Greiz in alten Ansichten

Greiz in alten Ansichten

Auteur
:   Georg Herz
Gemeente
:   Greiz
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5251-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Greiz in alten Ansichten'

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60. Oberhalb der Stadt, auf dem Irchwitzberg, ein interessantes Bauwerk mit bewegter Geschichte. Die 'Odd-Fellow-Loge', nach Anlage und einer Gartenrestauration dort oben in ruhiger Lage und guter Luft kam es zur Umwandlung in das 'Kurhaus Belvedère'. Jetzt besitzt das Greizer Kinderkrankenhaus in diesen Räumen eine gute Unterkunft.

61. Beim Anblick dieser mit Kopfsteinpflaster versehenen Gasse fällt uns die Schilderung des Heimatdichters Gotthold Roth ein: Unsere Groß- und Urgroßväter sind fast alle Handweber gewesen. In jeder Wohnstube klapperten 3-4 Arbeitsstûhle. Sobald die Kinder aus der Schule kamen, mußten sie spulen, meist bis zum Abend. Die Schulbücher lagen aufgeschlagen auf ihren Knien während der Arbeit, und abends spät wurde geschrieben beim trüben Licht der Rûbollarnpe, die weder Zylinder noch Schirm besaß.

ogtländi5chcs änqerbu n desfest zu Greiz 11. 12 u 13 Juli 1908. /

62. Vom 11.-13. Juli 1908 veranstaltete Greiz ein groß aufgezogenes 'Vogtländisches Sängerbundfest'. Protektor dafür war Heinrich XIV.j.L. Die Lyra vereint die Wappen von Reuß und Sachsen. Dieses Treffen aller Chöre des Vogtlandes war zugleich ein Höhepunkt für den Greizer Chorgesang. Die Greizer Chöre nahmen an allen Thüringer und Deutschen Sängertagen teil. Sie blieb.en bis in die Gegenwart dem Chorgesang treu, und wir verdanken ihnen viele Aufführungen, an die sich die Zuhörer und Beteiligten gern erinnern.

Zeppelin IU über 6reiz am 2. September 1909, }orm. 9 Uhr.

63. Ein oft wiederkehrendes Motiv der klassizistischen Bauten: Unteres Schloß, Stadtkirche, Gymnasium wird hier belebt durch den Überflug des Zeppelins Z 3 am 2. September 1909. Noch mehr Sensation brachte die Landung des LZ 127 Graf Zeppelin 21 Jahre später. Jenes Luftschiff landete bei Brunn - die Begeisterung kannte keine Grenzen und führte hunderttausende Vogtländer zusammen.

Çreiz

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64. Der Vorort Aubachthal bekam immer mehr Zuzug durch das ständig wachsende Heer der Fabrikarbeiter. Auch die Anzahl der Kirchgänger nahm zu, und so beschloß die Gemeinde in diesem Vorort einen neuen Kirchenbau zo errichten. Er konnte im Jahre 1897 geweiht werden. Dem Geschmack der Zeit entsprechend ahmte man die Gotik nach. Die Ende des 19. Jahrhunderts entstandenen Industriebauten des Eklektizismus ergaben so mit der Kirche eine Einheit.

65. Ein wichtiger Vorort von Greiz ist Pohlitz. Auch dort entstand im Neostil eine Kirche , die der sächsische Baurat Oscar Mothes baute. Damals noch in einem ganz von Bauern und deren Gehöften geprägten Dorf, mit Dorfanger und Dorfteich, war der Kirchturm auf der Höhe von allen Seiten des Landes weithin sichtbar. Diese Idylle wurde in den Ietzten drei Jahrzehnten radikal verändert: ein Neubaugebiet entstand in Blockbauweise, um die Wohnungsnot zu beheben.

Çreiz- Çommla.

66. In entgegengesetzter Richtung liegt der Vorort Gommla. Auf dieser Karte ist der noch dörfliche Charakter gut zu erkennen. Das abgebildete Restaurant 'Alpenrose' erfuhr vor sechzig Jahren eine Umwandlung zu einem kirchlichen Gemeindezentrum. So blieb es den Gommlaern erspart jeden Sonntag zum Kirchgang nach Greiz zu müssen. Sogar die Leichen mußten bei Schnee und Regen den beschwerlichen Berg hinunter gebracht werden.

Grei2- J)ölau

67. Neben den drei Schlössern in der Stadt besitzt Greiz ein Wasserschloß im Vorort Dölau. Die Aufnahme zeigt den Zustand des Jahres 1924. Gegründet von den Lobdeburgern im 12. Jahrhundert kam es laut Urkunde aus dem Jahre 1359 in den Besitz der Reußen. Kurze Zeit war es Sitz der Nebenlinie Greiz-Dölau. Noch bis 1919 reußisches Kammergut, bietet es jetzt nach Abbruch mehrerer Nebengebäude nur noch ein klägliches Bild,

J(ape//e St. .flde/heid bei Çreiz i. V.

¤ri:a"t 1201, zers'ërt 15+7.

68. Die hier gemalte St.-Adelheid-Kapelle hat es so nicht gegeben. Tatsache bleibt, daß das Kirchlein laut Visitationsprotokolle 1534 als Wallfahrtskirche bestand. Die Einstellung der Wallfahrten führte zu deren Verfall. Im Jahre 1732 sah der Archivar J.G. Büchner nur noch Reste des Bauwerkes. Durch die Sage und die 'Tränen der St. Adelheid' bleibt die Erinnerung an diese alte Wallfahrt.

69. Fürst Heinrich XXII. Reuß ä.L. liebte den Wald und die Jagd. In Kenntnis der herrlichen Umgebung seiner Residenz ließ er an einer der schönsten Stellen im Greizer Wald ein JagdschloB errichten. Der Landbaumeister Oberländer und der Maurermeister Heinrich Hoffmann errichteten dies in kurzer Zeit, sodaB der Fürst mit seiner Gemahlin Fürstin Ida geborene von Schaumburg-Lippe im Jahre 1871 einziehen konnte. Dankbar nannte er das kleine Schloß 'IdaWaldhaus'.

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