Grimmen in alten Ansichten Band 1

Grimmen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Erhard Grohmann
Gemeente
:   Grimmen
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5149-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Grimmen in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Geschichte von Grimmen, zeitlicher Abriß

1287 ist der Vogt Berthold, als Vertreter des Landesfürsten in Grimmen, ansässig, Diese Nachricht sehen wir als Geburtsurkunde unserer Stadt an. Leider fehlt uns bis zum heutigen Tag die Urkunde, in der Grimmen das Lübsche Recht verliehen wird. Die erste Nachricht über die Existenz Grimmens ist eine Urkunde aus dem Jahre 1267, in dem der Bischef Hermann von Schwerin, dem Kloster zu Ueckermünde, das Patronatsrecht über die Kirche zu Sassen burg verleiht. 1278 wird der erste Geistliche Grimmens, der Pfarrer Cornrad, als Zeuge erwähnt. Im gleichen Jahr residiert der Ritter Arnold, als Versall des Bischofs Hermann von Schwerin, in Grimmen. Aus einer Urkunde geht hervor, daß er der Sohn des Gründers von Grimmen ist.

1987 feierte unsere Stadt ihr 700jähriges Bestehen. 1305 wird Grimmen als Stadt in einer Urkunde erwähnt, Zwei Jahre später hören wir von einem Grimmener Rat. Im ersten Rügischen Erbfolge-

krieg 1326, der rnit der Unterzeichnung des Friedensvertrages am 27. Juli 1328 beendet wurde, ging unter anderen Städten, Grimmen als Pfand an die Mecklenburger. 1344 belehnte der Bischof Hermann von Schwerin, Nikolaus von Werle-Güstrow mit Grimmen, nachdem die Pfandsumme von 31000 lötigen Silbers nicht gezahlt wurde. 1346 wird Grimmen an Pommern zurückgegeben. Eine Urkunde aus dem Jahre 1349 bestätigt der Stadt Grimmen das Lübsche Recht. Der zweite Rügische Erbfolgekrieg 1351 endete im Februar 1354 mit dem Frieden zu Stralsund. Grimmen gehörte nun endgültig zu Pommern.

Eine Grabplatte in der Marienkirche gibt Auskunft über den Tot des ersten bekarmten Bürgermeisters von Grimmen. Um 1400 wird die erste Stadtverordnung herausgegeben und zwei Jahre später wird ein Jahrmarkt in Grimmen erwähnt. 1535 wird auch die Lehre Luthers in Grimmen eingeführt. 1618 entsteht die erste Ansicht von Grimmen, die Lubinsche Karte. Der

Dreißigjährige Krieg machte auch vor den Toren Grimmens nicht halt. Viel Leid mußte die Bevölkerung ertragen. Grimmen gehörte nun zum Königreich Schweden. In der Amtszeit des Bürgermeisters Johannes Flittner finden zahlreiche Hexenprozesse statt. Dieses traurige Kapitel unserer Heimatgeschichte 1695 bis 1697 ist in einigen Dokumenten belegbar.

Von 1700 bis 1720 wird der nordische Krieg ausgetragen, der 1720, durch englische Verrnittlung, zum Friedensschluß führt. Die schwer gebeutelte Bevölkerung von Grimmen hat noch viele Leiden zu ertragen. 1797 beginnen erneut kriegerische Auseinandersetzungen der Preußen und der Schweden. Im gleichen Jahr vernichtet eine Feuersbrunst, ausgelöst in der Schmiede des Johannes Kunzel, die halbe Stadt.

1800 besuchte der Schwedenkönig Gustav Adolf IV. Grimmen und wohnte im sogenannten Königshaus, In dieser Zeit ist Grimmens verdienstvoller Bürgermeister, Dr. Wilhelm Kirchhoff, ge-

boren. Bis 1861 war er erfolgreich tätig. 1806 überfallen französische Soldaten, die nach der erfolgreichen Schlacht bei Jena in Meekienburg stationiert waren, Grimmen und erpressen eine hohe Geldsumme. 1815 kommt Grimmen durch die Wierier Schlußakte zu Preußen, seitdern heißt das Gebiet Neuvorpommem. 1853 bricht in Grimmen die Cholera aus, die umliegenden Dörfer bleiben verschent.

1878 wird Grimmen an das Reichsbahnstreckennetz angeschlossen. Der Erste Weltkrieg 19141918, die Inflation 1920-1924, und der mörderische Zweite Weltkrieg, der mit der kampflosen Übergabe von Grimmen an die rote Armee endete, brachte der Grimmener Bevölkerung viel Opfer, Not und Elend. Auch die Ereignisse nach 1945 brachten für viele Familien Not und Leid.

Die friedliche Revolution 1989 erlaubt es uns diese einseitig dokumentierte Zeit neu aufzuarbeiten.

1. Diese Lithografie zeigt folgende Aufnahmen: Rathaus, Sundische Straße , Kreis-Krieger Denkmal und Gesamtansicht. Dieses Buch erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielleicht regt es manchen Bürger unserer Stadt an, fehlende Angaben zu ergänzen und auch in ihren persönlichen Besitz befindliche Fotodokumente mit der nötigen Aufrnerksarnkeit zu behandeln. Mit diesern Buch möchte ich das Andenken an unsere Bürger die in unserer Stadt gelebt haben wach halten. Wie sie lebten und wie unsere Stadt in dem Zeitraurn von 1885 bis 1943 aussah, möchte dieses Buch vermitteln.

