Greiz in alten Ansichten

Greiz in alten Ansichten

Auteur
:   Georg Herz
Gemeente
:   Greiz
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5251-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Greiz in alten Ansichten'

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50. Vor den Geschäften auf dem Markt, dem Schuhgeschäft Richard Käppel und dem Hanshaltwarengeschäft Ernst Forner versammelten sich die Greizer Schützen zum Abmarsch in Richtung Schützenplatz. Diese Vereinigung bildete über 200 Jahre einen wichtigen Bestandteil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens. Die Gesellschaft bestand aus drei Abteilungen: 'Die Grünen Schützen', die die Uniform der ehemaligen Bürgerwehr des Jahres 1848 trugen, 'Die Kaiserjäger' in der Uniform der ehemaligen österreichischen Jäger, und die 'Schwarzen Schützen' in Zivil.

51. Das Greizer Rathaus. Nach dem Jahre 1802 gelang der Aufbau der Stadtkirche und des Unteren Schlosses schnell, das Rathaus entstand als letztes der repräsentativen Bauten. Im Jahre 1843 konnte man die Fertigstellung melden, Der viereckige Turm mit Zinnen, die Gliederung der Fenster , und die Gestaltung des Portals weisen auf den vom Baumeister erwünschten 'Gothischen Styl' hin. Leider entsprach das stattliche Äußere nicht den Innenräumen, die recht dunkel und verwinkelt sind. Auch spätere Anbauten änderten daran nichts.

Gerichlsstrasse.

Verlag v. Ricbard Beyer, Greiz. Dess. lil.

52. Der Regentenplatz wird hier noch von der Gräßlitz durchflossen. Über den Bach führen kleine Stege zu den Häusern und Geschaften. Das Haus im Hintergrund wie auch die noch offene Gräßlitz und die Bezeichnung Gerichtsstraße verweisen auf die Zeit vor 1903.

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-

53. Die Veränderung durch die Gräßlitz-Verlegung. Ein schöner Platz ist entstanden: der Regentenplatz. Der Kandelaber in der Mitte gibt ihm großstädtisches Flair. Gemütlich ziehen die Radfahrer das Rad schiebend dahin , nicht ahnend, daß neunzig Jahre später der Autoverkehr aus den Nähten platzt. Links hat Albin Moebius, ein Bruder des bekarmten Hofseilermeisters Moebius, sein neues Kolonialwarengeschäft eröffnet. Der Bierhof auf der rechten Seite ist bis heute Einkehrstätte .

54. Dieser stattliche Straßenzug in Richtung Reichenbach und Zwickau konnte schon großzügiger angelegt werden. Die Wohnhäuser der lahrhundertwende repräsentieren und bilden einen Gegensatz zur verwinkelten Innenstadt. Noch ist die Fahrbahn geteilt, und noch Jahrzehnte sollten vergehen, bis der Rest der Gräßlitz unter dem Straßenpflaster verschwand.

55. Krönender Abschluß des Regentenplatzes ist das schmucklose doch schön gegliederte Landratsarnt. Nach dem Brand 1819 errichtete ein tüchtiger Gastwirt an dieser Stelle den größten Greizer Gasthof 'Zum Erbprinz'. In dessen Saal wurden Theateraufführungen durchgeführt, und Kantor Hermann gab Konzerte (6 Silbergroschen Eintritt). Später stockte ein Baumeister das Haus auffür das neue Amtsgericht. Seit Jahrzehnten ist das Gebäude Landratsamt.

56. Zwischen Idastraße und MolIbergstraße liegt die Greizer Gasanstalt. Die Aufnahme aus dem Jahre 1865 zeigt die ersten Bauten der seit 1858 bestehenden 'Gasbeleuchtungsanstalt' . Im Hintergrund die Untere und Obere Silberstraße, und die Scheunen auf den Hügeln. Die Aufname besitzt als Zeitdokument der radikalen Stadtveränderung Seltenheitswert.

Çrei.< I. V.

57. Von der Schanze des Oberen Schlosses aus geht der Bliek noch einmal über die Enge der Innenstadt (im Vordergrund), zu dem Untergreizer Garten mit dem schönen Pavillon. Doch im Hintergrund rauchen schon die Schornsteine der wachsenden Industrie in Aubachthal. Dort entstanden Textilfabriken, Maschinenfabriken, Färbereien und Webereibedarfsindustrie.

58. Kaum eine Einrichtung in Greiz hat so segensreich gewirkt wie das 1793 gegründete 'Predigerund Schulmeisterseminar'. das erst 1927 geschlossen wurde. Von 1840 bis 1927 verließen 678 Schüler mit der Reifeprüfung diese Bildungsstätte, die nun 'Fürstliches Lehrerscrninar' hieß. Der größte Teil der Abgänger ging in den Schuldienst oder in die Kirchenmusik. Bekannte Persönlichkeiten kamen aus diesem Seminar, unter anderen Gustav Schreck , später Thomaskantor; OHo Hohlfeld, Geigenvirtuose (aus Zeulenroda); und Alfred Stier, Landeskirchenmusikdirektor in Sachsen, Begründer der Singebewegung innerhalb der evangelischen Kirche. An diesem Beispiel soll gezeigt werden, wie groß der Einfluß und die Bedeutung des Seminars für die kulturelle Entwicklung des ganzen Vogtlandes waren. Nach der Aufbauschule wird jetzt das Gebäude von der Fröbelschule genutzt.

59. Im Jahr 1910 erhielt Greiz einen interessanten und imponierenden Schulneubau, die 'Marienschule', Der Architekt Max Meyer versuchte in seinern Entwurf durch Zurücksetzen des Hauptgebäudes von der Straße dem Lärm auszuweichen und den Seitenflügeln Licht zu geben. Obwohl auf dem Gelände der ehemaligen Sauteiche errichtet, die im 17. Jahrhundert zugeschüttet wurden. steht dieser Bau trotz aller Befürchtungen seit achtzig Jahren unter dem Namen GoetheschuIe.

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