Grenzach-Wyhlen in alten Ansichten Band 3

Grenzach-Wyhlen in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Walter Küchlin
Gemeente
:   Grenzach-Wyhlen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6671-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Grenzach-Wyhlen in alten Ansichten Band 3'

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29 Kinderschule anno

1 92 512 6. 1. Reihe, von links:

Hans Hartmann, Walter Nübling, Harry Kramer, Wilhelm Enderlin, Willy Marx, Ruth Richter, ?, Heidi Karcheter, Helene Guhl, Hermann Hügel und Hermann Linsig. 2. Reihe: ]ohanna Althun, Irma Lienin,?,?,?, ?,LieselHartmann, Liesel Hermann, Erika Frey, Amalie Kehl, Hilde Kehl, Martha Richter, Erika Oertlin, Elfriede Oertlin, ?, ?, ?, Liesa Platzer und ]ohanna Platzer.

3. Reihe: Elisabeth Haberer, Hermann Karcheter, Martha Dilger, ?, Ruth Enderlin, Irma Guhl, Amalie Glessinger, Liesel Neuschütz, Erna Neuschütz, Magda Fiedel, ?, Lisa Rich-

ter, ?, Erna Senn, ?, Lydia Gölzlin und Helene Issler. 4-. Reihe: Kurt Pfeifle, Paul ]äggi, Walter Hofmann, Kurt Guhl, ?, Hans Lienin, ?, Ernst Richter, ?, Hilda Oertlin, Nelly Richter und ? .5. Reihe: Schwester Emi-

lie, Max Pfeifle, dahinter Walter Oetlinger, Ernst Oetlinger, Max Richter, Karl Ebert, Walter Glessinger, Werner Herzog, Hans Fiedel, Frau Fiedel mit Sohn Hermann auf dem Arm, Max Issler, Ro-

bert Vogel, Otto Reinhardt, die Zwillinge Max und Fritz Pfeifle, Ernst Linsig und Frau Platzer mitTochter Lina auf dem Arm.

30 Unsere Winteraufnahme entstand vom Talbachweg aus. Hoch auf reckt sich der mächtige Westturm der evangelischen Kirche inmitten der bäuerlichen Gebäude. Sein Eingangsgeschoss ist auf unserem Bild durch einen Holzschopf verdeckt. Darüber erheben sich drei weitere Stockwerke, die durch mächtige Gesimse gegliedert sind. Starke Eckquader profilieren die Kannten des von Anfang an aufFernwirkung angelegten Turms. Das mit einerTurmuhr versehene oberste Geschoss wird auch an den nicht sichtbaren Seiten - von spitzbogigen Klangarkaden geziert.

Fast fünfhundert Iahre lang haben die Glocken ihren Ruf durch sie ins Land hinaus getragen.

Wie im Markgräflerland üblich schließt derTurm mit einem 'Käsbisseri'. Die Scheune rechts im Bild ge-

hört zur Rebgasse und ist inzwischen zum Wohnhaus umgebaut worden. Die beiden kleineren Gebäude links, hinter denen der Giebel der alten Öltrotte sichtbar wird, sind gefallen.

3 1 Dort, wo heute das Hotel Eckert steht, in der Baslerstraße 20, befand sich bis 1929/30 ein Bauernhaus. Es wurde abgerissen und von Victor Eckert ein für die damalige Zeit recht modernes Hotel sowie eine Bäckerei und Konditorei errichtet. Bald wurden weitere Gästezimmer benötigt, weshalb der Besitzer 1934 das Dachgeschoss ausbaute. Victor Eckert hat die drei Bereiche - Hotel-Restaurant, Bäckerei und Konditorei bis 1 955 zusammen mit seiner Frau betrieben. Als sein Sohn Theodor in diesem Iahr heiratete, erhielt er das Hotel und der Stiefsohn Ernst Örtlin die

Bäckerei und Konditorei. Unser Bild zeigt die Situation des Hauses Eckert nach dem Ausbau des Dachgeschosses im Iahre 1934.

32 Dorffeste wurden zu allen Zeiten mit größter Begeisterung und unter großer Beteiligung des ganzen Dorfes gefeiert. Gelegenheiten dazu gab es viele: kirchliche Feste und Vereinsjubiläen dürften den Löwenanteil ausgemacht haben. Unser Bild zeigt Teilnehmer eines Dorffestes, das um 1925 stattfand. Weit über sechzig fröhliche Grenzacher lassen sich vom Fotografen auf die Scheibe bannen. Bei solchen Anlässen, zu denen immer auch Tanzveranstaltungen gehörten, durfte die Dorfkapelle nicht fehlen. Wir haben sie vorne rechts im Bild. Das Grenzacher Original mit

der Gitarre, AdolfHaberer, ist uns aus Band 1, Abb. 57 schon bekannt. In der ersten Reihe, sechste von links, erkennen wir Frieda Ralf geb. Dietsche. Der Herr in der Sitzgruppe ist Lehrer Eduard Huber.

