Greiz in alten Ansichten

Greiz in alten Ansichten

Auteur
:   Georg Herz
Gemeente
:   Greiz
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5251-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Greiz in alten Ansichten'

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10. Die Heinrich-Fritz-Straße , so benannt nach dem verdienstvollen Fotografen und Heirnatfreund, erhielt nach der Gründung des deutschen Reiches eine besondere Bedeutung. In der Nähe des Bahnhofs entstanden die Reichspost und Reichsbank im Neostil. Diese Stilart wurde um die Jahrhundertwende bei repräsentativen Bauten bevorzugt. Die postalische Versorgung der Stadt Greiz lag zuvor beim Hause Thurn & Taxis. Im Jahre 1867 trat Reuß ält. Linie dem Norddeutschen Bund bei und kam dadurch zu dessen Postbereich. Nach der Gründung des deutschen Reiches 1871 gehörte Greiz zur Deutschen Reichspost, und damit erhielt das Postwesen auch hier moderne Formen.

11. Am Beginn des 19. Jahrhunderts geschah dann auch der Ausbau der Neustadt auf den ehemaligen Auenfeldern. Nunmehr konnten auch die Straßen großzügiger angelegt werden. Als Beispiel hier die Carolinenstraße. Man sieht die ersten Bauten der Fabrikanten. daneben noch die bescheidenen Häuschen. Auf der rechten Seite das allen Greizern bekannte Grimms Lokal. Allerdings hier der Verläuferbau, der im Jahre 1884 bis auf die Grundmauern niederbrannte.

12. Die Erweiterung der Neustadt und die ständig wachsende Einwohnerzahl zeigte bald, daß der bestehende Schulraum nicht ausreichte. Damals noch am Rande der Stadt liegend, entstanden moderne Schulgebäude. Im Jahre 1884 konnte die hier gezeigte große Mädchenschule eingeweiht werden. Später erhob man sie zur Höheren Töchterschule und danach zum Lyzeum. Die Größe des Hauses bot sich an, dort im Zweiten Weltkrieg ein Lazarett entstehen zu lassen. Nach dieser Zweckentfremdung richtete die Stadt die Lessing-Oberschule ein.

13. Eine besondere Bedeutung besaßen die BrückenzollsteIlen, die durch einen Schlagbaum verhindern sollten, daß durchfahrende Pferde- und Hundegeschirre, ohne ihren Obolus zu entrichten, durchschlüpfen konnten. Diese unschönen Schlagbäume (es gab mehrere) verschwanden erst im Jahre 1868. Leider entfernte man dabei die Pappeln, die der Carolinenstraße ihr Gepräge gaben. Die Carolinenstraße erhielt ihren Namen nach der Fürstenregentin Caroline (1818-1872), die in schweren Jahren die Geschicke des Fürstentums über das Krisenjahr 1866 lenkte und die Annektion des Fürstentums verhinderte.

14. Die Neustadt erweiterte sich und neue Straßenzüge entstanden. Auf dieser Abbildung ist die fortschreitende Industrialisierung deutlich zu erkennen. Die Schornsteine der Texti!industrie senden ihren Qualm in die Luft, die weiße Elster ist noch von dichtem Gebüsch umrandet. Die wachsende Industrie verwandelte das Bild der Landschaft schnell. Auch die umliegenden Höhenzüge wurden bebaut.

15. Inmitten einer Grünfläche der Stadt lag die Bürgererholung, gegründet 1851. Als 'Gesellschaft-Bürgererholung' diente der zweite Bau mit seinen Anlagen den geselligen Zusammenkünften der Greizer Kaufmannschaft. Konzerte und Aufführungen für gute Zwecke fanden dort statt. Im Jahre 1946 fiel das Gebäude einer Brandstiftung zum Opfer. Dadurch verlor Greiz die Möglichkeit Veranstaltungen im schönen Rahmen durchzuführen.

GREI~

Neues .Justtzqebäude

16. Imposant das neue Justizgebäude. Dieser stattliche Bau konnte nach einer Bauzeit von zwei Jahren 1912 der Öffentlichkeit übergeben werden. Der dafür gewonnene Baumeister Architekt A. Holtmeyer aus Kassel nutzte den Standort zwischen Bahn und Berge geschickt aus. Somit fügt sich das Bauwerk trotz seiner Größe in die Landschaft gut ein. Die beiden am Hauptporral stehenden Skulpturen stellten symbolisch die Justitia dar. Mit Einrichtung des Volkspolizeikreisamtes Greiz verschwanden 1956 die Wahrzeichen der Gerechtigkeit.

17. Aus dem bescheidenen 'Anger schuf die Stadt zur Erinnerung an den Krieg 1870/71 den 'Denkmalsplatz' . Der Germania stand Kaiser Wilhelm i. gegenüber. Damit besaß Greiz das erste Kaiser-Wilhelm-I.-Denkmal in Deutschland. Selbstverständlich durfte Bismarck, der mit einer Büste vertreten war, in diesem Reigen nicht fehlen. Der Betrachter des Fotos erfreut sich an der wirkungsvollen Gruppierung der Bäume und der gepflegten Anlage des Platzes.

18. Zum Abschied von der Neustadt noch einen letzren Bliek auf die Carolinenstraße. Interessant ist der Vergleich mit dem Bild aus dem Jahre 1890. Grimms Lokal auf der rechten Seite ist ein Neubau anstelle des niedergebrannten Vorgängerbaues. Auf der linken Seite die Dresdner Bank, die die kleinen Häuser verdrängte. Den Übergang über die Elster bildete die im Jahre 1859 eingeweihte Brücke mit formschönem Gitterwerk. die erst im Jahre 1922 abgerissen und durch eine Betonbrücke ersetzt wurde.

GREIZ.

19. Vor uns liegt die Altstadt von Greiz. Ständige Hochwasser und ständige Feuersbrünste vernichteten die alte Bausubstanz. Dabei verschwanden oft die letzten Zeugen älterer Bauwerke wie z.B. die Gebäude auf der rechten Seite, die zur 'Alten Stadtmühle' gehörten. Die Möglichkeit nach diesen Katastrophen eine großzügige Stadtbebauung durchzuführen, scheiterte immer an finanziellen Mitteln. Hoch ragt über dem Straßengewirr das alte Reußenschloß, welches das Stadtbild bestimmt.

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