Greiz in alten Ansichten

Greiz in alten Ansichten

Auteur
:   Georg Herz
Gemeente
:   Greiz
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5251-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Greiz in alten Ansichten'

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30. Am Rande des Parks liegt ein Rundbau. Im Jahre 1787 einem Bauwerk in Rom nachempfunden, diente er dem Fürsten als Porzellanhaus, 1822 geschah eine Umgestaltung mit der Inschrift 'Soli deo Gloria' und wurde Kapelle für die kleine katholische Gemeinde. die aber 1860 einen größeren Raum benötigte. Erst 1926 fand dieser formschöne Bau eine sinnvolle Nutzung zur Gestaltung eines Ehrenmals zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Die Inschrift 'Euch Lebende ruf ich', korrespondiert mit der von dem Dresdner Bildhauer Karl Albiker (18781961) geschaffene Figur eines fallenden Kriegers. Mit dieser Skulptur erhielt Greiz ein erhabenes Kunstwerk des aus Ühlingen (Schwarzwald) stammenden Künstlers.

31. Im Jahre 1779 begann der Bau eines Palais im Greizer Park als Sommersitz der Familie Reuß. Die Inschrift 'Maison de la belle Retraite' weist auf die Bestimmung des Bauwerks hin, das sich vornehm in die Parklandschaft einfügt. Der Gartensaal wird heute genutzt für Ausstellungen und Serenadenkonzerte. In den oberen Räumen befinden sich variable Ausstellungsmöglichkeiten. Beachtenswert sind dort der Besitz einer wertvollen Schabkunstsammlung, ein reicher Bestand an seltenen Büchern, Landkarten. Frühdrucken und eine Kupferstichsammlung. Der schöne Ausbliek in den Park macht dieses frühklassizistische Bauwerk noch liebenswerter.

32. Der Erbauer des Sommerpalais rnit der herrlichen Stukkatur ist leider unbekannt. Daß hier ein Künstler am Werk war, zeigt diese Ansichtskarte. Die Bücherschränke für die umfangreiche Sammlung passen sich im Stil der klassizistischen Ausgestaltung der Innenräume gut an. Der Bestand der Bücher geben einen guten Querschnitt durch die Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts, zum Teil in französischer Sprache.

33. Anstelle des 'Schmidts Gut' am Parkausgang erwarb das Ehepaar Ernst und Lina Arnold ein großes Gelände zum Bau eines Altersheims. So wuchs dieses schloßähnliche Bauwerk , das heute als Pflegeheim dient. Rechts auf der Höhe der Pulverturm, 12 m hoch mit vier Seitentürrnchen, verschönt er heute das Gesicht der Landschaft und steht unter Denkmalschutz. Er diente vorn Jahre 1842 bis 1866 zur Lagerung der Pulverbestände der reußischen Armee.

34. Im Jahre 1740 erwies sich die Anlage eines größeren neuen Friedhofes als notwendig (der heutige 'Alte Friedhof'). Zur gleichen Zeit entstand diese Begräbniskapelle von den Greizern 'Singhaus' genannt. Sie besaß ein wechselvolles Schicksal und wurde mehrmals als Lazarett während des Siebenjährigen Krieges und der Napoleonischen Kriege benutzt. Die wachsende Gemeinde versammelte sich in dieser Kapelle zum Gottesdienst, und 1913 erhielt Baumeister Hüfner den Auftrag für ein neues Gebäude, der heutigen Gottesackerkirche .

35. Feuersbrünste und Hochwasser gehörten über Jahrhunderte zum Leben der Einwohner der Stadt. Immerwieder traten die Naturgewalten auf und zerstörten mühsam Geschaffenes. Das Hochwasser der Göltzsch, die aus dem Erzgebirge kornrnt, verband sich rnit dem der Weißen Elster zu einem Strom und zerstörte Äcker, Gehöfte und Brücken. Das hier abgebildete 'Gruße Wasser', wie die Greizer es nannten, überflutete im Jahre 1924 die Alt- wie auch die Neustadt und kostete zwei Bürgern das Leben.

36. Unvergessen bei den Greizern blieb das große Feuer des Jahres 1802, bei dem fast die ganze Stadt abbrannte. 100 Jahre später, 1902, fiel der Straßenzug zwischen der Straße an der Gräßlitz und der Marktstraße den Flammen zum Opfer. Sechs Jahre später vernichtete ein Großfeuer den Rest der Straßen. Der Aufbau geschah in kurzer Zeit mit recht eindrucksvollen Bauten des Jugendstils.

37. Die Gräßlitz wie auch andere Rinnsale, die die Stadt durchflossen, entsprachen am Anfang des 20. Jahrhunderts nicht mehr den hygienischen Verhältnissen, noch dienten sie dem stärker werdenden Verkehr. Nunmehr sollte die Gräßlitz überbaut und die Mündung auf kürzestem Wege in die Weiße Elster verlegt werden. Im Jahre 1904, hier auf dem Bild, fand sich eine große Menschenmenge ein, um dem Geschehen beizuwohnen. Im Vordergrund stolz die Ingenieure und Arbeiter, auf der Planke rechts Geheimrat Thomas, Otto Henning, Paul Louis Jahn, askar Otto , im Hintergrund Rektor Leber, die für dieses Werk verantwortlich waren. Noch Jahrzehnte sollten vergehen, bis auch der letzte Abschnitt des Gräßlitz-Laufes verschalt war.

reiz. Schlo6bergstra6e.

38. Der Weg in die Altstadt führt durch die Schloßbergstraße. Die Schulkinder laufen auf der Fahrbahn, und der alte Herr im Vordergrund wäre heute verkehrsgefährdet. Bekannte Geschäfte liegen auf der linken Seite , das Eisenwarengeschäft Neumann & Vetter, das Kaufhaus Emil Mothes. Die Häuser zur rechten mußten bald dem Neubau der Darmstädter Bank (jetzt Sparkasse) weichen.

39. Das Geschäftszentrum bildete der Topf- und Neumarkt, später Ernst-Arnold-Platz. Beginnen wir mit dem Waarenhaus Bluhm Nachf., danach die Reiseutensilienhandlung D.A. Küchler. In der Mitte das stattliche Haus gehörte den Firmen Listner & Co., dem Eisenwarengeschäft Carl Henicke und Carl Federer. Das Hotel 'Zum Löwen' verschwand durch den Straßendurchbruch zum Marienplatz. Anschließend das Haus Alfred Roth und am Rande des Fotos die Kolonialwarenhandlung Hermann Habenicht. Später wurde die Häuserfront umgebaut zum Warenhaus Hermann Tietz. An der Mauer des Gräßlitzlaufes standen die Marktfrauen mit ihren Ständen, die mit ihrem Angebot und Anpreisungen den Platz belebten.

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