Groß-Gerau in alten Ansichten

Groß-Gerau in alten Ansichten

Auteur
:   Ernst Schneider
Gemeente
:   Groß-Gerau
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2915-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Groß-Gerau in alten Ansichten'

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9. Die hier so ruhige Straße hatte bis 1860 überhaupt keinen Namen. Bis zu diesem Zeitpunkt war sie eine Sackgasse an derem Ende, quer das Haus eines Schwarzfärbers stand, halb auf der Stelle des hier links sichtbaren damals 'Herbert's Haus', das nach dem Abbruch des älteren Hauses errichtet wurde und heute noch, mittlerweile aufgestockt, steht. Das Stück Mauer vorn links steht oder stand bis 1930 auf der Brücke über dem Stadtgraben, der zu diesem Zeitpunkt zugefüllt wurde. Der Durchbruch oder die Weiterführung (nun Bleichstraße) geschah, wie oben bereits genannt, im Jahre 1860 nachdem die jüdische Gemeinde die Durchschneidung ihres bereits 1622 dort angelegten Friedhofs gestattete, 1905-1908 wurden neue Straßenbenennungen eingeführt und so präsentiert sich hier die damals neue Hellwigstraße in ihrer damals so angenehme Stille und Ruhe, auf der der Metzgermeister Joharm Schürer ein fettes Schwein zu seiner Metzgerei und Gastwirtschaft 'Zum Frankfurter Hof' vom Kirchhügel herabtreibt. Dies wäre heute nicht me1JI möglich, Verschwunden sind die drei Hofreiten samt den Kastanien und dem Stadtgraben auf der rechten Seite. Ein flutender starker Verkehr läßt hier die alte Stille nur noch ahnen.

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10. Bliek in die 'Kirchgass' von Groß-Gerau 1867. ~ Vorn von den Gerauer Buben eingerahmt, eins von den drei Gespannen Apfelschimmel des Müller- und Bäckermeisters Peter Schneider. Er selbst zeigt sich im Hintergrund in Hemdärmel, übrigens eine alte Angewohnheit der Familie Schneider die sie heute noch

pflegt, Auf dem Wagen sitzt Ludwig Schneider, der Großvater des Verfassers.

qr.-qerau 7iarmstädter Straße

11. Bliek in die Darmstadter Straße vor 1914. Rechts sehen wir das Gasthaus 'Zum Löwen' von August Best. Es ging um diese Zeit hier noch gemütlich zu. Nachdem das Amtsgericht 1879 errichtet war, waren Klager und Beklagte froh, wenn man sich nach dem Urteilsspruch, egal wie er lautete, beim Beste August im 'Löwen' stärken konnte. Der alte Best war schwerhörig, wenn der Veithe Heiner als Maurermeister/und Bauunternehmer zum sonntäglichen Frühschoppen erschien, um unter anderem mal wieder eine Rate zu kassieren. Man einigte sich darüber, weil Best den Veith nicht verstand, daß der Wirt sich ein Hörrohr anschaffte. Eines Sonntags wollte der Veithe Heiner sich 'einen' genehmigen und kassieren und betrat die Wirtsstube des August Best. Dieser begrüßte ihn freudestrahlend und folgender Dialog lief ab: 'Ei gemoije Heiner guck ich hun e nei Höhrrohr, schwätz mer mol woß e noi.' 'Woß e Glick,' sagt der Heiner, 'kumrn e mol her mit dem Ding,' und er sprach folgendes hinein: 'Ei August, bezaohl dei Schulde du Simpel.' Dieser fragte: 'He ich hörr nix Heiner, du mußt lauter babbele.' Der Heiner schrie nun wieder hinein: 'Ei August, ich will moi Geld fer doi Hütt hawe.' Dies verstand der August sehr gut und er sprach zum Heiner: 'Ei Heiner, ich hörr verdammt gor nix, jetzt ist des Scheißding ach schun wirrer kabutt.' Der August und der Heiner blieben gute Freunde und bezahlt 'is die Hütt ach worn'.

