Greiz in alten Ansichten

Greiz in alten Ansichten

Auteur
:   Georg Herz
Gemeente
:   Greiz
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5251-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Greiz in alten Ansichten'

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Çreiz i. V. - Ern:;t ftrnold-platz

40. Hier hat sich das Gesicht des Ernst-Arnold-Platzes verändert (1910). Die Gräßlitz ist verschwunden, die Stadt besitzt wieder ein Ratsstübel, die Konfektionsfirma Marcus Schneider erhielt den Titel Fürstlicher Hoflieferant. Rechts im Bild die Buchhandlung Bredt, eine der vielen Stationen der über 200 Jahre bestehenden Firma. Links die Löwenapotheke vom Apotheker Haspelmacher .dessen Tropfen weithin heliebt waren.

GREIZ

Am unteren Schloss

41. Nachdem es eine Obere und Untere Greizer Linie Reuß gab, war ein weiterer Schloßbau vonnöten: 'Das neue Haus', später 'Unteres Schloß' genannt. Hier residierte die Linie Untergreiz. Durch den Stadtbrand 1802 zerstört, erfolgte der Wiederaufbau nunmehr als klassizistischer Bau. Er diente fortan der Familie Reuß als Hauptsitz. Die Zwiebelkuppel ist aus dem späten 19. Jahrhundert. Zu diesem Ensemble gehörte ein Lustgarten, der auch auf dieser Karte zu sehen ist.

42. Die Stadtkirche zu Greiz ist das zweite Wahrzeichen der Stadt. Die Gründungsurkunde führt in das Jahr 1225 zurück. Damals wurde der Bau als St.-Marien-Kirche geweiht. 1778 erhielt das Haus Reuß den Fürstentitel und sornit bekam die nunmehrige Hofkirche eine fürstliche Ausstattung, unter anderem eine Silberrnann-Orgel. Das Jahr 1802 mit seinem schrecklichen Stadtbrand riß auch hier eine Lücke. Turrn, Schiff und Orgel wurden ein Opfer der Flammen. Der bedeutende Baumeister Friedrich Schuricht, Dresden, errichtete den Neubau innerhalb kurzer Zeit unter Einbeziehung älterer Bauelemente.

43. Nach dem Brand bedurfte der Innenraum einer Neugestaltung. Dem Zeitgeist entsprechend geschah dies im Stil des Klassizismus. Drei Emporen , eine gewölbte Decke und der hier gezeigte Portikus-Altar geben dem Raum Würde. In einem Nebengelaß befindet sich der Sarg Graf Heinrich VI. Reuß ält. Linie, welcher als Generalfeldzeugmeister der sächsischen Armee unter Prinz Eugen im Kampf gegen die Türken bei Zenta tödlich verwundet wurde. Unter der Kirche liegen in drei Grüften die Särge der Reußen von 1588-1872.

44. Am 25. September 1919 vor der Stadtkirche. An diesern Tag wurden die durch den Ersten Weltkrieg zum Einschmelzen abgelieferten Glocken durch ein neues Geläut ersetzt. Die Weihe nahm Konsistorialrat Jahn vor. Die neuen Glocken stifteten Otto Albert und Kommerzienrat Nusch im Gedenken an ihre im Ersten Weltkrieg gefallenen Söhne. Leider mußten auch diese Glocken im Zweiten Weltkrieg abgenornmen und eingeschmolzen werden.

GRE.IZ

RÖhrsnbr.:nner'l

45. An einer der malerischsten Stellen der Stadt steht der Röhrenbrunnen, von den Greizern 'Röhrenkasten' bezeichnet. Er erhielt sein Wasser von der St.Adelheid-Kapelle durch Holzröhren. Die schöne Lage direkt an der Stadtkirche bot sich an, nach Kirchenkonzerten des Thomanerchors oder Kreuzchors an dieser Stelle sich zu versammeln, um den Sängern zuzuhören.

46. Am 25. Februar 1929 sank die Temperatur unter 3TC. Während die Wasserrohre der Stadtwerke eingefroren waren, flossen noch die 'Tränen der St. Adelheid'. Frierend, doch dankbar holten die Greizer das Wasser aus dieser letzten Quelle. So half St. Adelheid den Greizern in diesem besonders harten Winter, der den Betelligten in Erinnerung bleiben wird,

47. Die 'Alte Wache' bildet gemeinsam mit Unterem Schloß und Stadtkirche das Historische Ensemble der Stadt. Erbaut wurde die Wache im Jahre 1819 und diente der Aufnahme des Wachkommandos und in einem Nebengelaß der Unterbringung der Feuerspritzen. Bemerkenswert an der Außenfront das reichgeschmückte Wappen des Fürstentums Reuß ä.L. Nach 1918 diente sie verschiedenen Zwecken - jetzt ist in diesen historischen Räumen die 'Greiz-Information' untergebracht.

48. Hier versah das reußische Militär den Wachdienst. Bei Ankunft der Herrschaft oder deren Gäste mußte die 'Wache raus'! treten. Nach dem Krieg, den 1866 Reuß ä.L. auf Seiten Österreichs gegen Preußen verloren harte, löste Preußen das reußische Militär auf. Der Wachdienst blieb bestehen durch die Abstellung eines Wachkommandos des Thüringer IR 96.

49. Der Marktplatz in Greiz ist klein, dadurch entwickelte sich in unmittelbarer Nachbarschaft der größere Marienplatz für das Marktgeschehen. Ein Durchgang mußte geschaffen werden. Das Fahrradhaus Günther ließ man 1911 abtragen. ein neues Gebäude entstand - die Passage zur Verbindung der beiden Plätze.

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