Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 1

Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Ingrid Espert
Gemeente
:   Groß-Hansdorf
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3358-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 1'

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9. Wir blieken auf die Hufe VI an der Hoisdorfer Landstraße. Es ist das Anwesen des Bauern Griem. Im Vordergrund stehen die Wirtschaftsgebäude, dahinter liegt behäbig das große Haupthaus. Die vor der Grotdör abgestellte Flügelmaschine diente zum Korn mähen. Neben der Hofstelle, an der Gabelung des heutigen Beimoorweges und der Hoisdorfer Landstraße, befand sich früher der 'Tie'. Auf ihm wurde das Vieh zusammengebracht, Versammlungen und Gerichtsverhandlungen der Dorfbewohner abgehalten. Heute steht dort das 'Tie Hus'. Die Hofgebäude wurden 1964 abgerissen und auf dem Gelände wurde eine Kartoffelgroßhandlung erstellt.

10. Nachbarschaftshilfe wurde auf dem Dorfe besonders gepflegt. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg packten während der Erntezeit alle mit an, wenn die Dreschdampflokomotive, Baujahr 1911, auf dem Hofvon Griem stand. Die Dreschmaschine war so schwer, daß vier Pferde nötig waren, urn sie von einern Hof zum nächsten zuziehen.

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11. Der kleine Teich, direkt an der Hoisdorfer Landstraße, und die strohgedeckte Kate auf dem Bild von 1910 wurden nach der Familie Fuchs benannt. Die Kate gehörte zum Richterschen Anwesen der Vollhufe V; das Altenteilerhaus im Hintergrund war im Besitz der Familie Steen bock. Leider ist von dieser Dorfidylle nichts mehr erhalten. Die Kate wurde 1963 abgerissen, der Teich 1964 zugeschüttet, und wo das Altenteilerhaus stand, baute man 1970 ein Mehrfamilienhaus.

12. Früh am Abend des 11. Oktober 1912 tutete im alten Dorf das Feuerhorn. Der Richtersche Hof, auf dem Bild im Hintergrund, war, laut Erzählungen, durch eine vorn Balken gefallene Petroleumlampe in Brand gesetzt worden. Das Feuer konnte man bis in die Nachbardörfer wahrnehmen. Die Wehrleute mußten zum Schluß ihre Tätigkeit nur noch darauf beschränken, die umliegenden Gebäude vor dem Funkenflug zu schützen. Dadurch blieb auch die Fuchskate, im Vordergrund, vom Feuer verschont. Ein Teil des Viehbestandes karn in den Flammen um. Der Hof wurde vollständig zerstört und nicht wieder aufgebaut.

13. Man sieht es ihnen an, den leuten Bewohnern der Fuchskate, daß sie ein hartes und arbeitsames Leben geführt haben. Der Melker Eduard Fuchs und seine Frau Marie genießen den Feierabend; da schmeckt das Pfeifehen besonders gut.

14. Einer der ersten Bauernhöfe Groß-Hansdorfs war die Vollhufe IV, seit dreihundert Jahren im Besitz der Familie Steenbock. In der Hofeinfahrt an der Dorfstraße der heutigen Hoisdorfer LandstraBe sehen wir die Familie Heinrich Steenbock. Das alte Niedersachsenhaus ist von einer Wallmauerhecke umgeben. Es wurde 1912 wegen seines schlechten baulichen Zustandes abgerissen. Schon ein Jahr später konnte ein stattlicher Neubau eingeweiht werden.

15. Unser Bliek geht über den Dorfteich zum alten Schulhaus. Die Räume zum Teich hin bewohnte die Lehrerfamilie. Auf der anderen Straßenseite liegen, hinter großen Lindenbäumen, von rechts nach links betrachtet, die stattlichen Bauernhäuser von Steenbock und Paape. Der Schulleiter Ernst Köhler, vom auf dem Bild, leitete die Schulklasse mit 36 Schülern. 1905 war die Zahl auf 51 Kinder angewachsen, welche nun in zwei Klassen aufgeteilt waren. Jetzt wurde Köhler ein Hilfslehrer zugewiesen. In einer alten Groß-Hansdorfer Schulordnung steht geschrieben: Jeder Schüler hat sich rechtzeitig zum Unterricht in der Klasse einzufinden; die Kirchturmuhr ist maßgebend. Da die nächste Kirche in Siek stand, war es für die Hansdorfer Kinder bestimmt nicht so einfach, die richtige Uhrzeit zu erfahren.

16. Am 17. Juli 1915 zog ein Gewitter über Groß-Hansdorf und ein Blitz setzte den nach Norden gelegenen Teil des Hauses und den Heuboden der Vollhufe III von Paape in Brand. Das Feuer breitete sich mit rasender Geschwindigkeit aus, bald stand das reetgedeckte Gebäude in hellen Hammen. Alle Wehren aus den umliegenden Ortschaften wurden alarmiert, sogar ein motorisierter Löschzug aus Hamburg. In kürzester Zeit war der Dorfteich leergepumpt, das alte Haus konnte aber nicht mehr gerettet werden. Nach dem Brand hat der Nachbar, Bauer Steenbock, die Familie Paape zwei Jahre bei sich beherbergt, bis das neue Haus bezugsfertig war.

17. Mittagsstille liegt über der Hofstelle von Paape. Links zwischen den Linden sieht man den Eingang des nach dem Brand neuerbauten Klinkerhauses, das nun nicht mehr mit Reet, sondern hartgedeckt ist. An der großen Auffahrt steht die alte Wasserpumpe, und im Hintergrund liegt die große Scheune. Im Oktober 1971 brannte sie ab und wurde nicht wieder aufgebaut.

Groß-Hansdorf

Doriteldt

18. Vier große Bauernhäuser umrahmen den Dorfteich. Wir blieken auf die Vollhufen von Steenbock, Paape, Wiese und das Altenteilerhaus von Wiese (von rechts nach links). Die Häuser von Steenbock und Paape sind hier schon nach dem Neubau zu sehen. Dort wo der Wiesesche Hof steht, biegt heute der Ostpreußenweg von der Hoisdorfer Landstraße ab. Am Rande des Teiches, auf dem Mönch, sitzt im Jahre 1924 der älteste Sohn des Bauern Sanmann, Herbert.

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