlich im Mai ein Mühlenfest gefeiert, das sich zunehmender Beliebtheit erfreut.

55 Plötzky

Plötzky, eine slawische Ortsgründung östlich der Alten Elbe, wurde 1228 erstmals urkundlich erwähnt. In den folgenden drei jahrhunderten erreichte der Ort durch das in der zweiten Hälfte des 12. Iahrhunderts von Albrecht d. Bär gestifteten Nonnenkloster des Zisterzienserordens Wohlstand und Ansehen. Plötzky muß sogar Marktrecht gehabt haben und Rechtsprechungen wurden vorgenommen; das belegt eine noch von ThorSchmidt 172 5 beschriebene 'aufrechte Figur, durch die Kunst eines Holzhandwerkers etwas ausgearbeitet' - also hölzerne Rolandfigur, die auf dem Thingplatz vor dem Rat-

haus stand, das sich im Bereich desVorgartens des jetzigen pfarrhauses in unmittelbarer Nähe zur Kirchhofsmauer befand. Die Dorfkirche St. Maria und Magdalena ist ein romanischer Bruchstein-

bau aus der zweiten Hälfte des 12. jahrhunderts. Große Schäden am Kirchengebäude und an der Innenausstattung erforderten umfangreiche Reparaturen, die 1748 gleichzeitig mit Umbauarbeiten auf

intensives Drängen des darnaligen Pfarrers Lüdde erfolgten. Die zu dieser Zeit auch neu aufgestellte Kanzel ist heute noch erhalten; das Gestühl stammt aus dem Kloster Plötzky.

56 Plötzky

Sowohl die alte Dorfschmiede als auch die beiden auffälligen Giebelhäuser stehen auf ehemaligem Klostergelände. Das rechte Haus mit den drei Giebeln erwarb 1923 Heinrich Ramrn und ließ es Ende

Die alte Dorfschmiede des Christian Ulrich vor 1909 (Bild rechts) und einige Iahre später (linkes Bild). Sie bestand hier bis 1 93 1 .

der zwanziger [ahre urnbanen. Dabei wurde die interessante Giebelfassade vollständig verandert. Das Restaurant 'Zur Klosterschänke' bestand bis 1957, der kleine Laden wurde 1986 geschlossen. An

das 1 534 sàkularisierte Kloster erinnern ein Stück Klostermauer unmittelbar neben der Försterei und Kellergewölbe auf dem Grundstück Ramm.

57 P!ötzky

Eine dem Gemeinwohl in hohem Maße dienhche Binrichtung waren und sind Feuerwehren. Hier ein Gruppenfoto der Freiwilligen Feuerwehr P!ötzky im jahre 1914 mit ihrer aus Handpumpe und Wasserbehälter bestehenden recht bescheidenen technischen Ausrüstung vor der 1907 gebauten Dorfschule.

58 Pretzien

Pretzien entstand aus einer slawischen Siedlung in unmittelbarer Nähe der Alten Elbe, die bis etwa Anfang des 11. [ahrhunderts hier ein wasserreicher Fluß war. Durch Veränderungen im Mittelalter und die Ausbildung des jetzigen Elblaufes setzte eine kontinuierliche Verlandung der Alten Elbe ein, Damit verringerten sich im zunehmenden Maße die günstigen Lebensbedingungen dieser ursprünglich sicherlich als Fischerdorf angelegten Siedlung. Zwei international hochinteressante Ereignisse rückten Pretzien in den vergangenen 120 [ahren in das Licht der Öffentlichkeit; 1871-1875 wurde das Pretziener Wehr gebaut; 1973 sind in der Dorfkirche St. Thomas romanische Wandmalereien aus

dem 13. Jahrhundert entdeckt worden. Die Kirche St. Thomas ist eine romanische Saalraumkirche, die in der ersten Hälfte des 12. Iahrhunderts van Prämonstratensermönchen des Leitzkauer Klosters im Auftrag Albrecht des Bären

aus Quarzitbruchsteinen erbaut wurde. Sie nimmt durch ihre Lage auf einem eiszeitlich entstandenen Hügel eine dominierende weithin sichtbare Stellung ein, Im Laufe der [ahrhunderte veränderten Um- und

Einbauten die Kirche; sie soll aber bis zu Beginn des Zweiten Weltkrieges in gutem Zustand gewesen sein. Erst danach verfiel sie und sollte wegen Baufálligkeit 1971 aufgegeben werden.

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