33 Radfahrvereine waren nach der überstandenen Inflation besonders beliebt. Im reinen Bauerndorf suchte man sie zwar vergebens. Sie waren dort anzutreffen, wo sich eine größere Zahl von Indust-

riearbeitern befanden. Das war in Grenzach um 1928 der Fall. Unsere acht jungen Männer lassen noch ein Gruppenfoto vor dem Eingang der Turnhalle des Turnerbundes in der Markgrafenstraße machen, ehe

sie zu einer Sonntagstour aufbrechen. Sie führte über noch recht staubige Straßen in die nähere und weitere Nachbarschaft diesseits und jenseits des Rheins. Häufig vertraten die Mitglieder solcherVer-

einigungen links gerichtete, den Arbeiterstand interessierende Tendenzen. Bis zur Faszination und dem technischen Aufwand des Radrennsports unserer Tage war der Weg aber noch weit.

34 Während der warmen Sommerzeit gab ein Bad im nahen Rhein die gewünschte Erfrischung. Schon immer wurde von den Bewohnern GrenzachWyhlens das idyllische Rheinufer aufgesucht. Der Sprung ins kühle Nass war aber nicht ganz ungefährlich. Wer sich zu weit hinauswagte, konnte leicht in einen Strudel geraten und lief Gefahr, seinen Wagemut mit dem Leben zu bezahlen. Trotzdem zogen viele die lauschige Einsamkeit am Fluss vor, wie diese Badenixen auf unserem Bild, die sich gerade für eine Abkühlung im Rhein fertig machen.

35 In den dreißiger Iahren hatte Grenzach ein 'Rheinbad ' mit Strandkaffee, das von Victor Eckert (s. Abb. 31) bewirtschaftet wurde. Umkleideräume und eine große Liegewiese

machten den Aufenthalt am damals noch ruhigen Rheinufer auch für anspruchsvollere Gäste zum Sommervergnügen. Auch Liegestühle und Bänke standen zur Verfügung.

Wer ein kühles Bad haben wollte, erfrischte sich im Rhein, dessen Wasser in jenen Tagen noch wenig belastet war, wenn wir von Zeiten starker Regenfälle absehen. Der Wunsch nach

einem modernen Freibad mit Schwimmer-, Nichtschwimmer- und Kinderbecken ließ noch fast dreißig Iahre auf sich warten.

361mjahre 1958 - früher als alle umliegenden Gemeinden - konnte sich das damals sehr wohlhabende Grenzach am Tiefgestade des Rheins ein groß angelegtes Freibad leisten. Die florierende Industrie machte es möglich. An sonnigen Wochenenden strömten Tausende Badelustiger hierher und genossen das klare Wasser in den drei Becken und den noch ungehinderten Blick über den nur wenige Schritte daneben munter talwärts strömenden Rhein. Kurz nach der Einweihung - unser Bild sieht alles noch nackt und bloß aus. Inzwischen haben sich das begrünte Rheinufer und die ausgedehnten Liegewiesen zu einem schönen Park mit viel natürlichem Schatten entwickelt. 1 997 konnte

ein alterWunsch verwirklicht werden: die Firma Hoffmann-La Roche schenkte der Gemeinde aus Anlass ihres 100-jährigen Bestehens eine Solaranlage, mit deren Hilfe das

Wasser aller drei Becken und der Duschen beheizt werden kann.

37 Wir stehen in der Steingasse, die in den frühen dreißiger Iahren noch ein schmaler Feldweg war. Ihr entlang werden neue Villen gebaut. Sie stehen anfangs noch - wie links das 1927 errichtete Haus der Familie Hartmann -

inmitten der Reben. Rechts und zu den 'Buckmatten' hin, schließen sich Obstgärten an. Nur ein bescheidener pfad durchquert sie. In Bildmitte steht das Haus Ehret-Haller, Steingasse 20, das seit

1911 einsam auf der Höhe

thronte. Bald werden Nachbarn folgen. Um das leichter zu bewerkstelligen, wird die Steingasse (rechts im Bild) verbreitert und angeböscht. Die drei jungen Männer im dunklen Anzug lassen vermuten, dass die Aufnahme an

einem Sonntag gemacht wurde. Der Herr, der links auf uns zukommt, trägt Trauer: das schwarze Band am linken Oberarm und um den hellen Hut belegt das.

38 Vom Grenzacher Hobby-Maler Iacob Haberer (1839-1915) haben wir schon in den beiden ersten Bändchen dieser Reihe Kostproben seines Talents gezeigt. Dieses Aquarell ist ein Alterswerk, das er um 1911 gemalt hat. Es zeigt das Haus der inzwischen verstorbenen Ida Weber. Wir haben sie in Band 2, Abb. 63 als eine der ersten Telefonistinnen bei Roche kennen gelernt. Als der 'Moler-Iobbi', wie ihn die Grenzacher liebevoll nannten, dieses Haus in der heutigen Markgrafenstraße malte, bildete es den Abschluss der Grenzacher Bebauung in Richtung Wyhlen. Heute steht es

zwischen dem PennyMarkt und dem Parkplatz bei der alten Turnhalle, die wesentlich später entstand.

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