Gruss ëu-S G RI M MEN.

2. Diese Lithografie zeigt folgende Ansichten: Rathaus, Westseite von Grimmen, Kreishaus und Pos. amt. Aus folgenden Quellen schöpfte ich fehlende Angaben zu den Bildkommentaren. Zeitungsberichte, Angaben von Bürgern, Festschrift zum Heirnatfest in Grimmen 14. bis 16. Juni 1957, herausgegeben vom Rat der Stadt, Grimmen ein Stadtrundgang von Kurt Noske, herausgegeben vom Rat der Stadt 1986, und das Heimat-Jahrbuch des Kreises Grimmen 1939. Auch danke ich Herrn Manfred Kraehmer und Rolf Schindler für die Unterstützung bei der Bereitstellung von Bildmaterial.

3. Mehrbild-Lithographie (Steinzeichnung) von Grimmen aus dem Jahre 1898. Die vier Bildehen zeigen folgende Aufnahmen: Mühlentor, Apotheke, Stralsunder Tor und die Westseite von Grimmen. Diese Steinzeichnungen sind kleine Kunstwerke und bei Sammlern sehr beliebt. In Grimmen konnte man derartige Karten nicht selbst herstellen, weil die technischen Voraussetzungen fehlten. Sie wurden in Auftrag gegeben und durch die hiesigen Händler vertrieben.

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4. Mit der Eröffnung der Eisenbahnverbindung Tribsees-Grimmen-Greifswald-Sanitz-Rostock, wurde die Postbeförderung mit der Kutsche eingestellt. Bis 1870 hatte die Post keinen festen Sitz in der Stadt. Erst danach wurde eine kleine Poststube auf dem Markt eingerichtet. 1898 wurde das Kaiserliche Postamt eingeweiht. Der Eingang ist heute auf der linken Seite. Der verdere Eingang wurde entferm und mit einem Fenster versehen. Demzufolge versenwand auch die Treppe, welene den Fußgängerverkehr behinderte. (Aufnahme von 1912.)

Bahnhof

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5. Am 1. Januar 1878 wurde die Bahnstrecke Demrnin-Grimmen-Stralsund dem Verkehr übergeben. 1881 wurde das Bahnhofsgebäude fertiggestellt. Dieser Bahnhof war auch Kreuzungspunkt der Kleinbahn Tribsees-Grimmen-Greifswald. Den Bewohnern des Landkreises wurde damit eine günstige Verkehrsverbindung geschaffen. Viele landwirtschaftliche Produkte des Ein- und Verkaufsvereins wurden rnit der Kleinbahn befördert, 1945 wurde der Kleinbahnbetrieb eingestellt und die Gleise enttemt. Der Bahnhof Schützenplatz wurde auf Normalspur umgestellt und ist auch noch heute in den Schienenverkehr eingebunden,

6. Im Jahre 1897 wurde die Kleinbahnlinie in Betrieb genommen. Die Streckenführung erfolgte von Tribsees über Techlin, Deylsdorf, zwischen Grammendorf und Gransebieth hindurch nach Voigsdorf', an Stremlow und Brönkow vorbei nach Ölsdorf, an Borgstedt und Dönnie vorbei nach Vietlipp, neben der Hauptstrecke entlang bis zur Höhe Holthof, Richtung Schützenhaus, Heidebrink. Hohenwarth, zwischen Bremerhagen und Willerswalde hindurch nach Horst, Klein Petershagen, Stellenshagen und an der Hauptstrecke entlang bis Greifswald. Die Originalaufnahme von dieser Bahn wurde 1902 aufgenommen.

7. Am Markt Nr. 4 hatte Otto Pahnke seinen Zigarrenladen. Otto Pahnke machte in den zwanziger Jahren viel Reklame in der Grimmer Kreis-Zeitung, Sein Bruder Walter Pahnke harte das Eckgeschäft gleich nebenan. Gewiß können sich unsere älteren Bürger an Puppendocktor Pahnke erinnern. Er suchte auch ständig Echthaar für seine Puppen. Übrigens befand sich die Zigarrenfabrik in der Langestraßse, auf dem hof des heutigen Fernseh- und Rundfunkladens.

8. Am 5. Juli 1905 übernahm Arthur Kraehmer die ehemalige Filiale 'Foto Pankow Greifswald' in Grimmen. Rudolf Kraehmer übernahm das Geschäft vorn Vater 1931-1972. Am 1. Januar 1973 ging das Geschäft an den Sohn Manfred über, der es noch heute führt. Links sehen wir den Zigarrenladen von Robert Tietzer, der auch Schneidermeister für Herremnoden war. Aus dem Fenster oben schaut Frau Luise Krämer und unten Frau Else Krämer geborene Jühlich, Rechts ist das Haus von Kar! Joharmsen.

Albert Dieck , Fotograf von Grimmen, verdanken wir viele heimatgeschichtlich wertvollen Aufnahmen aus der Jahrhundertwende. Albert Dieck vertrieb Galanteriewaren und auch Grammophone, die er als Sprechapparate in der Grimrnener Kreis-Zeitung anbot. Er zog mit seinem Geschäft auf dem Markt und richtere seinen Laden in dem Eckhaus (später Pahnke) ein.

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