12. Bliek in die alte 1860 nach dem Friedhof verlängerte Bleichstraße. Hinten sehen wir die alte Stadtkirche in ihrer Zustand von 1867 nebst dem II. Pfarrhaus, und im Vordergrund in der Kinderschar sehen wir Fritz Rheinheimer (mit Krücke), den Sohn des Gerauer Kronenwirts gleichen Namens. Er baute sich später sein Wohnhaus neben dem Rathaus (heute das Haus der Irmgard Böhm, Uhren und Schmuck).

13. Bliek auf die neue Tuchbleiche (seit 1784) der Stadt, Auch hier präsentieren sich wiederum die Gerauer Buben dem Betrachter wie wir sie nochmals sehen sollen. Im Hintergrund zeigt sich die Stadtkirche noch unverändert seit ihrem Wiederaufbau vom Jahre 1655. Der Turm weist auf seine Funktion als Wehrturm hin, der nur im ersten und zweiten Stock über den 1490 angebauten Treppenturm erreichbar war; so auch die Speicher von Chor und Langschiff.

Gro6-Gerau

Mai nzerstra6e

14. Bliek in die Mainzer Straße vor dem Ersten Weltkrieg. Die Häuser auf der linken Seite sind das Oppenheimer Haus, das Bambach's Haus (Salzbambachs), die alte Apotheke (heute Supermarkt), davor mit Pferd und Wagen Marie Gerlach geborene Bambach (Fuhrunternehmung seit 1897) und Lahr's Haus (heute Commerzbank). Im Hintergrund sehen wir das Gasthaus 'Zum Adler', heute Hotel Adler, mit dem neuerbauten Adlersaal, mit Fuhrwerk davor. Dann folgen von hinten rechts: Jacob Engelleithner Haus mit Adler-Drogerie, das alte Rathaus 1579, das Klinkebäcker mit dem Schmied Schmenger Haus von 1480, das älteste Haus im Kreis Groß-Gerau, bisher unverändert, später Schmied Kappel, heute eine Gastwirtschaft. Gut irn Bild, mit Ernteleiterwagen vor der Treppe die alte Herberg 'Zum Weißen Roß', spater Haus Zarges, heute das Wilhelm Engel Haus, Rechts das neuerbaute Oppenheirner Haus mit einem Mädchen mit Henkelkorb davor. Heute ist es das Geschäftshaus H. Süß.

15. Die evangelische Stadtkirche zu Groß-Gerau, So stellte sich die Stadtkirche nach ihrem gründlichen Umbau in den Jahren 1867 bis 1870 dem Betrachter, bis zu ihrer Zerstörung (vollkommen ausgebrannt) in der Bombennacht zum 25. August 1944 dar. Bliek von der neuangelegten Gartenstraße, heute August-BebelStraße. .

Gross-Gerau.

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16. Die Stadtkirche innen im Jahre 1928. Unser Bliek richtet sich vorn Chor in das Hauptschiff und die beiden Seitenschiffe gegen den Ausgang zur Turmhalle. Rechts und links von der Ausgangstür die beiden Gedenktafeln der gefallenen Bürger Groß-Geraus vorn Ersten Weltkrieg.

17. Die Stadtkirche vorn Jahre 1944 innen. Unser Bliek richtet sich auf der Ausgang zur Turmhalle nach der Zerstörung in der Nacht vorn 25. August 1944.

Gross·Gerau.

Synagoge.

18. Hier sehen wir das Gotteshaus der jüdischen Religionsgemeinde der Stadt Groß-Gerau. Diese Synagoge wurde in den Jahren 1891/92 erbaut und am 9. und 10. September 1892 eingeweiht. Damals bewegte sich ein großer Festzug, unter Vorantritt der gesamten Schuljugend, durch die Straßen der Stadt. In völliger Eintracht aller Confessionen saß man in den drei größten Gasthäusern - 'Adler', 'Krone' und 'Weißen Roß' - beisammen, lauschte den Konzerten und feierte die Einweihung dieses neuen Gotteshauses.

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