Grassau in alten Ansichten

Grassau in alten Ansichten

Auteur
:   Johannes Michael Hausladen
Gemeente
:   Grassau
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0138-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Grassau in alten Ansichten'

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69. Achaz Klauser, ehemaliger Alzingerbauer zu Grafing, und seine Ehefrau Magdalena geben auf den Bildern eines unbekannten Fotografen ein Beispiel der Tracht, wie sie in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts getragen wurde. Man beachte die Haube der Bäuerin, das gestreifte Halstuch und die gerafften Ärmel! Der Bauer mit dem schweren Rock macht einen sehr selbstbewussten Eindruck. (Um 1880.)

70. Der 'Gruß aus Mietenkam', eine Karte, die wohl 1917 geschrieben sein mag, aber sicher schon einige Jahre älter lst, zeigt das Dorf vom Fuße des Westerbuchberges aus. Eine halbe Gehstunde von Grassau liegt das sonnige Dorf. Zwischen Hochgem und Hochplatte kann man das Kaisergebirge sehen; die nahe Kendlmühlfilze bietet erholsame Spaziergänge. Die Aussicht vom Westerbuchberg ist bezaubernd und der Besuch der alten Kirche ist für den Kunstfreund wie für den Beter willkommene Rast.

71. Mietenkam ist urkundlich 1114 als Sitz eines Grafen Marquart erwähnt. Vor hundert Jahren zählte das Dorf etwa ein halbes Dutzend Bauernhöfe. Wann die erste Kirche dort gebaut wurde, wissen wir nicht, nur Reste eines gotischen Baues ließen sich an der Kirche, die 1829 abgebrannt und im Stil der Zeit wieder aufgebaut wurde, feststellen, Der Turm, ein Dachreiter, ist ganz mit Holzschindeln verkleidet. Sein für den Chiemgau ungewöhnliches Zeltdach ist, wie ein Chronist berichtet, dem 1827 bis 1833 erbauten Turm der St.-Matthäuskirche in München, der ersten evangelischen Kirche der Hauptstadt, nachgebildet. Der Fotograf ist unbekannt, die Zeit zwischen den beiden Kriegen,

72. Hermann Schöllhorn, der in Mietenkam gelebt hat, malte 1937 den Bliek aus seinem Atelierfenster. Vor der Kirche sehen wir noch die Kegelbahn am Wirtshaus, Was wäre früher ein Wirtshaus ohne Kegelbahn gewesen? Heute sind diese gemütlichen Stätten selten geworden. Im Hintergrund liegt der Westerbuchberg, an dessen Südhängen im Mittelalter noch Wein gebaut wurde. Die Kirche ist der heiligen Margaretha geweiht, der Bezwingerin des Drachens und Beschützerin in allen Gefahren in den naheliegenden Filzen mit seinen unheimlichen Tücken,

73. Die Kendlmühle weist schon durch ihren Namen auf ein hohes Alter hin. Wie eine Burg kommt sie dem Besucher vor: das Zuhaus, dann der Bauernhof mit Stall und Stadl, die Mühle mit dem Schopfwalm und das Sagewerk mit dem Gatter. Sie bilden fast einen Kreis, der durch die Holzstöße geschlossen wird. Nach dieser Mühle sind auch die anstoßenden Möser benannt, die Kendlmühlfilzen, die seit unvordenklichen Zeiten für mancherlei Zwecke den geschätzten Torf liefert. Der Streit um die Nutzung oder 'Kultivierung' der Möser ist schon einige Jahrhunderte alt. Wir wissen nicht, wann sie der Vergangenheit angehören werden.

74. Im Jahre 1884 wurde dieses Haus als 'Bahnhofrestauration' eröffnet. Die Postkarte ist nach dem Vermerk 1909 geschrieben. Im Jahr 1885 wurde mit dem Bau der Eisenbahn von Übersee nach Marquartstein begonnen, in Mietenkam wurde eine Haltestelle und eine Verladestelle für den Zement aus der naheliegenden Fabrik errichtet. Die Aussichten für das Gedeihen der Gastwirtschaft waren bestens gegeben, trotzdem wechselten die Besitzer sehr häufig. Erst die Familie Hofmann, die das Anwesen 1919 erwarb, wurde sesshaft und erwarb sich das Vertrauen der Besucher. 1952 musste der Besitzer die Gastwirtschaft wegen Erkrankung aufgeben. Um so besser konnte sich nun die Landwirtschaft und die Beherbergung der Sommergaste entwickeln.

75. In früheren Zeiten war die ärztliche und tierärztliche Versorgung auf dem Land noch nicht so gut wie heute. Die Ärzte hatten einen weiten Bezirk zu versorgen und mussten stets bereit sein, auch den entfernten Kranken rasch aufzusuchen. Deshalb hielten die meisten Ärzte Pferde zum Reiten oder Fahren. Auch als die ersten Autos aufkamen, hat sich nicht viel geändert. Die Kraftwagen waren für den Arzt noch nicht recht geeignet und vor allem viel zu teuer. So blieb noch lange das Pferd der verlässigste Helfer für den Arzt. Unser Bild, etwa 1912 aufgenommen, zeigt den Kutscher von Dr. Meyer auf dem leichten Schlitten.

INHALTSÜBERSICHT

Achental siehe Grassauertal Achentaler Nachrichten 37 Almen 43, 45
Andersthaus 15
Apotheke 13
Auto 14,58,59 Bahnhofstraße 10, 11, 13 Brand 52, 53
Fellnerhaus 66 Flugzeuglandung 36 Friedhof, alter 53
Glocken 20, 21
Grassauer Tal, 2, 3,4,5,38 Guggenburg 31 Hefter51,52,53,54 Hilger 40, 57, 58
Heuernte 46
Kendlmühle 73
Kirche 1,16,17,18,19 Kirchplatz 6, 7, 8,48,56,57 Klauser 69
Kleinrachl 39
Kriegerfeier 50
Lederer 64
Ludwigsbrunnen 55 Markterhebung 35 Mietenkam 70, 71, 72, 73, 74 Münchhaus 60
Musikkapelle 41 Nepomukkapelle 47 Niedemfels 25 Ortenburgerstraße 12, 16 Pferdezucht 44
Pechlerhütte 42 Rathaus 1
Rottau 27, 28,29, 30 Saline 61,62 Sanktusleuchter 19 Sattlerhaus 63
Schule 67
Schwaige 26 Schweizerei 49
Sterntür 68 Strehtrumpf 9 Tausendjahrfeier 33, 34 Tischler 64, 65 Trachtenverein 32 Turmuhr 23 Zwetschgenallee 65

BILDQUELLENNACHWEIS

Bayerisches Landesamt ftir Denkmalpflege 18 Distlberger 38, 52
Gurnberger, Nicolaus 40
Normann 1, 19,51
Oberfränkischer Ansichts-Verlag, Bayreuth 17 Regnor Rudolph, Grassau 50
Foto-Stich, Pelring 62
Thomas, J. (Chiemgau-Blätter NI. 6 vom 11.2.1961) 30 Walcher Verlag, München 28
Weidinger, Jos., 3,5, 7, 8, 9, 12, 14, 15,20, 21,24,27,31, 32,35,36,41,48,55,58,59,65,66,67
Wissmann-Verlag, München 34
Zusann, Juliane 4
Die übrigen Bilder sind unbekannter Herkunft.

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